Am 30.01.2010 15:09, schrieb Frederik Ramm: > Hallo, > > Ulf Lamping wrote: >> Meine etwas längliche Ausführung war genau dazu gedacht, diese >> unterschiedlichen Sichtweisen und Zielsetzungen mal etwas klarer zu >> formulieren. Bestehende Gräben zwischen den Communities bekommen wir >> doch nicht dadurch weg, indem wir sie ignorieren. Da müssen Brücken >> gebaut und Gräben zugeschüttet werden. > > Sagt jemand, der mit seinem uneuberlegten Gerede gerade eben dazu > beitraegt, die von ihm wahrgenommenen Graeben kraeftig weiter auszuheben!
... oder kannst du den bestehenden Graben einfach nicht sehen, weil er für dich persönlich auch nicht existiert? Du und Jochen, ihr beide sitzt halt genau an der Schnittstelle zwischen beiden Welten und kennt eine ganze Reihe von Leuten vom FOSSGIS persönlich - ich aber nicht (so wie wohl die meisten anderen hier). Wenn ich z.B. eine Unterstützung vom FOSSGIS bräuchte, würde ich wahrscheinlich erstmal dich anschreiben, da ich vom FOSSGIS niemand kenne und nicht weiß "wie es da so läuft". Um beim Bild zu bleiben: Ich bräuchte eine helfende Hand, die mir über den Graben hilft. > Dass OpenStreetMap ohne OSGeo-Projekte praktisch nicht existieren > koennte, Das glaube ich schlicht nicht. Dann wäre die Geschichte von OSM allerdings anders und wohl am Anfang auch etwas langsamer verlaufen. > Ueberdies ist der FOSSGIS ist unsre institutionalisierte Vertretung in > Deutschland. Das haben wir uns selber so ausgesucht (Du warst in Essen > dabei). Formulier es doch bitte etwas anders: Das haben wir uns auf dem Essener OSM-Treffen damals so ausgesucht. Warst du nicht immer einer der ersten, der z.B. beim Voting mit dem Argument kam: "Das sind 15 Stimmen von 10000, das zählt nicht"? Klar, vor Ort waren viele der aktiven OSMer und damit ein gewichtiger Teil der deutschen OSM Community, nur "Das haben wir uns selber so ausgesucht" klingt mir da jetzt schon ein wenig zu theatralisch. > Und Du willst jetzt am OSM-Messestand auftreten mit: "FOSSGIS, nee, mit > denen haben wir nichts zu tun"? Das haben wir letztes Jahr auf der rad09 in Fürth so gemacht und werden es dieses Jahr wohl wieder so tun. Wenn ich da ankommen würde: "Wir müssen noch ein FOSSGIS Plakat aufhängen" würde ich wahrscheinlich in eine Reihe von ernsthaft fragenden Gesichtern schauen und müßte so einiges erklären ;-) > Und Georgs zaghafte Bitte um ein > FOSSGIS-Logo auf dem Rollup vergleichst Du beleidigt mit einem > "Sponsored by DHL"? Das ist schon ziemlich drastisch. Wenn mitten im Spiel die Spielregeln geändert werden, nehme ich mir bei aktuell drei Spielern das Recht auf beleidigten Spielabbruch raus ;-) > Das paradoxe ist ja gerade das: Eben *weil* der FOSSGIS uns so viel > unkompliziert hinter den Kulissen hilft und nicht drauf besteht, dass > ueberall sein Logo drauf kommt, haben selbst die aktiveren > OSM-Community-Mitglieder wie Du offensichtlich den Eindruck, der FOSSGIS > haette mit OSM nichts zu tun. Hieraus leitest Du dann wiederum ab, dass > das FOSSGIS-Logo auf dem Rollup auch nichts zu suchen haette... Das ist in der Tat blöd. Wenn man seine Arbeit hinter den Kulissen macht, kommt es vor das sie keiner mitbekommt - passiert mir auch recht häufig :-) Es scheint auf der ML ab und zu mal durch, das der FOSSGIS hier irgendwie hilft, aber was da genau passiert bleibt - zumindest für mich - sehr oft schleierhaft. Mit deiner und Jochens Mail habe ich jetzt mehr über die Aktivitäten OSM/FOSSGIS erfahren, als im letzten halben Jahr ML. Genau von solchen Sachen rede ich doch. Zumindest ein bisschen was scheint mein Aufruf also schon zu bewegen :-) > Ich habe ueberhaupt kein Problem damit, auf das Rollup ein FOSSGIS-Logo > drauf zu machen. Aber wir koennen das auch bleiben lassen und bei > entsprechenden Messeveranstaltungen einfach ein gleich grosses > FOSSGIS-Rollup daneben stellen. ... womit ich dann überhaupt kein Problem hätte. Es sollen halt die Leute vor Ort am Stand entscheiden können, was sie aufstellen wollen und was nicht. Wenn jetzt auf allen verfügbaren Materialien aber ein FOSSGIS-Logo drauf ist, haben sie diese Wahl nicht mehr. > OpenStreetMap ist ein tolles Projekt, aber wir sollten nicht *zu* > eingebildet werden. Du weisst ebenso gut wie ich, dass auf die > hunderttausende Mapper, die wir haben, bloss eine Handvoll Leute kommen, > die gute Software schreiben koennen. Wir koennen von Glueck sagen, dass > wir "auf den Schultern von Riesen" stehen, die solche Sachen wie PostGIS > und OpenLayers entwickelt haben, denn wenn wir das auch noch alles > selbst machen muessten, waere das Gejammer gross. Du tust hier so, als ob es ohne FOSSGIS/OSGeo weder PostGIS noch OpenLayers geben würde. Ohne die genauen Hintergründe zu kennen, würde ich das trotzdem mal stark bezweifeln. Gruß, ULFL _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

