On Friday 29 May 2015, Stephan Wolff wrote: > > > > Das würde ein weltweites Tagging-Schema zerstören... > > Da die Übergänge zwischen den Wasserflächen von Flüssen, Kanälen und > Seen (im doppelten Wortsinn) fließend sind, finde ich das neue Schema > logisch und praktikabel.
Das ist genau der Knackpunkt - es mag wie in vielen anderen Bereichen auch Grenzfälle geben. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist die Unterscheidung jedoch vor Ort eindeutig möglich und für die meisten Datennutzungen die über einfache Karten nach dem Schema 'alles Blau malen' hinaus gehen ist diese Unterscheidung sehr wichtig und sollte deshalb idealerweise bereits im primären Tag erfolgen. Dies ist bei waterway=riverbank für stehend/fließend der Fall, nicht jedoch für natürlich/künstlich (waterway=riverbank wird traditionell auch für Kanäle verwendet). natural=water + water=* erlaubt generell auch das undifferenzierte Tagging von Wasserflächen, was auch in über 90 Prozent der Fälle so gemacht wird - siehe http://taginfo.openstreetmap.org/tags/natural=water#combinations und der Umstieg von waterway=riverbank auf natural=water + water=river wird dies verstärken, denn das water=river wird dann oft - weil scheinbar unnötig - weggelassen. Insgesamt eine schlechte Entwicklung. Dass waterway=riverbank unschön ist, weil es eigentlich ein Linien-Tag aus der vor-Multipolygon-Zeit ist und weil es - siehe oben - keine Unterscheidung Fluss-Kanal ermöglicht steht außer Frage. Im Proposal zur Änderung wird das Thema Unterscheidung fließende/stehende Gewässer jedoch leider nicht thematisiert. Ich würde deshalb grundsätzlich empfehlen, im Allgemeinen bei der Verwendung von waterway=riverbank für Flüsse zu bleiben und bei der Verwendung von natural=water *immer* ein water=* zu taggen. -- Christoph Hormann http://www.imagico.de/ _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

