Hallo, > A: Ist es gewollt, dass die Straßenklasse eine Information über > die Qualität der Straße enthält, wobei die mögliche Reisezeit > (ohne Stau, etc.) das entscheidende Kriterium ist?
Die Antwort ist sicherlich kein uneingeschraenktes "ja", das waere eine in meinen Augen voellig unzulaessige Verallgemeinerung, die das gesamte Projekt zu einem "wir machen eine Strassennetzkarte fuer Auto- Routing" reduzieren wuerde. Fuer viele Benutzer der Karte ist es vermutlich voellig irrelevant, welche Qualitaet die Karte fuer ein auf ihr fahrendes Kraftfahrzeug hat. Es ist sogar so: Leute, die sich fuer die Qualitaet von Strassen fuer Kraftfahrzeuge interessieren, finden bereits viele Daten am Markt - nicht freie, aber ordentliche. > Um zu entscheiden, was brauchbare Resultate sind, muss ich schon > definieren, zu was ich das Ding überhaupt verwenden will. Das Problem ist halt, dass "brauchbar" und "zu was ich... verwenden will" extrem subjektiv sind; was Du brauchbar findest und was nicht, sollte nicht unbedingt massgeblich dafuer sein, was insgesamt fuer Information aufgenommen wird und was nicht. Mit dem gleichen Recht wie Du hier von Vorfahrtsregeln sprichst, koennte auch ein Rollstuhlfahrer postulieren, dass wir bundesweit die Strassenklassen A, B und C einfuehren, mit A=gut fuer Rollstuhlfahrer geeignet, B=nur mit Muehe befahrbar, C=ungeeignet. Nur dies waeren fuer ihn "brauchbare Resultate"... > Relativ oder absolut? Manche Dinge sind absolut falsch oder > richtig und da kann man nix daran drehen, weil sie z.B. gesetzlich > geregelt sind, z.B. bei Autobahnen. Dann aber bitte mit dem Tag "strasse=autobahn" und nicht "highway=motorway", denn auch ohne die Gesetzestexte genau zu kennen, bin ich sicher, dass ein englischer "Motorway" in vielen Faellen doch anders geregelt ist als eine deutsche "Autobahn"... ;-) > Wenn das Ziel eine nutzbare Straßenkarte sein soll, Das ist mit Sicherheit *ein*, aber nicht *das* Ziel - nicht einmal das vorrangige, wuerde ich sagen. Ausserdem muss zu "nutzbar" auch noch hin, fuer wen sie nutzbar sein soll; Radfahrer zum Beispiel verlieren mehr Zeit, wenn ein Huegel nicht eingezeichnet ist, als wenn eine Strasse mal einige Kilometer keine Ueberholmoeglichkeit bietet... und: Karten fuer Autofahrer gibt es wie Sand am Meer. > Man kann ja viel machen, aber wer schon mal einen Filter für > OSM geschrieben hat, der wird das zwangsläufig etwas anders sehen. Nein, die Aussage ist in dieser Allgemeinheit falsch, ich bin ein Gegenbeispiel. Wenn irgendwer irgendwo eigene OSM-Tags verwenden will, dann kann er ja auch die Software, die damit umgeht, anpassen. Im Falle von Routingsoftware wird das sowieso notwendig sein, denn wenn es irgendwo so spezielle Regeln gibt, dass es opportun erscheint, das primary/secondary/...-Konzept ueber den Haufen zu werfen, dann werden die Annahmen, die die Software ueber diese Strassenarten trifft, schon dreimal nicht passen. > Ich möchte mal den sehen, der seine SW im Wochenrythmus umschreibt, > nur weil jemand was am Wiki gedreht hat und alles auf den Kopf > stellt. Das wuerde ich vermutlich auch nicht machen - aber das koennen ja diejenigen machen, die die Aenderungen durchfuehren. Wir brauchen auch nicht wirklich eine Software fuer den ganzen Globus. Man faehrt eh nich von hier nach Mexico mit dem Auto ;-) Bye Frederik -- Frederik Ramm ## eMail [EMAIL PROTECTED] ## N49°00.09' E008°23.33' _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

