Falk Zscheile wrote: > Am 18. Februar 2010 21:51 schrieb Christian Wagner > <[email protected] > >: >> >> >> [Toms-Plugin für JOSM] >> >> Ja kenne ich, und das Teil macht IMHO den gleichen Fehler der hier >> immer >> wieder zu Verwirrungen führt. Es versucht die Seezeichen in eine OSM- >> untypisches Raster zu pressen.
Das erscheint mir auch so. >> Da werden z. B. Topzeichen feste >> Tonnenfarben zugeordnet (Einzelgefahrzeichen etc.). Irgendwo auf der >> Welt gibt's dann ein Einzelgefahrenzeichen mit gelber Tonnenfarbe >> oder >> eine Kardinaltonne hat eine Lichtsequenz welche ich im Editor eben >> nicht >> auswählen kann und dann geht der Zinnober wieder von vorne los. Warum >> nicht mappen was wirklich da ist? > > Nein, dass siehst Du falsch. Die Topzeichen und Tonnenfarbe stehen > immer in > einem festen Zusammenhang. In der Theorie schon, klar. Aber die Erfahrung zeigt nun mal, dass es immer wieder aus verschiedenen Gründen Ausnahmen von der Regel gibt. Beispiele wurden schon genannt. Weiteres Beispiel: durch normale Abnutzung erlangen die Toppzeichen auf Backbord- und Steuerbordtonnen in Dänemark gerne schon mal die Form eines Balls. Wenn man den Ist-Zustand taggen wollte, wäre daher eine Backbordtonne mit rotem Ball als Toppzeichen in Dänemark nichts ungewöhnliches. Und ja, die Dinger sehen durchs Fernglas quasi genau so aus wie eine Mitte-Fahrwasser-Tonne. :-/ > Bei Kardinaltonnen zeigen die Spitzen des Topzeichens > immer in Richtung der schwarzen Bauchbinde der gelben Tonne. Gleicher > Zusammenhang gilt für die Kennung (Lichtsequenzen) und Farbgebung > bei den > Kardinaltonnen.[1] Im Online-Editor auf <http://map.openseamap.org/> kann ich z. B. das Toppzeichen nicht abschalten (die Checkbox ist disabled). In Norwegen haben Kardinalzeichen aber niemals Toppzeichen. Ebenfalls kann ich nicht die Kennung UQ(3) einstellen. Die ist zwar unüblich, aber zulässig. (Ferner kann ich keine Wiederkehr einstellen, was vermutlich einfach bisher noch nicht implementiert ist.) > [...] Nationale Ergänzungen sind zulässig, jedoch keine Abweichungen > vom > festgelegten Standard. Was glaubst Du, was alles gemacht wird, obwohl es nicht zulässig ist... Da können noch so schöne Systeme definiert sein, die reale Welt sorgt immer noch für Abweichungen, mit denen Editoren und Renderer in OSM _prinzipiell_ umgehen können müssen. Ähnlich wie bei Mapnik & Co. muss der Renderer nicht zwangsläufig alles perfekt rendern, was ihm über die Füße läuft. Was er nicht kennt, bleibt halt weg oder wird sinnvoll ersetzt (ist im Prinzip auf map.openseamap.org schon so implementiert). Die Hauptarbeit muss m. E. der Online-Editor leisten, indem er beim Einlesen von Objekten, die unvollständig oder unüblich getaggt sind, die Situation irgendwie sinnvoll darstellt (und die Daten ohne Zerstörung zurückschreibt, logisch). Das könnte _beispielsweise_ dadurch geschehen, dass bei Erkennen eines solchen Problemfalls (Objekt passt nicht genau ins vordefinierte Raster) statt der Editor-GUI zuerst eine rohe tag-Liste im Stil von JOSM angezeigt wird. Dem Nutzer könnte die Wahl gegeben werden, entweder die tags direkt dort zu bearbeiten oder (evtl. unter Datenverlust) auf den üblich GUI-Editor umzusteigen, falls gewünscht. Diese Lösung könnte nahezu alle Fälle mit der schönen einfachen GUI abdecken, wäre aber trotzdem flexibel für Änderungen. Ist aber nur eine von sicherlich vielen möglichen Ideen, und nicht unbedingt die beste. >> Auch der Renderer könnte diese Modularität und Unabhängigkeit >> der einzelnen Tags voneinander berücksichtigen und eben das Licht und >> den Leuchtturm bzw. die Tonne unabhängig voneinander zeichnen. So hat >> man dann auch eine Möglichkeit mit den unvollständig erfassten >> Seezeichen, welche in OSM nun mal auch erfasst werden, umzugehen. >> Wenn >> ich tagsüber an einer Boje vorbeifahre, so kann ich nun mal nicht >> wissen >> wie die Lichtcharakteristik aussieht. Wenn ich Nachts vorbeikomme so >> erkenne ich die Lichter, kann aber eventuell nicht die Farbe oder >> Form >> der Tonne sehen. Richtig. > Wenn Du an einer Kardinaltonne vorbei kommst, dann kannst du das > sehr wohl > -- siehe oben. Die Frage ist nur, ob die Tonne tatsächlich befeuert > ist (was > man bei Tage nicht erkennen kann), Doch, am Vorhandensein des Leuchtträgers (oder -- mit etwas Erfahrung -- an der Tonnenform). > nicht aber welche Kennung sie hat. Nein, die Kennung kann auch innerhalb des IALA-Systems durchaus variieren, und zwar ... > [...], damit man die Tonnen im > Fahrwasser bei Nacht auch schön anhand ihrer Befeuerung > unterscheiden und in > der Seekarte wieder finden kann. ... aus genau diesem Grund. Als Beispiel fallen mir spontan gerade bloß die Nordergründe ein (westlich Scharhörn), aber das Prinzip gibt's überall. (Übrigens, auch am Tage kann man Leuchttonnen erkennen, und zwar am Vorhandensein eines Leuchtträgers. ;-) ) -- Arne Johannessen _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

