PRESSEINFORMATION WIENER WORTSTAETTEN
Buchstabensuppe n°44
Susanne Ayoub: „Salam Aleikum, Medea“ (8.4.)
Susanne Ayoub wurde 2013 für ihr Stück „Salam Aleikum, Medea“ mit dem von den
WIENER WORTSTAETTEN gestifteten exil-DramatikerInnenpreis ausgezeichnet. In der
aktuellen Ausgabe der szenischen Lesereihe Buchstabensuppe wird der prämierte
Text, eine gelungene Neuinterpretation des Medea-Stoffes, erstmals präsentiert.
Dienstag, 8. April 2014, 19.30 Uhr
Buchstabensuppe n°44
Susanne Ayoub: „Salam Aleikum, Medea“
Ort: WIENER WORTSTAETTEN, 1040 Wien, Schönbrunner Straße 9
Karten: [email protected]
Eintritt: € 5,– inkl. einem Teller Suppe
Es gilt der Hunger-auf-Kunst-und-Kultur-Pass
Über das Stück
Die Autorin Susanne Ayoub verlegt den Medea-Stoff in die Gegenwart und rollt
dadurch die Problematik von Krieg und Gewalt, die Konfrontation von privatem
Glücksstreben und politischem Druck neu auf. Eine Besonderheit des Textes ist
die von der Autorin übersetzte arabische Lyrik, welche mit der sonst modernen
(Umgangs)Sprache der Spielszenen kontrastiert und gleichzeitig einen
unsentimentalen Blick auf Medeas Gefühlswelt gibt. (aus dem Jury-Spruch)
Medea wird als Migrantin in Europa gezeigt, die zusammen mit zwei halbwüchsigen
Söhnen an der Seite des ehemaligen Soldaten Jason lebt, der im Krieg im Nahen
Osten einst desertierte und von ihr versteckt wurde. Anders als ihre beiden
Söhne bleibt Medea in ihrer neuen Heimat eine Fremde, die auf der Suche nach
einer eigenen Identität beginnt, Schleier zu tragen und ein Gebetshaus zu
besuchen. Jason, von seiner Frau immer mehr entfremdet, sucht sein Glück in
einem Verhältnis mit einer jüngeren, einheimischen Frau. Als er von Medeas
Besuchen in der Moschee erfährt, in der sich angeblich auch Extremisten
treffen, zeigt er seine Frau bei der Polizei an. Medea, der die Flucht vor der
Polizei gelingt, entdeckt den doppelten Verrat ihres Mannes und rächt sich, wie
auch in der Originalvorlage, fürchterlich.
Susanne Ayoub, Dr. phil., geboren 1956 in Bagdad, Irak. Lebt als freischaffende
Autorin in Wien.
Studium der Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie.
Sendungsgestalterin, Dramaturgin und Regisseurin beim ORF. Sie schreibt
Theaterstücke, Drehbücher und Hörspiele, sowie Prosa und ist auch als
Filmemacherin tätig. 2008 Gastprofessur an der State University Ohio. 2013 für
„Salam Aleikum, Medea“ mit dem exil-DramatikerInnenpreis ausgezeichnet.
Ein Foto der Autorin steht zum Download zur Verfügung unter
www.wortstaetten.at/presse/.
Susanne Ayoub © Aleksandra Pawloff (Abdruck bei Namensnennung honorarfrei)
Wir freuen uns über Ihre Ankündigung ebenso wie über Ihren Besuch!
Mit herzlichen Grüßen
Für das Team der WIENER WORTSTAETTEN
Iris Blumauer & Marie-Therese Rudolph
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