Dear HASTRO-L members,

Thanks to all who replied to my request concerning the date of Easter. I have
also received an reply in German from Heiner Lichtenberg, who does not
subscribe to HASTRO-L. He is a specialist in this matter. Unfortunately, I do
not have the time to translate his reply, although this would be worth, but
I will give a summary:

The point seems to be that both methods of calculating Easter uses a fictitious
moon, but that the Gregorian moon is closer to the real one. The Julian moon
moves slower than the Gregorian one and is at present 4 days behind the latter.

The first Gregorian full moon after the March equinox was on 11 April 1998,
thus Easter was celebrated on 12 April. The Julian full moon was on 15 April
(2 April in the Julian calendar), so Easter according to the Julian calendar
was celebrated on 19 April (6 April in the Julian calendar).

Heiner Lichtenberg refers to his publications in "Sterne und Weltraum" and
comments also on the plans of the World Council of Churches to change the rules.

I will add herafter the German text of the reply for those who are able to
read it.

Wolfgang Dick


Forwarded message:

> Date:  Thu, 23 Apr 1998 14:17:43 +0200
> X400-Originator:  [EMAIL PROTECTED]
> To: [EMAIL PROTECTED]
> Subject:  orthodoxes Osterfest
> 
> Lieber Herr Dick!
> 
> Die orthodoxen Kirchen, jedenfalls wohl die groesseren, berechnen das
> Osterfest nach dem Julianischen Kalender. Tut man dies fuer dieses Jahr, so
> findet man den 6. April 1998 im Julianischen Kalender. Der zyklische Vollmond
> im Julianischen Kalender ist der 2. April 1998. Rechnet man diese Daten in den
> Gregorianischen Kalender um, so findet man als julianisch-zyklischen Vollmond
> den 15. April 1998 und als (julianischen) Ostersonntag den 19. April 1998.
> 
> Der gregorianisch-zyklische Vollmond faellt dagegen auf den 11. April 1998
> und der (gregorianische) Ostersonntag auf den 12. April 1998.
> 
> Dass der julianisch-zyklische Mond dem gregorianisch-zyklischen Mond
> hinterherhinkt, ist kein Wunder, denn jener hat die (synodische) Umlaufzeit 
> von
> 27759 / 940 = 29,53085 ... Tagen, waehrend dieser die Umlaufzeit von 
> 2081882250
> / 70499183 = 29,5305869 ... Tagen hat. Der julianisch-zyklische Mond ist also
> langsamer als der gregorianisch-zyklische Mond. Die jetzt bestehende Differenz
> von 4 Tagen zwischen diesen beiden Monden geht allerdings nur zu einem Viertel
> auf die geringere Umlaufgeschwindigkeit des julianischen Kalendermonds 
> zurueck.
> Drei Viertel, namlich 3 Tage, beruhen auf einem Vorwaertssprung, den die
> Kalenderordner (Lilius, Clavius usw.) den gregorianischen Kalendermond bei der
> Reform 1582 ausfuehren liessen, naemlich beim Uebergang vom 4. Oktober 1582
> (jul.) auf den 15. Oktober 1582 (greg.).
> 
> Die obigen Dinge sind nachlesbar in meiner SuW-Arbeit aus 1994 (Die Struktur
> des Greg.  Kal., anhand der Schwankungen des Osterdatums entschluesselt), Heft
> 3, Seite 194, sowie in der neuesten Arbeit aus diesem Jahr (Die Struktur des
> Greg. Kal., anhand einer Verallgemeinerung der Gauss'schen Osterformel
> dargestellt), Heft 4, Seite 326. In der zuletzt genannten Arbeit findet man
> auch bequeme Formeln zur Berechnung der Ostervollmonde, julianisch wie
> gregorianisch.
> 
> Die synodische Umlaufzeit des realen Mondes betraegt 29,530588 Tage; der
> diesjaehrige reale Vollmond fiel auf den 11. April nach MEZ bzw. auf den 12.
> April nach MESZ. Man sieht daraus, mit welch' erstaunlicher Praezision das
> gregorianisch-zyklische Rechnen erfogt. Nichts desto trotz will es der
> Weltkirchenrat im Jahre 2001 abgeschafft wissen! Es sei mir hier der Hinweis
> auf einen entsprechenden "Aufschrei" um neuesten Heft (Nr. 5) von SuW
> gestattet: "Foerderung der Kircheneinheit durch Kulturzerstoerung?". Jedoch
> mit Schreien ist es nicht getan. Wir werden zeigen, welche Nuecken und Tuecken
> sich beim Wechsel vom zyklischen zum Ephemeridenrechnen auftun. Das ist dem
> Weltkirchenrat wohl noch nicht richtig bewusst. Am Ende steht man mit drei
> Osterterminen da:  dem julianischen, dem gregorianischen und dem
> weltkirchenraetlichen Ostertermin.
> 
> Herzliche Gruesse sendet Ihnen
> 
> Heiner Lichtenberg

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