Am Freitag, den 12.07.2013, 11:35 +0200 schrieb Thorsten Alge: > Hi, > > in letzter Zeit ist häufig diskutiert worden, wie man Beitragende > langfristig an OSM binden kann und viel über Gamification und Social > Media Komponenten in OSM diskutiert worden. Ich habe mir ein paar > Gedanken darüber gemacht und würde gerne folgenden Vorschlag zur > Diskussion stellen. > > Die Wiederbelebung des „Project of the Week“ halte ich für sehr > sinnvoll. Ich würde allerdings auch eher zu einem „Project of the > Month“ tendieren. Hier müsste man nur überlegen wie festgelegt wird, > was nun das „PotM“ aussehen soll und wie der Mapper seine Fortschritte > sehen kann. > Was ich hier für nötig halte sind: > * Gute Erläuterung des aktuellen PotM im Wiki > * Eine Karte auf der man seinen und den Gesamtfortschritt erkennen kann
bis hierher +1 Möglicherweise könnte man das im Rahmen einer Art "Patenschaft" für ein Gebiet starten. Es gibt in einigen Ländern, darunter DE, verhältnismäßig viele Mapper, während in anderen Teilen der Welt ein Mapper ein paar tausend Quadratkilometer alleine bewältigen muss. Während hier die Mapper aus Verzweiflung schon einzelne Gehwegplatten mappen, sind Mapper in anderen Teilen der Welt froh, wenn wenigstens die Küstenlinie einigermaßen stimmt und ein Teil der Autobahnen drin ist ;-) Ich könnte mir vorstellen, dass sich so ein "einsamer Mapper" melden könnte und das Mapping dort für eine begrenzte Zeit moderiert. Vielleicht in der Richtung der Gebietsaufteilung wie beim HOT-Mapping. Nur so ein Gedanke. > * Eine Art Belohnungssystem mit Badges o.ä. und Nennung der Mapper in > der Wochennotiz und/oder dem Podcast Letzteren Punkt lieber in einem Extra-Projekt. Ich gebe zu bedenken, dass hier eine Grenze auch im rechtlichen Sinne erreicht oder überschritten werden könnte. Datenschutz ist normalerweise für OSM kein Problem, weil wir keine personenbezogenen Daten verarbeiten. Genau das passiert jetzt mit "mapperbezogenen" Daten. Solange eine Auswertung ausreichend anonymisiert wird, gibt es möglicherweise keine Probleme. Hier beginnt aber eine Grenze, wo der Einzelne identifizierbar sein könnte. Die Einführung personenbezogener Auswertungen könnte den Auswertenden in ganz erhebliche Bedrängnis bringen. Jedes Unternehmen braucht selbst für den Umgang mit den eigenen Kundendaten eine Einwilligung der Kunden, wenn es nur eine Liste aufstellen will, von Weitergabe oder Veröffentlichung ganz zu schweigen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten bringt möglicherweise eine Kollision mit dem Datenschutzrecht, vollkommen unabhängig davon, ob diese Daten prinzipiell offen vorliegen oder nicht. In einem Extra-Projekt könnte man eine entsprechende Einwilligung einbauen, insbesondere dann, wenn genau das der Zweck des Projektes ist. In OSM müsste wohl jeder Mapper gefragt werden, ob er mit einer Verarbeitung einverstanden ist. Selbst bei Zustimmung könnte jeder Mapper diese Zustimmung jederzeit widerrufen und müsste dann möglicherweise aus der Verarbeitung wieder entfernt werden. Hier beginnt juristisches Glatteis, auf dem man sich leicht eine Anzeige oder eine anwaltliche Abmahnung einfangen könnte. Das gilt auch für bereits bestehende Auswertungen. Ich weiß nicht, in wie weit die Betreiber entsprechender Auswertungen sich vorher beraten lassen haben, aber ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Jurist da einiges grenzwertig finden könnte. Ich behaupte nicht, dass hier irgendetwas konkret gegen irgendein Gesetz verstößt. Aber ich würde mich auch nicht trauen, das Gegenteil zu behaupten, ohne mich ausreichend beraten zu lassen. Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

