> Date: Tue, 15 Apr 2008 08:42:42 +0200 > From: [EMAIL PROTECTED] (Paul Lenz) > Subject: Re: [Talk-de] Noch mehr Winkeldings > To: [email protected] > Message-ID: <[EMAIL PROTECTED]> > > Ich komme allmählich zu der Ansicht, dass das automatische > Verwandeln von beliebigen Umrissen in rechtwinklige Formen > eine Aufgabe ist, die im Bereich der Künstlichen Intelligenz > angesiedelt ist. > > > Nehmen wir z.B. ein Haus mit einem kleinen Vorbau. Ich > nummeriere mal alle Ecken im Uhrzeigersinn durch: > > > 1-------2 > | | > 8--7 4--3 > | | > 6-5 > > > Wenn ich nun einfach alle Punkte der Reihe nach durchgehe > und ihre Lage so korrigiere, dass alle Ecken rechte Winkel > bilden, dann genügt das ja gar nicht. Sondern ich muss > zusätzlich auch noch die Punkte 3, 4, 7 und 8 so ausrichten, > dass sie auf einer Linie liegen. Das Programm müsste also > die Form analysieren und entscheiden, welche Punkte den > Anschein erwecken, dass sie fluchten müssten. Diese Flucht- > linie müsste als erstes ausgerichtet werden, und die auf > ihr liegenden Punkte dürften bei weiteren Korrekturen diese > Linie nicht mehr verlassen usw... > > > So, und jetzt nehmen wir ein Haus, das rechts noch einen > weiteren Vorbau hat. Dann haben wir zwei Fluchtlinien, > deren gemeinsamer Eckpunkt überhaupt nicht mehr bewegt > werden darf... > > > Weiter mag ich gar nicht denken.
ja, es gibt unendlich Möglichkeiten, weil es auch gar nicht gegeben ist, dass alle diese Linien wirklich fluchten, vielleicht sieht es im Luftbild aus wie möglicherweise 2 Rechtecke, sind aber in Wirklichkeit 5, oder der Anbau ist leicht versetzt zum Haus, oder ein rechtwinkliger Erker sitzt 45 verdreht an der Ecke, oder, oder ... > > Ich würde sagen, wenn JOSM ein Tool hat, mit dem man > Vierecke in Rechtecke verwandeln kann, dann genügt das. > Der Anwender hat dann einfach selbst seinen Grundriss in > Vierecke aufzuteilen und eins nach dem anderen auszurichten. > > > > > Paul > Ich verweise daher nochmal auf meinen ursprünglichen Vorschlag, den Winkel BEI DER EINGABE dynamisch (d.h. während der Eingabe ein- und ausschaltbar) zu begrenzen (z.B. auf 90 Grad oder andere beliebige einstellbare Werte). Ist IMHO wesentlich einfacher umzusetzen und beim derzeitigen Stand der bereits eingegebenen Häuser noch nicht zu spät ;-). So bleibt die Interpretation / Ortskenntnis beim menschlichen Zeichner, dem die Arbeit jedoch wesentlich erleichtert wird. Wir Menschen können auf jeden Fall am Besten beurteilen, wie genau eine geometrische Form auszusehen hat. Zusätzlich wäre die ebenfalls bereits vorgeschlagene Option gut, einzelne Abschnitte als fest vorzugeben (temporär während der Manipulation) und Abzweigungen auf diesen Strecken verschieben zu können (in Richtung des Vektors des "festen" Abschnitts), ohne den Abschnitt selbst zu verschieben / die Richtung zu ändern. In diesem Zusammenhang auch nochmal der Hinweis, dass beim Anschliessen von nicht verbundenen Nodes der Algorithmus einen Fehler aufweist: er projiziert nicht den anzuschliessenden Node auf die Strecke sondern verbiegt / knickt die Strecke auf den anzuschliessenden Node. Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

