Hi,

On 07/19/2012 09:38 AM, Boris Cornet wrote:
Hätte die OSMF eine offene Informationspolitik betrieben, wäre das
remapping wohl auch besser in Gang gekommen. Aber nachdem sogar
Insider wie Frederik nur Mutmaßungen äussern konnten,

Es stimmt zwar, dass die OSMF keine Informationen herausgegeben hat; aber es ist falsch, dies auf eine "Informationspolitik" zurueckzufuehren (das wuerde ja heissen: sie HATTEN die Infos und haben bloss nichts gesagt).

Lange Zeit (seit September letzten Jahres oder so) war ja das einzige, was die OSMF hatte, der Wunschtermin 1.4.; ich war mal in einer Telefonkonferenz dabei, in der mir Mitglieder des OSMF-Vorstandes erzaehlt haben, dass die Welt untergeht, wenn wir den Termin nicht schaffen, so wichtig war denen ihre eigene Zielvorgabe.

Irgendwann ist ihnen dann klargeworden, dass das so alles nichts wird, und am Ende wurde sogar ein Programmierer bezahlt, um den Bot endlich fertigzumachen. Geheim gehalten wurde da nichts - es gab einfach nichts zum Geheimhalten ;)

Der Code fuer den Bot ist sogar oeffentlich entwickelt worden, jeder konnte zusehen und auch mitmachen. (Siehe auch das Archiv der Rebuild-Liste: http://lists.openstreetmap.org/pipermail/rebuild/.) Aber es liegt halt auch nicht jedem, eine Rails-Testumgebung aufzusetzen und zu schauen, was jetzt genau passiert.

Ich bin offen gesagt der Meinung, dass eine Rebellion gegen die
Foundation geben sollte, da sie sich offenbar nicht als die Vertreter
der Community fühlen, sondern als sich selbstherrlich über sie
hinwegsetzen, zum Schaden aller.

Die unbewiesenen Behauptungen in diesem Absatz sind (1) dass die OSMF sich ueber die Community hinwegsetze und (2) dass dies zum Schaden aller sei ;)

Es gibt aber eventuell was besseres als eine "Rebellion". Im September laeuft, soweit ich weiss, die Amtszeit der zwei am laengsten dienenden OSMF-Vorstandsmitglieder aus (Steve und Henk), ausserdem hat Mikel erklaert, freiwillig aus dem Amt scheiden zu wollen. Es gibt also vermutlich drei Posten zu besetzen, und je nachdem, wen wir da waehlen, koennte das schon einen deutlichen Einfluss darauf haben, wie die OSMF arbeitet.

Auch wenn das ein bisschen absurd klingt, so waere das jetzt also ein guter Zeitpunkt fuer jene, die mit der Arbeit der OSMF unzufrieden sind, in die OSMF einzutreten (http://www.osmfoundation.org/wiki/Join, kostet 15 Pfund im Jahr, verlaengert sich nicht mal automatisch, d.h. es ist nicht mal ein laestiges Abo, das man kuendigen muss). Wer jetzt eintritt, kann im Sommer ueber die Zusammensetzung des Vorstands mitentscheiden.

Eine weitere Moeglichkeit, der OSMF Paroli zu bieten, sind starke nationale OSM-Organisationen. In Deutschland haben wir ja den FOSSGIS e.V.; urspruenglich war mal geplant, dass der als OSM-"Local Chapter" fuer DACH fungieren soll. Mittlerweile haben Oesterreich und die Schweiz ja eigene Organisationen aufgesetzt; es ist eine Zukunft denkbar, in der viel mehr in OSM von den nationalen Organisationen gemacht und entschieden wird, bis hin sogar zu einer verteilten Datenbank, die dann nicht mehr nur in London liegt, oder Stimmrechten nationaler Organisationen in der OSMF oder sonst irgendwas. In Deutschland hatten wir dazu ein bisschen Diskussion, die hier nachlesbar ist:

https://lists.openstreetmap.de/pipermail/localchapter/

Das Fazit war fuer uns allerdings, dass niemand willens und in der Lage ist, einen Finger zu ruehren, und letztendlich alle einigermassen froh sind, dass sie sich um nichts kuemmern muessen. Sowas baut sich halt auch nicht von selber auf.

Bye
Frederik

--
Frederik Ramm  ##  eMail [email protected]  ##  N49°00'09" E008°23'33"



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