On 17.05.2016 23:16, Frederik Ramm wrote: > Also wenn ich für Nominatim zuständig wäre und Du mir so kämst - und > dann noch nicht mal mit der Bereitschaft, es selber zu machen
Woraus schließt du das? Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich dazu nicht bereit bin? Was klar ist: Um so was zu machen, braucht man Ressourcen: Hardware, Internetverbindung und Zeit. Keiner kann so was mal nebenbei am Privat-PC machen. Mit meinem monatlichen 7GB-Downloadlimit würde ich schon am Download des planet-Files scheitern. > Wer gut mit Menschen kann, kann mit den Nominatim-Machern (derzeit vor > allem lonvia) den Dialog suchen und sie eventuell sogar überzeugen, das > Verhalten von Nominatim anzupassen. Wer gut mit Menschen kann, ist in technischen Fragen kein Idealist. Ein Idealist wiederum kann sich gegenüber Mitmenschen nicht durchsetzen. Das Ergebis ist das selbe, nämlich keine technische Verbesserung. Die erreicht man nur, indem man entweder selber am Hebel sitzt oder andere Menschen umgeht. Siehe Tagging-Proposals: Ein Proposal hat bessere Chancen auf Erfolg, wenn man es nie zur Abstimmung bringt, und noch leichter lassen sich Tags einführen, wenn man gar kein Proposal schreibt, sondern ein Template für einen Editor. Auch meine Verbesserungsvorschläge für Carto, z.B. ein Bergwerk-Icon, wurden alle ignoriert. Kann natürlich sein, dass Lonvia ganz anders als andere Entwickler ist, aber in ihrem seinerzeitigen Nominatim-Vortrag auf Youtube hab ich kein Interesse an anderen Ideen vernommen, und die Nominatim-FAQ wehrt andere Ansichten sogar ausdrücklich ab: "Before reporting any issues, read this FAQ carefully to check that you are not reporting a known problem." und Punkt 6 sagt, dass die addr:* Tags dazu zählen - also keine Diskussion erwünscht. > Zum Thema "Performance" scheinst Du nur ans Importieren/Updaten zu > denken, aber auch die Abfragegeschwindigkeit spielt eine Rolle. Und ein > weltweiter Nominatim-Import dauert derzeit selbst bei idealer Hardware 2 > Tage, auf einem Wald-und-Wiesen-Server eher eine Woche. Für dein "es > reicht ja einmal im Monat ein Update"-Szenario würde der Server also > einmal im Monat für eine Woche lahmgelegt (bzw. deutlich langsamer), > oder man bräuchte zwei Server. Zwei Server (oder noch mehr) sind eine gute Idee, ein Pipelining-Konzept. Aber heute im Zeitalter von Clustering und Virtualisierung verschwimmen soundso die Grenzen zwischen einzelnen Servern. Das passt zur klassischen Aufwandsbewertung, nach der ein konstanter Faktor ignorierbar ist, zumindest in der Theorie. In der Praxis spielt es schon eine Rolle, ob ein Script 1 Tag läuft oder 2. Ich bin mir sicher, dass sich in jedem Fall noch was optimieren lässt, das ist halt was, wo man herumtüfteln muss, aber erst mal braucht man klare Ziele, und so ein Ziel sehe ich z.B. darin, addr:* Tags und Routennamen auszuwerten. -- Friedrich K. Volkmann http://www.volki.at/ Adr.: Davidgasse 76-80/14/10, 1100 Wien, Austria _______________________________________________ Talk-at mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-at
