Gute Beispiel!
Wasserläufe ändern sich, die Grenzen in der Regel nicht.
Toni
Am 05.01.2018 um 16:34 schrieb Christoph Hormann:
On Friday 05 January 2018, Martin Scholtes wrote:
soeben ist mir beim kartieren von Grenzen eine alte Fragestellung
aufgekommen. Wasserwege (Bach/Fluss) markieren oft Grenzen, bzw sind
deckungsgleich mit Grenzen. Sollte ich dann eine Grenzen über den Way
zeichnen oder den Weg mit den bekannten tags füllen und den
jeweiligen Abschnitt dann in die Relation aufnehmen?
Das hängt letztendlich davon ab, ob der Wasserlauf die Grenze bildet
oder ob die Grenze nur in etwa entlang des Wasserlaufes verläuft.
Meiner Erfahrung nach sind mindestens 2/3 der Grenzen in OSM aus
vereinfachten oder ungefähr gezeichneten Datensätzen importiert und
repräsentieren nicht eine eventuell vorhandene Abmarkung der Grenze so
dass die Abweichung zwischen Fluss-Verlauf und Grenz-Verlauf in den
Daten vollständig aus Rauschen besteht. Oft wird aber dennoch der
separate Grenz-Verlauf erhalten, denn der stammt ja oft aus einer mehr
oder weniger 'offiziellen' Quelle und gilt deshalb als 'korrekt' -
selbst wenn das in Wirklichkeit einfach vor zehn Jahren oder so mal von
irgendeiner Papierkarte abgezeichnet worden ist.
Mein Lieblings-Beispiel ist immer:
http://www.openstreetmap.org/#map=15/32.0846/35.5327
Für die Mapping-Praxis würd ich sagen: Wenn da Grenzsteine sind und der
Grenzverlauf in OSM entspricht diesen weitgehend dann kann und sollte
man das separat mappen. Ansonsten kann man das getrost mit einer
Geometrie erfassen.
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