Title: Volkskundemuseum
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ERÖFFNUNG BEIDER SONDERAUSSTELLUNGEN | 29.04.2014, 18 UHR
 
Fotografie als Werkzeug in der Monarchie / Arbeiten ruthenischer Flüchtlinge im 1. Weltkrieg
 
Liebe Besucherinnen und Besucher!

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung unserer beiden Sonderaustellungen am Dienstag, den 29. April, um 18 Uhr ein!

Beide Projekte beschäftigen sich mit Kategorisierungen nach regionalen und ethnischen Gesichtspunkten in der Habsburgermonarchie. Ein Angelpunkt beider Ausstellungen sind dabei die Bewohner des ländlichen Galizien im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Gestellt. Fotografie als Werkzeug in der Habsburgermonarchie
30.04 – 30.11.2014
Wie und in welchem Zusammenhang wurden am Ende der Habsburgermonarchie Bilder von ethnischen Typen entworfen? Was erzählen uns Klassifizierungen wie ein „Tiroler Schütze“ oder ein „huzulischer Bauer“ in Tracht heute? Die Fotosammlung des Volkskundemuseums enthält Tausende dieser typisierenden Menschendarstellungen. Diese Fotografien, in unüberschaubarer Menge hergestellt, fanden weite Verbreitung in der Bevölkerung und bei Touristen. Sie ermöglichten es, sich die „An deren“ im Bild vorzustellen. So konnte sich beispielsweise eine Wiener_in ein vermeintliches Bild davon machen, wie jemand in Sarajewo aussah, ohne jemals dort gewesen zu sein. Die Ausstellung denkt darüber nach, wie diese Bildproduktionen ihre Wirkung vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Formierung der Nationalitäten in der Habsburgermonarchie entfalten konnten. Sie möchte den Blick öffnen für eine Reflexion darüber, wie Bilder unsere Sicht auf die Gegenwart und Vergangenheit steuern.

Arbeiten ruthenischer Flüchtlinge im Ersten Weltkrieg: Stick- und Knüpfmusterstücke
(Objekte im Fokus)

30.04 – 02.11.2014
In der Habsburgermonarchie verwendete man den Begriff „Ruthenen“ als Sammelbezeichnung für alle Bevölkerungsgruppen mit ostslawischen Sprachen – hauptsächlich Ukrainer, Lemken, Bojken und Huzulen in Galizien, aber auch andere Gruppierungen. Die Ausstellung zeigt ein Konvolut von rund 500 Textilmusterstücken ruthenischer Frauen. Sie entstanden in Lagern für Flüchtlinge aus dem Osten der Habsburgermonarchie zu Beginn des Ersten Weltkriegs und wurden 1915 vom k.k. Ministerium des Innern im Rahmen der Propagandaausstellung „Die Kriegshilfe. Kunst, Gewerbe und Industrie im Dienst der Kriegshilfe“ gezeigt. Knapp 100 Jahre später werfen die Stickereien Fragen nach dem Umgang mit Flüchtlingen, nach Nationsbildungsprozessen und nach der Bedeutung von Volkskunst auf.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und die Auseinandersetzung mit Ihren Fragen!

Herzlich Ihr Museumsteam
 
 
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