> Ich halte Routing fuer eine interessante Sache, aber insgesamt fuer > kein zentrales Thema bei OSM.
Dann kann man gleich GIS machen. Routing ist neben Echtzeitrendern die spannenste Sache an Vektorkarten. > (Was ich auch mal gern machen wuerde: Routing auf Eisenbahnstrecken. Solange die Knoten sauber verbunden sind, geht das auch mit den vorhandenen Daten. Da ich derzeit noch die Eisenbahn im Graphen drin habe, switcht der munter zwischen Strasse und Schienen hin und her *g*. Muss ich mal einen eigenen Graphen dafür nehmen. Fahrpläne sind dann noch ein anderes Thema. > Das muesste ja eigentlich noch einfacher gehen, weil es noch staerker > reglementiert ist. Stimmt genau. > Aber gerade sind viele Dinge dann wieder > ueberhaupt nicht geeignet modelliert - weil der mappende Laie eben > u.U. gar nicht weiss, welche Gleise prinzipiell fuer welche Art von > Zugbewegungen zur Verfuegung stehen...) Anderes Problem: Der nutzende Laie muss sich an den Fahrplan halten, unabhängig von dem was technisch möglich wäre - wer hat schon seinen eigenen Zug ;) > Standards werden nicht erfunden, die bilden sich heraus; nicht selten > auch aus technischen Beschraenkungen heraus. Das meiste, was wir > heute "Standard" nennen, sind Karten fuer motorisierten > Individualverkehr. Standards entwickeln sich und der motorisierte Verkehr steht im Zentrum und wird es weiter tun. Warum? Weil er gut modellierbar ist, sich viele dafür interessieren und weil das primäre Verkehrsnetz ein Autonetz ist. > Ich bin nicht der Ansicht, dass OSM in der Hauptsache dazu da ist, > existierende Software mit Daten zu versorgen... Frage, wozu sonst? OSM ist eine freie Datensammlung und der Vorteil gegenüber proprietären Karten ist, dass man mit der eigenen SW darauf zugreifen und sie nutzen kann. Wenn das aus irgendwelchen Gründen erschwert wird, etwa mit ständig wechelnden Datenmodellen, ist OSM faktisch nicht besser als propietäre Ansätze. Bildchen anschauen und ein paar Daten malen kann ich auch bei Google. > OSM ist fuer jeden das, was er draus macht - jeder hat bestimmte > Vorstellungen davon, was das Projekt leisten muss, um ihm Spass zu > machen. Formulierungen wie "... ist das fuer mich gestorben" > provozieren nur bissige Erwiderungen. Da hat einer das Wörtchen 'wäre' überlesen. Die Abbildung funktioniert ja und man muss eben nicht für OSM die Routingwelt neu erfinden. Man kann den üblichen Datensatz verwenden, den alle verwenden und da wird sich auch im wesentlichen wenig ändern: Straßenklasse, Tempolimit, Spuranzahl, Restriktionen etc. Die Erweiterung in Richtung Radfahrer und Fussgänger ist anspruchsvoll und interessant, schmeisst aber obiges nicht um. > Es ist doch ueberhaupt nichts dagegen einzuwenden, dass ein Team aus > Mexiko die Routingsoftware nimmt und speziell auf mexikanische > Verhaeltnisse anpasst. Ist in meinen Augen beseser, als wenn ein > deutscher Programmierer denen vorschreibt, was sie zu taggen haben, > damit seine Software damit umgehen kann. Was haste denn mit deinen Vorschriften - niemand macht hier Vorschriften. Aber die bessere SW bleibt die universal einsetzbare SW und das bessere Datenmodell das, das die Verhältnisse auf unserer ganzen Kugel abbildet. Auch wenn mir das OSM-Datenmodell in einigen Punkten nicht ganz so gefällt, ist es besser als das was du ihm hier unterschiebst. Es ist sicher flexibel genug, dass es auch in Mexiko funktioniert. Aber langsam wiederholen sich die Argumente - ich steig jetzt fürs erste aus der Diskussion aus. Grüsse Hubert -- GMX FreeMail: 1 GB Postfach, 5 E-Mail-Adressen, 10 Free SMS. Alle Infos und kostenlose Anmeldung: http://www.gmx.net/de/go/freemail _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

