hi (für alle, die am vereinstreffen anwesend waren: ich war der gast).
ich möchte als erstes voraus schicken, daß mir die problematik mit imports bewußt ist, ich mir auch das video von letztem jahr vollständig angesehen habe und auch die argumente in bezug auf das community-buildung aufgrund meiner erfahrung in der FOSS-entwicklung sehr gut nachvollziehen kann. ich bin allerdings mit dem (publiziertem bzw von mir so verstandenem) schluß nicht einverstanden, daß imports per se eine schlechte sache sind (man könnte darüber streiten, ob das wirklich der .at-community- konsens ist, aber diverse flames auf dieser ml zu mails, die "imports" nur am rande erwähnen, legen dies schon nahe ;). mMn sind schon bestehende datenbanken eine ausgezeichnete möglichkeit osm zu erweitern, allerdings unter der voraussetzung, daß die daten im detail verifiziert werden. aus diesem punkt ergibt sich dann auch automatisch, das eine ausreichende community vorhanden sein muß, um das umzusetzen. allerdings muß diese community nicht notwendigerweise dem entsprechen, was "echte" mapper als solche sehen würden. ähnlich wie in der open source szene, braucht es nicht nur die alteingesessenen hardcore geeks, sondern projekte können auch sehr von menschen mit anderen interessen profitieren, wenn sie diese richtig einbinden. damit kommen wir zu einem weiteren punkt, den ich ansprechen will. osm editieren ist nicht einfach. mal abgesehen von gui-unzulänglichkeiten der verschiedenen editoren, muß man sehr viel zeit in das richtige tagging und überhaupt wissensbeschaffung im vorfeld investieren, um wirklich positiv beizutragen. ich möchte helfen, beides (integration von fremddaten und community erweiterung) in eine positive richtung zu entwickeln. meine idee ist eine android app, mit der (fast) ein jeder verschiedene fremddaten verifizieren und berichtigen kann. diese datenpunkte können dann mit den bestandsdaten in osm abgeglichen oder importiert werden, falls sie noch nicht vorhanden sind. das interface soll ähnlich der live map von c:geo sein (eine, nein *die* geocaching app für android): im hintergrund befindet sich eine karte auf der überlagert datenpunkte anklickbar dargestellt werden (vgl screenshot [1]). wenn man einen dieser punkte anklickt, gibt es die möglichkeit die verschiedenen attribute zu verifizieren, zu korrigieren, einen freitext als kommentar hinzuzufügen und das ganze dann zu publizieren. was damit dann genau passiert, ist davon abhängig, wieviel hilfe ich bekomme. grundsätzlich wäre es optimal aus den daten upload-fähige changesets zu generieren, die dann nur mehr von einem "richtigen" mapper gecheckt und upgeloadet werden müssen. denkbar wäre dabei natürlich auch, daß einzelne datenpunkte mehrfach verifiziert werden müssen und dann automatisch upgeloadet werden, sofern keine bestandsdaten betroffen sind (nicht ganz einfach fest zu stellen). in einer ersten version könnten die ergebnisse auch einfach als text mail verschickt werden. der große vorteil liegt darin, daß man nicht selbst vor ort sein muß und das verifizieren der realität crowdsourcen kann und, daß man genau weiß, wo man nach neuen daten suchen muß. damit könnte man nicht nur weniger technikaffine menschen ansprechen und ihnen helfen beizutragen, sondern auch "echten" mappern denkanstöße geben, wo es sich lohnt mal genauer hin zu sehen. ich wollte mich als erstes auf die fahrradstellanlagen[2] konzentrieren, allerdings gibts da ein kleines problem[3]. dh momentan wären "nur" die koordinaten verifizierbar, da sonst keine daten vorhanden sind (adresse ist mMn uninteressant). das hätte man allerdings mit einer "finde mir einen (rad)parkplatz"-app verbinden können, was marketing-mäßig interessant gewesen wäre... alternativ könnte ich mir vorstellen eine auswahl der typen der "donauinsel" daten[4] zu bearbeiten. zu denen hab ich persönlich einen bezug, da ich vor 2 jahren die schwimmpontons der neuen donau in osm eingezeichnet habe :) WC-Anlagen, spielplätze wären auch noch alternativen (bzw erweiterungsmöglichkeiten) und ich bin sicher es gibt noch mehr, mal abgesehen von nationalen und internationelen OGD-beständen... momentan arbeite ich an der prototypen-android app (meine erste). kartendarstellung (offline mapsforge .map aus .osm generiert, tiles download von osm und ocm) funktioniert bereits, aber das ist ja nur der anfang... wo ich auf jeden fall hilfe brauchen könnte: - was sind eure erfahrungen mit den OGD wien daten im allgemeinen? - sind alle datenformate gleichwertig? ich neige dazu, die csv files zu parsen, statt den komplexeren formaten. für so einfache datensätze wie bei den fahrradabstellplätzen ist das sicher gut genug, aber bei anderen vl nicht. - bei ideen und der umsetzung der weiterverarbeitung der gesammelten daten. eine zentrale datenbank mit einem webfrontend oder einem josm plugin, wäre mein wunschtraum :) - falls android veteranen unter euch sind, können die am client sicher auch helfen. was hält ihr grundsätzlich von der idee? wer will und kann wie helfen? [1]: http://cgeo.org/content/images/screenshots/s6.png [2]: http://data.wien.gv.at/katalog/fahrradabstellanlagen.html [3]: https://www.wien.gv.at/m53forum/showthread.php?t=65 [4]: http://data.wien.gv.at/katalog/donauinsel.html PS: mit "echte" mapper verstehe ich die menschen, die sich schon seit langem in osm einbringen und mit hilfe ihrer eigenen gps traces an der datenbank gebastelt haben, welche das einbinden fremder daten aber eher grundsätzlich ablehnen. das sollte bitte nicht abwertend verstanden werden. -- Kind regards/Mit freundlichen Grüßen, Stefan Tauner _______________________________________________ Talk-at mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-at
