Hallo,

> Ich denke, um etwas zu bewirken, müßten neu angelegte Accounts erst mal 
> für eine bestimmte Zeit mit Einschränkungen belegt sein.

Da halte ich überhaupt nichts von. Mit den von dir beschriebenen Regelungen 
hältst du zwar einen Neueinsteiger wie du und ich ihn kennen nicht von seiner 
Arbeit ab, aber man weiß nie, wer alles neu in das Projekt einsteigt.

Man stelle sich zum Beispiel vor, ein LKW-Fahrer, langjähriger OSM-Nutzer, 
zeigt seinem Kollegen und guten Freund OpenStreetMap. Sein Kollege ist 
begeistert davon, und unter Weisung seines Freundes will er nach seiner 
nächsten Fahrt alle Raststätten eintragen, an denen er 
gehalten hat. Mit einer anfänglichen Bereichs-Beschränkung ginge das nicht, 
denn seine Raststätten sind ja vermutlich über eine riesige Fläche verteilt. 
Eine Fehlergefahr ist nicht vorhanden, denn er wird ja von seinem Freund 
„beaufsichtigt“.
Anderes Beispiel: Jemand entdeckt OpenStreetMap und lädt es sich für seine 
nächste Urlaubsreise auf sein GPS-Gerät. Am Urlaubsziel angekommen muss er 
feststellen, dass in jenem Lande große Lücken in den Autobahnen in der Karte 
bestehen. Wieder zu Hause beschließt er, dem 
Projekt beizutreten, und versucht die Lücken in den Autobahnen zu schließen. 
Kann er aber nicht, wenn eine Bereichsbeschränkung verhindert, dass er über das 
ganze Land verteilt Dinge bearbeitet. Und bei einer Autobahn-Lückenfüllung ist 
nichts viel falsch zu machen.

In Bezug auf eine Beschränkung der Zahl der Änderungen pro Zeit für Einsteiger: 
Ich halte es für sehr schwierig bis unmöglich, die erlaubte Zahl der Änderungen 
festzulegen, denn ich meine, dass die Zahl an Änderungen, die ein Neueinsteiger 
an seinem ersten Tag machen kann, die, 
die für einen Vandalen notwendig ist, um ein bestimmtes Kartenstück vollständig 
zu zerstören, weit überschreitet. Man stelle sich vor, ein Taxifahrer zeichnet 
seine Fahrten mit einer Kamera auf und beginnt, als ihm jemand OpenStreetMap 
zeigt, alle Geschwindigkeitsbeschränkungen 
seines Einzugsgebietes aus den Videos herauszuarbeiten. Oder ein Postbote 
beginnt, alle Hausnummern der bereits gemappten Gebäude in seiner Stadt 
einzutragen. Oder jemand hat hobbymäßig, bevor er von OpenStreetMap gehört hat, 
genaue Informationen über die Gebäude 
seines Ortes gesammelt und möchte diese nun eintragen.

Egal, wie man die Beschränkungen für Neueinsteiger dreht, es wird immer 
irgendwo einen exotischen Neueinsteiger geben, den diese Beschränkungen 
behindern. Und oft können exotische Neueinsteiger auch exotische Daten liefern, 
die sonst keiner sammelt. Freilich können wir diesen 
Exoten sagen, sie sollen eine Mail an uns schicken und uns bitten, ihre 
Beschränkungen vorab aufzuheben. Aber das widerspricht doch wohl ganz dem 
Geiste des Projekts, wenn ein Neuanfänger darum bitten muss, seine Daten 
beizutragen.

Wenn es um den Selbstschutz der Neuanfänger vor Fehlern geht, halte ich eine 
freiwillige Beschränkung für sinnvoller. Eine solche könnte seitens der 
Editoren zur Verfügung gestellt werden.

-- 
Candid Dauth
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