Hallo Martin. Am Samstag 03 April 2010 13:52:37 schrieb Martin Koppenhoefer: > > Wenn du hier jedes Kuhdorf mit 20 Häusern und einer Kirche oder einem > > Gasthaus als village taggest, sieht das ziemlich beknackt aus. > gibt's das, 20 Häuser und Kirche und Gasthaus, oder übertreibst Du da? > Sinds vielleicht doch eher 50 oder 100 Häuser? Wenn es eine Kirche > gibt, ist Weiler zu wenig.
Zähl gerne selbst nach: http://www.murrhardt.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=306 Die Kirche mit dahinter liegendem Friedhof befindet sich oben rechts auf dem Luftbild (dank Bäumen ist der Kirchturm schwer zu erkennen). Eine Gaststätte hat vor ein paar Jahren zugemacht, das im Text erwähnte "Heuhotel" ist aber an die zweite, noch existente Gaststätte angegliedert. Durch zwei Gewerbehallen und zahlreiche nicht mehr in Gebrauch befindliche Scheunen wirkt der Ort auf dem Luftbild sogar größer als er beim Durchfahren wirkt. Ich hatte Häuser mit Wohnhäusern gleichgesetzt. Wenn du jede Scheune mitzählst, mögen es ein paar mehr sein. Ich bin etwas erschrocken, dass da wirklich 177 Leute wohnen sollen, aber ja, ich meine mich zu erinnern, dass da einige Sozialwohnungen in Altbauten erschlossen wurden, die jetzt vermutlich die Einwohnerzahl anheben. Was in dem Kontext interessant ist: Die städtische Website gliedert die Ortschaften in "Kernstadt", "Stadtteile", "Teilorte", "Weiler" und "Höfe und Wohnplätze". Die Einteilung erscheint mir allerdings ebenfalls willkürlich, denn das hier http://www.murrhardt.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=322 soll ein Teilort sein, ist aber sicherlich nicht größer als das da http://maps.google.de/maps?ll=48.964501,9.568271&t=k&z=18 das nur ein Weiler sein soll. Unsere "Stadteile" sind im übrigen genau das was ich von einem "Dorf" erwarte: ~500 bzw. 1500 Einwohner, Bäckerei, Tante-Emma-Laden, Kindergarten, ein bisschen Industrie und Handwerk, Straßennamen (!), ... Grundverschieden von den Weilern bzw. Teilorten, die fast vollständig aus der Landwirtschaft entstanden sind, außer 3-4 Höfen eigentlich nur Privatwohnungen haben. Immer einige Weiler zusammen haben dann eine Kirche oder Kapelle und einen Friedhof. > auf jeden Fall, ich frage mich, wieso das "definitiv Weiler" sein > sollten. Sprechen wir eigentlich dieselbe Sprache, wenn wir von > "geschlossener Bebauung" reden? Ich meine damit einen Dorfkern, wo die > Häuser ohne Zwischenraum direkt aneinander gebaut sind. Zugegeben, ich habe "geschlossene Ortschaft" im Sinne der StVO verstanden, was mit dem gelben Ortsschild gleichzusetzen ist. Aber das ist alles eher schwammig. Ich finde das Beispiel oben recht gut, weil wir da ein Luftbild haben. Ist das bei dir schon geschlossene Bebauung? > Im deutschen Kulturraum (und sicher nicht nur da) kann man auch noch > ein anderes Fass aufmachen: eingemeindete Dörfer. Die sind nach wiki > ja suburb, aber wenn die eigenständige Dörfer (Dorfkern, Wappen, etc.) > waren, und meist auch diese Identität weiterleben, dann ist suburb > doch ziemlich falsch, selbst wenn es sich verwaltungsrechtlich um > Stadtteile handelt, oder? Als Unterscheidung könnte man trennen in > die, die mit der Stadt "verbunden" sind (räumlich, d.h. keine > trennenden Felder od. Überlandfahrten) -> suburb und diejenigen, die > lediglich verwaltungstechnisch Stadtteile darstellen, ansonsten aber > ihre eigene Identität beibehalten haben. Ich finde ein Suburb ist nur dann ein Suburb, wenn erkennbar ist, dass das ein Teil der anderen Stadt ist. Für eine durch mehrere Kilometer Wald oder Wiesen abgetrennte Siedlung wirkt es auf mich unintuitiv, das als Stadtteil zu bezeichnen. Gruß, Bernd -- Bleiben Gäste zu lange, so muß man sie wie Familienangehörige behandeln. Gehen sie dann immer noch nicht, dann wird man sie nie los.
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