Hallo,

Am 13. April 2013 01:18 schrieb Soldier Boy <[email protected]>:

Grenzen wirken sehr ungenau. Sollte man mal checken was die echten Grenzen sind. Denke aber die Daten sind auch eher nutzlos.
es handelt sich dabei um generalisierte Daten für den Maßstab 1:200.000, die für uns ziemlich unbrauchbar sind, siehe dazu auch die unten zitierten Mails. 
 
Wie dort auch zu lesen ist, war der Grund, warum ich mich überhaupt für die Daten interessiert habe, diese Gemeindegrenze zw. Münchendorf und Velm:
http://www.openstreetmap.org/?lat=48.03395&lon=16.41704&zoom=16&layers=M
Nachdem ich den genauen Grenzverlauf nicht kenne, aber zumindest weiß, dass der Dürrsee komplett auf Münchendorfer und die Kienerseen auf Velmer Gebiet liegen sollten, soll ich zumindest das einmal irgendwie hinschätzen, was dann wohl immer noch eher korrekt ist, als die jetzige Grenze? Ich vermute, dass es beim Seedörfl an der Grenze zu Laxenburg ähnlich sein wird.

 
LG
  Andreas



 
Am 17.04.2013 07:32, schrieb Andreas Wecer:
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich würde gerne wissen, wie oft die von Ihnen angebotenen Daten zu den
Verwaltungsgrenzen
(http://data.noe.gv.at/Land-Zukunft/Open-Government-Data/Geographie-und-Planung/Verwaltungsgrenzen_politische_Gemeinden.html)
aktualisiert werden? Konkret interessiert mich die Gemeinde- und
Bezirksgrenze zw. Münchendorf und Velm, die ich gerne in Openstreetmap
aktualisieren würde:

http://www.openstreetmap.org/?lat=48.03395&lon=16.41704&zoom=16&layers=M

Laut Münchendorfer Chronik müsste sich hier der Grenzverlauf 2007
geändert haben, sodass die Grenze nicht mehr durch den Dürrsee verläuft,
sondern dieser komplett auf Münchendorfer Gebiet liegt, was in dem von
Ihnen angebotenen Shapefile allerdings noch nicht der Fall ist.

Vielen Dank
  Andreas Wecer

Am 18.04.2013 15:56, schrieb GIS-Support (BD3):

Sehr geehrter Herr Wecer,

 

Wie in den Metainformationen zu diesem Datensatz ersichtlich wurden diese Gemeindegrenzpolygone 2005 erstmalig erstellt und werden in den darauffolgenden Jahren "bei Bedarf" aktualisiert.

 

VORSICHT: Ebenfalls ersichtlich ist, dass es sich hierbei um auf den Maßstab 1:200.000  !!!GENERALISIERTE!!! Polygone handelt. D.h. diese wurden von Ihrer Stützpunktanzahl derart vereinfacht, dass sie für Karten im Maßstab 1:200.000 (etwa Niederösterreichübersichten im Papierformat A0) geeignet sind. Würde man in solchen Kartenmaßstäben die exakten Grenzverläufe verwenden, wäre das Darstellungsergebnis nicht zufriedenstellend, deshalb ist es für kartografisch hochwertige Produkte notwendig zu generalisieren.

 

Da wir die Urheberschaft für diesen generalisierten Datensatz halten ist es uns möglich diese im Rahmen von OGD zur freien Verwendung anzubieten. Allerdings bezweifle ich, dass die Openstreetmap Community daran interessiert ist, generalisierte Grenzverläufe in Ihrer Plattform vorzuhalten, da dies für Webkartendienste in der Regel nicht sinnvoll ist.

 

Die Urheberschaft für katasterscharfe Verwaltungsgrenzen liegt bei den österreichischen Vermessungsämtern, bzw. in weiterer Folge beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, da diese Grenzverläufe in der Regel direkt aus dem Grundstückskataster abgeleitet wird.

 

Um Ihnen den Unterschied zu verdeutlichen kann ich Ihnen folgenden Screenshot beilegen auf dem Sie die Grundstücksparzellen des fraglichen Ausschnitts in Münchendorf sehen können. Die rote Linie zeigt dabei den katasterscharfen Grenzverlauf der Gemeindegrenze, während unser Generalisierungsalgorithmus diese „Schikane“ geradlinig durchläuft (schwarze Linie). Der Informationsgehalt im Maßstab 1:200.00 wird durch diese Vereinfachung eben nicht oder kaum beeinflusst, das Darstellungsergebnis aber entsprechend verbessert.

Ich würde also dringend davon abraten die generalisierten Gemeindegrenzen generell in OpenStreetMap einzuarbeiten.

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