Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Samstag, 29. Juni 2013, ab 09 Uhr
on Tour & vor Ort bei E.A. Plischke
mit Christoph Schnoor im Haus Frey, Graz

Noch Restplätze frei!

Weitere Informationen und Anmeldung
Ernst A. Plischke Gesellschaft



ÖGFA/Facebook


Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zur
on Tour & vor Ort bei E.A. Plischke
Bustour mit Christoph Schnoor, Auckland - Wismar



29.06.2013 | 09:00 – 19:00
Haus Frey, Graz
Führung und Vortrag Christoph Schnoor: Ernst Plischke – Architekt zwischen den Welten

Die Bauherren Anna und Heinrich Frey werden anwesend sein.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Ernst A. Plischke Gesellschaft

Noch Restplätze frei!
Anmeldung

Preis Vollzahler: 42.-
Preis Mitglieder: 38.-
Preis Studierende: 35.-
Preis Studierende Mitglieder und Selbstfahrer: 30.-
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldung ab sofort!

Programm:
08:45 Treffpunkt Operngasse 1, 1010 Wien
09:00 Abfahrt Wien
11:30 Ankunft im Haus Frey, erster Rundgang, Imbiss, Begrüßung durch Heinrich Frey
12:00 Vortrag Christoph Schnoor, anschließend Diskussion, geführter Rundgang *
14:30 Abfahrt Haus Frey, Essen in Graz oder Umgebung **
19:00 Ankunft Wien Operngasse

* Heinrich und Anna Frey werden für Fragen zur Verfügung stehen.
** Lokal wird je nach Wetter entschieden und kurzfristig bekanntgegeben.




Aus Anlass des 110. Geburtstags von E.A. Plischke veranstaltet die ÖGFA in Zusammenarbeit mit der Ernst A. Plischke Gesellschaft am 29.6.2013 eine Tagestour nach Graz zur Besichtigung des Hauses Frey. Vor Ort wird der international anerkannte Architekturforscher Christoph Schnoor Auszüge aus seiner demnächst erscheinenden, umfassenden Monographie zu E.A. Plischke vorstellen.

"Die wunderbare Gelegenheit, Ernst Plischkes Haus Frey in Graz (1970–73) zu besuchen, bietet die Möglichkeit, Plischkes Leben und Werk zwischen Wien und Neuseeland in einem knappen Bogen zusammenzufassen, und, wo es angebracht ist, auf das Haus Frey zu beziehen. Dieser Bezug ist deshalb besonders ergiebig, weil das Haus Frey eine Kumulation der Baugedanken Plischkes darstellt: die fast einzige gebaute Manifestation seines doppelten Architekturtransfers – zuerst von Wien nach Wellington in Neuseeland, und dann zurück nach Österreich.

Plischke, der mit seiner Frau Anna 1939 Österreich verließ, um in Neuseeland vor den Nationalsozialisten Zuflucht zu suchen, nahm den Auftrag der Moderne sehr ernst, die Architektur nicht nur zu verändern, sondern mit ihr auch die Lebenshaltung der Menschen zu verbessern. In diesem Sinne blieb er sein Leben lang ein Modernist.

Plischke hatte 1932 einen Beitrag zur Werkbundsiedlung in Wien leisten können, und er hatte das Glück, in Neuseeland schon kurz nach seiner Ankunft 1939 von seinem Chef Gordon Wilson den Auftrag für einige Doppelhäuser am Rande Aucklands erteilt zu bekommen. Dies bot ihm die Chance, seine Lösung für die Wiener Siedlung  zu den Antipoden zu transferieren. ... Plischke hatte in seiner neuseeländischen Zeit in verschiedenster Weise die Gelegenheit, seine Vorstellungen vom Wohnen immer wieder neu zu artikulieren, und er fand etwa in den im typischen Material Holz errichteten Häusern Lang, Sutch und Giles, sowie in dem wunderbaren – und in seiner Verwendung von örtlichem Feldstein untypischen – Haus Henderson in Alexandra, Central Otago, auf der Südinsel, immer wieder neue Antworten auf die ihm so wichtige Verbindung des Hauses mit seiner Umgebung.

Diese Lehren, zusammen mit einer Übernahme von Adolf Loos’ Raumplan – ganz gegen Plischkes erklärte Abneigung gegenüber Loos’ Arbeiten – ermöglichten ihm, im Haus Frey in Graz in einzigartiger Weise einen räumlich komplexen Innenraum mit einer engen Verbindung von Innen- und Außenraum zu entwerfen. Ein vergleichbares Haus gibt es nicht von Loos, nicht von Le Corbusier, und nicht von Mies van der Rohe. Haus Frey ist in dieser Hinsicht einzigartig, und es gebührt ihm dadurch eine besondere Stellung in der späten Moderne."

Text: Christoph Schnoor



Prof. Dr. Christoph Schnoor
lehrt und forscht seit 2004 am Unitec Institute of Technology in Auckland, Neuseeland. Zurzeit hat er ebenfalls eine Vertretungsprofessur an der Hochschule in Wismar inne.

Christoph Schnoor hat 2002 an der TU Berlin im Fachbereich Architekturtheorie über Le Corbusiers früheste Arbeit zum Städtebau promoviert. Daraus entstand die Werkedition von Le Corbusiers La Construction des villes, die 2008 im gta-Verlag an der ETH Zürich publiziert wurde. Des weiteren forscht und publiziert Christoph Schnoor im Bereich der deutschen Kolonialarchitektur in Übersee und betreut zurzeit ein Projekt zur Rettung und Sanierung des ehemaligen deutschen Gerichtsgebäudes in Apia, Samoa.

Ein Buch, das die Architekturgedanken Plischkes in den Zusammenhang seiner doppelten Emigration zwischen Wien und Wellington stellt, ist in Arbeit.



Kuratierung: Judith Rataitz und Andreas Vass



Die nächsten Veranstaltungen der ÖGFA (Details siehe  ÖGFA-Website)

Freitag, 05.Juli 2013, 16 Uhr
ÖGFA Bauvisite 178: WU – Masterplan und Freiraumkonzept
Eintritt frei!
Weitere Informationen



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bm:ukk – Kunstsektion www.bmukk.gv.at
MA 7  Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung www.wien.gv.at/kultur/

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Fördernde Mitglieder der ÖGFA

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Silent Gliss, proHolz,
und 2move, Wiesner Hager

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