On Wed, 07 Apr 1999 you wrote:
> On Tue, 6 Apr 1999, Walter Ulmke wrote:
> > Mir gef�llt Linux ganz au�erordentlich, weil es super ist,
> > weil es "Unix" ist, und weil es die letzte Chance
> > darstellt, Unix anstatt Windows durchzusetzen.
>
> Nein, es ist die Variante, die in letzter Zeit den heftigsten
> Hype erfahren hat :( Es gibt noch andere, sieh Dir z.B.
> www.freebsd.org an und bei beruflichem (also ernsthaftem :)
> Interesse auch die FreeBSD Mall.
freeBSD ist auch sehr gut, aber ich will nur Linux
unterst�tzen, weil nur Linux die kritische Masse erreichen
wird um Portierungen auszul�sen
>
> > ABER - ist Linux gut genug, um auf meinen Firmenservern zu
> > laufen? Ich muss mich in den n�chsten Wochen entscheiden.
>
> Mindestens so gut wie alle anderen. Du hast die
> Literaturstellen aus dem Archiv bei SuSE geholt mit
> den konkreten Zahlenvergleichen, Kostenrechnungen und
> Projektabrechnungen? Da war nicht nur Polemik dabei in den
> Diskussionen, die BTW hier immer wieder mal hochkommen.
>
> > Ich will nur ein paar Punkte erw�hnen, die mich an
> > Linux st�ren:
> >
> > f�r meine grossen APC Notstromversorgungen gibt es
> > anscheinend keine Software - zumindest gibt es nach meinen
> > Kenntnissen kein Port von Powerchute plus.
>
> Meinst Du das ernst? Der apcupsd kann sehr wohl mit "dummen"
> und "smarten" UPSen umgehen, solange sie einen V.24-Anschluss
> haben oder man eine kleine eigene Schaltung bastelt. Und die
<snip>
ich hoffe auch, dass ich es unter iBCS zum Laufen kriege,
habe aber noch keine Erfahrung damit. Problem ist immer die
Zeit bei mir. Fertige Portierungen kann man i.d.R. schnell
zum Laufen bekommen.
>
> > wir benutzen Informix Online. Datenreplikation gibt es
> > (noch) nicht f�r Linux.
>
> Was ist mit den anderen "Grossen" der Branche? Zwingen die
> Informix, auch diesen Teil in sehr naher Zukunft anzubieten? :>
>
damit rechne ich fest, aber ich muss grundlegende
Entscheidungen in den n�chsten 2-3 Wochen treffen. Auf
Oracle umsteigen ist keine Option - wir haben ein
Softwarepaket geschrieben, dessen Aufwand etwa 1 Mannjahr
darstellt.
> > Zugangskontrolle: unter SCO UNix kann ich festlegen, dass
> > jeder Nutzer beim Anmelden nur 2 Fehlversuche hat - danach
> > ist das Konto gesperrt. Ich kann sogar die Anzahl der
> > Login-Versuche auf Terminalebene begrenzen. Mit der
> > Shadow-Suite kann man einiges machen, aber so etwas nicht.
> > Das halte ich f�r sehr wichtig im Interesse der
> > Systemsicherheit.
>
> Laesst sich das mit PAM regeln (plugins steuern die
> Zulaessigkeit einer Anmeldung und werden klassifiert nach
> "notwendig" und "hinreichend", man kann die Plugins stapeln
> oder ketten)? Gibt Dir der Login-Mechanismus vom FreeBSD
> (Login-Klassen mit feingradiger Rechtvergabe) die noetigen
> Freiheiten?
>
Ich habe mal redHat 5.1 gekauft und PAM untersucht, aber
keine M�glichkeit gefunden, die Anzahl der logins zu
begrenzen. Eines der besten Schutze gegen Einringliche ist
doch, dass er nach 2-3 Fehlversuchen ausgesperrt wird, und
nicht ad infinitum passw�rter durchprobieren kann.
> > F�r manche exotische, anspruchsvolle teure Hardware gibt es
> > keine Treiber, so z.B. nicht f�r unser Digi EPC/X System.
>
> Werden die Digi PC/X nicht unterstuetzt? Ist die EPC so viel
> anders? IIRC ist Digi selbst an der Unterstuetzung ihrer
> Hardware interessiert. Hilft der Web-Server www.dgii.com
> (sp?) weiter? Ich weiss nur, dass das NICHT digi hiess.
> Die treiberdisketten sollten eine aktuelle Referenz haben.
> Die Plaette der beigelegten Treiber macht mich jedenfalls
> optimistisch. Sogar QNX lief damit.
C/X wird unterst�tzt, EPC/X nicht. Ganz definitiv
C/X = 1,2 mB TRansferrate zwischen Hostadapter und
Konzentrator, EPC/X = 20 mB. Man kann also mehr Terminals,
Modems usw. gleichzeitig anschliessen mit hohen Datenraten
- alle Terminals und Modems laufen bei mir mit 115200 Baud.
Evtl. kann ich nach der Umstellung mit dem C/X System leben.
>
> Und dann: IIRC ging es dabei um "endlos" lange serielle
> Leitungen und 16fach Anschluesse. Laesst sich das mit einem
> billigen Rechner, Ethernet und 2 (billigeren?) 8fach Karten
> und 2m-Kabeln erschlagen?
nein. Rechner ist im Obergeschoss, B�ros unten. Dann m�sste
ich Leitungen zu allen Terminals nach unten ziehen. Server
ins B�ro? NEIN. Server stehen in einem abgeschlossenen
Raum, zum dem nur 2 Personen Zugang haben.
>Was mich schon immer interessiert
> hat: Wer braucht ueberhaupt so viele serielle Leitungen?
terminals, modems, gesteuerte Hubs, Router, sogar unsere
Telefonanlage werden �ber serielle Leitungen angesprochen
und konfiguriert. Zugegebn, Hubs und Router gingen auch
�ber Telnet.
> > Wir wissen alle, in einem Jahr sieht alles anders aus - das
> > gibt es wahrscheinlich die Datenreplikation usw. Ich muss
> > mich aber in 2-3 Wochen entscheiden, ob ich die Server
> > exklusiv unter SCO Unix laufen lasse, oder (hoffentlich nur
> > vor�bergehend) eine Doppelserverstrategie fahre - Datenbank
> > auf einem Server mit SCO, alles andere auf einem 2. Server
> > mit Linux.
>
> Ist der Datenbank-Server nicht ohnehin derart wichtig, dass er
> "nur" dafuer da ist? Dann kann er doch sein System behalten.
> Und niemand hindert Dich, Linux fuer die Aufgaben einzusetzen
> die es sofort erfuellen kann. Einen Kommunikationsrechner
> wuerde ich ohnehin nicht mit File- oder Druckserver-Aufgaben
> belaestigen.
>
Mit guter Zugangskontrolle w�rde ich nicht mehr z�gern, und
auch dieses Topic nicht angeregt haben. Bald, sehr bald
wird es alles, auch die Datenreplikation geben, daran
zweifele ich nicht. Die CEBIT war doch fast eine
Linux-Messe!!
Wahrscheinlich lasse ich SCO Unix als Datenbankserver und
packe den Rest auf einen separaten Linux Server. Ich z�gere
noch weil ich auch eine Fa. in D habe, also alles doppelt
kostet. 2 zus�tzliche Server = 15.000,-- bis 20.000,-- DM.
Ausserdem sind 2 Server schwieriger aus der Ferne zu
verwalten als einer.
Herzlichen Dank f�r Dein Input!
--
Regards, Walter Ulmke
Bay Enterprises, St. Margarets Bay, Dover, UK
Tel. ++44/1304/853700 Fax. ++44/1304/853711
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