Am 07.07.2013 16:01, schrieb Eckhart Wörner: > Hallo Wolfgang, > > Am Sonntag, 7. Juli 2013, 15:33:07 schrieb Wolfgang Hinsch: >>>> Nummern, deren Bedeutung unter Verschluss ist, hätten >>>> in OSM nichts zu suchen, weil dann der Titel "!!!Freie!!! Datenbank" >>>> keine Berechtigung mehr hätte. >>> >>> Aua! >> >> Warum Aua? > > Weil die Aussage auf so vielen Ebenen falsch ist, dass es einfach nur weh tut. > > Erstens ist OSM keine freie Datenbank, sondern eine freie *Geo*datenbank, > d.h. es gibt zwangsläufig Daten, > die außerhalb von OSM liegen müssen (auch wenn es genug Leute gibt, die das > nicht einsehen). > Dazu braucht es aber Möglichkeiten, Daten innerhalb von OSM zu adressieren. Was jetzt alles unter "Geo"-Datenbank fällt und was nicht mehr, ist die spannende Frage hier - aber die will ich gar nicht adressieren. Dass es solche Möglichkeiten geben sollte, da stimme ich dir zu. Ob dies durch das Eintragen von Fremdschlüsseln in OSM (wie hier und in einigen anderen Fällen) geschehen sollte, ist wieder unabhängig davon diskutierbar.
Aber: Wenn der Fremdschlüssel als Information selbst nicht frei ist - und das ist die Annahme von Wolfgang, die er hier zurecht äußert, dann darf sie - unabhängig davon, welchen Umfang OSM hat oder haben sollte - nicht in OSM eingefügt werden. > Zweitens ist es nicht das Ziel von OSM, die Verknüpfung mit Daten in > geschlossenen Fremdsystemen zu verbieten, im Gegenteil: > die ODbL ist extra so geschrieben, um solche Nutzungen zu ermöglichen. Richtig, aber das kann und darf nicht die Nutzung von OSM einschränken. Gesetzt den Fall, die Quelldatenbank dieser IDs wäre nicht frei verfügbar, und ein kopieren dieser IDs als Datenbank nicht (ODBL-kompatibel) erlaubt, dann führt das Einpflegen dieser IDs in OSM dazu, dass ein Dritter auf Treu und Glauben einen Auszug aus OSM erstellt, der die ursprüngliche ID-Tabelle dupliziert. Da diese dann ODBL-Lizensiert ist, wäre sie im Vergleich zum Original "befreit", was aber nicht Sinn des Erfinders (bzw. "Besitzers" der original-Datenbank) sein dürfte. Deshalb ist schon das Einpflegen der IDs, wenn diese nicht frei sind, zumindest extrem kritisch zu sehen und ganz genau zu überprüfen. Bis das eindeutig geklärt ist, würde ich persönlich diesen Import sogar als "vorerst verboten" bezeichnen, um jegliche Versuche guten Willens nach Möglichkeit zu hemmen. > Drittens gibt es jede Menge Nummern in OSM, die genau die gleichen Kriterien > erfüllen, und an denen sich auch keiner stößt: > TMC-Codes, IBNR-Nummern, ICAO-Codes, … Für (deutsche) TMC-Codes gibt es meines Wissens nach eine Nutzungserlaubnis für OSM, und da die Geofabrik daran IMHO beteiligt war, das umzusetzen, gehe ich davon aus, dass das mit rechten Dingen zugegangen ist (obwohl ich auf die Schnelle nur die Information finde, dass wir die Tabellen nutzen dürften, nicht aber, warum oder wer wie wann das authorisiert hätte). > > Und viertens ist die Bedeutung der Nummer (die eindeutige Identifikation von > Haltestellen) gar nicht unter Verschluss, > die Bedeutung soll ja gerade in OSM eingepflegt werden. Auf jeden Fall sollte die Erlaubnis zum Einpflegen dieser Nummern eindeutig geklärt werden. Auf Verdacht Datenbanken in OSM einzupflegen, bei denen das nicht eindeutig klar ist, dass sie drinbleiben dürfen, halte ich jedenfalls für eher gefährlich. Gruß Peter _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

