Hallo Frank, > Sicherlich ist die Masse derjenigen, die das Datenmaterial zusammentragen, > in erster Linie nur daran interessiert, ad-hoc ihre "eigenen" Karten rendern > und frei verwenden zu können.
Das stimmt; [...] > Wenn es also überhaupt gehen könnte, auch solche ehrgeizigen Ziele > irgendwann einmal zu erreichen, dann meines Erachtens nur auf die Weise, > dass man eben doch ein paar mehr verbindliche Standards (auch und gerade, > was die Tag-Bezeichnungen betrifft) für die Datenauszeichnung festlegt - ich > weiß, ich weiß, derzeit ebenfalls noch absolut nicht mehrheitsfähig ... Ulkigerweise wuerde der Grossteil der Leute da gar nicht aufschreien. Die Mapper waeren zu 99% gluecklich, wenn man ihnen einen Katalog vorsetzen wuerde und sagen wuerde: So wird gemappt. Die wollen gar nicht ihre eigenen Sachen erfinden und die Freiheit des Modells nutzen; deren Spass ist dann am groessten, wenn sie irgendwas korrekt mappen koennen und es fuer alles, was sie eingeben wollen, auch passende Tags gibt. Irgendwelche Vorschriften wuerden die gar nicht stoeren, die waeren meist sogar froh darueber. > Und falls dies alles nichts nützt, weil zu viele Querdenker wie ich alles > wieder ganz anders machen würden als ich: Was spräche denn gegen die > Initiierung eines Unterprojektes, das sich zum Zwecke verbesserter > Erfassungssoftware dieser Aufgabe der verbindlichen Standardisierung (und > evtl. auch der schrittweisen sinnvollen Erweiterung des Datenmodells - > natürlich unter Erhaltung der Abwärtskompatibilität) verschreibt? Der Knackpunkt ist nicht ein gutes Ordnungssystem fuer Tags. (Ich glaube, da wird Andy Robinson auf der SOTM-Konferenz irgendwelche Vorschlaege machen, die da in Richtung einer besseren Standardisierung gehen.) Der Knackpunkt ist (in meinen Augen) ein erweitertes Datenmodell, das im einfachsten Fall dem, was wir haben, generische Objekte und Relationen hinzufuegt (so dass man z.B. sagen kann: Es gibt ein Objekt "Autobahnkreuz Breitscheid" und die folgenden Strassenstuecke gehoeren da alle dazu). Im Bestfall wird das Datenmodell komplett umgestellt, z.B. auf etwas GDF-artiges (siehe unser Wiki). Eine Abwaertskompatibilitaet wird in beiden Faellen nicht existieren, allenfalls eine Konvertierbarkeit von Daten. Wenn ich mehr Zeit haette, dann wuerde ich so ein neues Datenmodell einfach mal fertig entwickeln, einen Server dafuer aufsetzen, alle existierenden Daten einlesen und einen oder zwei der existierenden Renderer und Editoren darauf anpassen und dann sagen: Schaut her, so koennte man das machen, und seht, was ich alles gutes damit kann. (Man muss ja schon immer den praktischen Nutzen von den coolen Aenderungen demonstrieren, die man macht.) Selbst wenn die resultierende Software nicht sofort fuer OSM uebernommen wuerde, so koennte man sie durchaus als die bessere Alternative am "Markt" platzieren - es wird immer genug Leute geben, die die OSM-Daten importieren und irgendwas damit machen wollen, und wenn unsere Software besser mit OSM-Daten umgehen kann als OSM selbst... Dass ich diese Zeit nicht habe (und auch nicht den Kampfgeist, der noetig waere, die Sache am Ende dann auch durchzudruecken), haelt mich derzeit davon ab, viel Gehirnschmalz zu investieren - weil ich weiss, dass es ohne eine Vorzeige-Implementation alles keinen Sinn hat. Ich hatte mal angefangen, ein neues Datenmodell zu entwickeln (Paper dazu auf Englisch: http://www.remote.org/frederik/tmp/towards-a-new-data-model-for-osm.pdf). Vielleicht kriegen wir ja mal ein Team zusammen, das sich die Aufgaben teilen kann, und gehen das gemeinsam an. Aber wie gesagt, ein einheitliches System fuer Tags ist das kleinste Problem, glaube ich. Bye Frederik -- Frederik Ramm ## eMail [EMAIL PROTECTED] ## N49°00.09' E008°23.33' _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

