Am Sonntag, 28. Dezember 2008 19:24 schrieb Dimitri Junker: > >Ich kann Deine Argumente alle verstehen. Ich hoffe du verstehst meine > >auch. > > Ich verstehe Deine Wünsche, sehe aber nicht, daß dafür ein eigener Weg > nötig ist. > > >das Ergebnis ist, das du den Main-Highway in Tausend Stücke zerteilst > > Wie gesagt kann man anders lösen. > > >und ein komplexes Tagging erfinden musst > > Wenn das vernünftig von JOSM & Co unterstützt wird ist mir das egal. Man > könnte z.B. eine Tastenkombination einführen bei der aus einem > Highway=residential mit 2 Fahrradwegen automatisch 3 Linien gezeichnet > werden, die kann man dann einzeln anklicken und Tags setzen. Dies wird dann > in die komplizierten Tags umgesetzt.
Genau daran glaube ich nicht. Niemand wird sowas Programmieren, weil es schnell zu Inkonsistenzen führen wird. Auch das Datenmodell muss einfach sein. Sonst akzeptieren es die Programmierer nicht, die enstcheiden, ob sie es in den Renderer und Editor aufnehmen. > Nein, aber egal wie Fahrradwege (neben einer Straße) getaggt werden sollen, > sollten Bürgersteige ähnlich getaggt werden. Denn alle Argumente für > abgesetzte Fahrradwege gelten genau so für diese. > > >Das stimmt nicht. Für Blinde ist es ein Mehrwert sich das ansehen zu > >können wie z.B. eine Kreuzung aufgebaut ist (aha ich muss also erst an > >der Telefonzelle vorebei ...) > > Interessant, mal abgesehen von dem unpassenden "ansehen" frage ich mich wie > der Blinde die Telefonzelle erkennt wenn nicht gerade jemand anruft. z.B. indem sie mit dem Blindenstock dagegen stoßen. Ich hab im Zivildienst mit Blinden gearbeitet. Blinde "sehen" anders, aber man sollte das nicht unterschätzen. Und gerade Wegpunkte auf dem Gehweg sind sehr Hilfreich für Sie: Du solltest mal hören wie ein Blinder einen anderen Blinden den Weg beschreibt. Aber das ist eigentlich egal, wir Mappen ja nicht für (nur) für Blinde ;-) > >Naja es gibt ja die GPS-Meßgenauigkeit und dann meine > >Beobachtungsgenauigkeit und die sagt mir die Telefonzelle ist rechts vom > >Briefkasten obwohl die beiden 2 m von einander entfernt sind. > > Eben und das GPS sagt Dir wenig über den Verlauf von Fahrradweg und Straße, > da hilft nur die Beobachtungsgenauigkeit: "Der Fahrradweg verläuft > unmittelbar neben der Straße)" Aber diese Info kann ich in 1 Byte > speichern, da macht es keinen Sinn bei einer langen krummen Straße zig > Nodes zu erfinden. In einem Byte wirst du das nicht speichern können. Ich glaube wir sollten unseren Entwurf für OSM auch nicht an Bytes und Plattenplatz orientieren sondern am Mapper und (aber erst an zweiter Stelle) am Karten-Nutzer (üblicherweise Software). Für mich ist es wesentlich übersichtlicher einen Weg auch plastisch auf dem Bildschrim zu haben als mir irgendwas vorzustellen wie okay da kommt jetzt eine Busspur und ein Grünstreifen und den Briefkasten muss ich jetzt da hin setzen... > >Gut wenn das Konsens ist, darfst du die hälfte der Motorways wieder > >löschen. > > Der Grünstreifen ist meist breiter als die GPS-Meßgenauigkeit. Ja, die Leitplanke zwischen zwei Autobahnspuren auch. > Mit dem Argument könnten die Autofahrer dann auch sagen "wenn die > Fahradfahrer 2 Wege bekommen möchten wir auch 2 haben". Wir hätten dann für > jede Spur einen einzelnen Weg -> 2 Autospuren, 2 Fahrradspuren und 2 > Fußgängerwege statt eines. Ich denke darauf wird es wahrscheinlich auch irgendwann hinaus laufen. Für gute Navi-Unterstützung braucht man sowas ja auch (bitte rechts einordnen). > Sollst Du, mich stören ja nur die wo es keinen Mehrwert liefert. Und bisher > funktionieren beide Methoden nicht, sei es weil laneabhängige Tags fehlen > oder weil Relationen o.ä. fehlen die die Wege verbinden. Und bevor man sich > da was überlegt muß man entscheiden was der Normalfall sein soll, 1 Weg für > alles oder einer pro Spur. Bei OSM wird IMHO nichts Entschieden, sondern überzeugt (Es gibt keine Entscheidung statt footway jetzt path zu benutzen, statt oneway=true lieber oneway=yes zu benutzen statt amenity=supermarket shop=supermarket zu benutzen etc.). Und ich glaube es macht nicht wirklich Sinn hier einen Normalfall fest zu legen. Wenn jemand überzeugende Argumente hat, wird ein Schuh draus. Aber nur zu sagen: Paralel verlaufende Radwege sollen nicht mehr gemappt werden ist für mich keine Lösung des Problems. Status Quo ist: wir haben highway=cycleway und den darf ich benutzen. Genauso status Quo ist: cycleway=track. Der ist für höhere Zommstufen genial, für kleinere manchmal eben nicht und kennt keine Straßenseite, Breite etc. Gruß Sven _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

