steffterra <[email protected]> wrote: >- Ich verstehe, die Befürworter von Relationen für die Abbildung von >Wegeigenschaften, die sich nur auf eine Straßenrichtung beziehen (z.B. >maxspeed:forward, parking:lane:right, destination:forward, etc.), da mit >Relationen eine Richtung festgelegt werden kann, egal wie der Weg gedreht ist. >- Ich verstehe aber auch die Bedenken derer, die das lieber getaggt haben, um >zu verhindern, dass irgendwann _alles_, was eine Straßenrichtung betrifft, in >Relationen gefasst wird. >Ich halte beide Version für unübersichtlich und aufgrund der Komplexität >beider Varianten auch fehlerträchtig. > >- Manche versuchen das Problem zu umgehen, indem sie zwei ways für jede >Fahrrichtung zeichnen, was aber nur bei baulicher Trennung korrekt wäre, und >deshalb falsch ist. > >Wieso dann nicht die Argumente in einem neuen Datenmodell vereinen? Sicher bin >ich nicht der erste, dem das einfällt. Ich habe hier schon des öfteren von >"Linienbündeln" und "Fahrspurtagging" gelesen.
Das Auflösen der Fahrspuren in Linienbündel würde den Großteil von richtungsabhängigen Tags und Relationen obsolet machen. Dennoch: Ich halte eine Einführung ohne dazugehörigen grafischen Editor, mit dem man die Linien zusammmenklicken kann, für problematisch, da dann OSM nur noch von wenigen Spezialisten editiert werden kann. Wir brauchen aber die breite Masse der Mapper, wenn man bedenkt, dass wir selbst das Basisangebot anderer Karten auch in Deutschland als meisteditiertem OSM Land in der Fläche nicht erreichen. >Doch welche Konzepte gibt es bisher? Wie weit sind wir dahin? Steckt OSM da >derzeit fest? Warum gehts nicht weiter? >... >Sprich wir treten alle auf der Stelle. Doch die Anforderungen an OSM sind >gestiegen und deshalb benötigen wir eine Erweiterung unseres bisherigen >Datenmodells (so sagt man das doch?) Der Weg zu den Linienbündeln scheint mir weit. Und es liegt eine Menge Entwicklungsarbeit auf diesem Weg. Wie er aussehen könnte, habe ich ich im Folgenden beschrieben, wenn auch recht grobmaschig. Es gibt die ersten OSM-Erfahrungen mit einem komplexeren Thema - dem Oxomoa Schema. http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Oxomoa/%C3%96PNV-Schema Das Oxomoa Schema hat seine Existenz einem Workshop zu verdanken, bei dem man sich live traf. Nun sind solche Treffen für eine verstreute Community schwierig. Um solche komplexen Themen wie das Linienbündel effektiver bearbeiten zu können, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man ohne solche Treffen auskommt. Herausgekommen ist folgendes Online-Werkzeug: Man braucht zunächst einmal einen OSM- Mini Planeten, auf dem man expirimentieren kann und der auch von allen gängigen Anwendungen z.B. Renderern (Mapnik, Osmarender, ÖPNV-Karte), Editoren und Analysewerkzeugen bedient wird. Es muss möglich sein, sich einen Exclusivbereich zu reservieren, damit Beispiele gezeigt werden können, an denen kein Anderer "rumpfuschen" kann. Denn dieser Gefahr sind alle Beispiele ausgesetzt, die man in der Original Datenbank verlinkt. Gerade das Feature, das man zeigen wollte, ist umeditiert worden. Man kann als "Administrator" eines reservierten Bereiches anderen Usern, die am gleichen Problem mitarbeiten, Bearbeitungsrecht geben. Schön wäre es zudem, wenn man Mapnik und Osmarender hier triggern könnte, um schnell voranzukommen. Runterladen ist auch aus diesen geschützten Bereichen möglich. Ich bin mir sicher, dass solch ein Wrkzeug auch in vielen anderen Fällen als effektives Kommunikationsmittel dienen und Probleme verdeutlichen kann. Darüber hinaus wäre ein einfaches Online-Zeichenbrett nach demselben Schema nützlich, auf dem man einfache Zeichnungen erstellen und kommunizieren kann. Möglicherweise gibt es so etwas schon. Auch für Schulungen und Demonstrationen vor Publikum wäre der Miniplanet nützlich. Anfänger könnten Gehversuche machen. Illustrierende Beispiele für komplexe Themen im Wiki könnten hier vorgehalten werden, so zum Beispiel für das Oxomoa Schema. Möglicherweise kann man hierzu nicht existierende Koordinaten oder ein Stück der Originalerde für solche Zwecke reservieren. Der Mini Planet wäre zum Beispiel dazu geeignet, sämtliche Vorstellungen, die Du in dem von mir weggeschnibbelten Teil geäußert hast, praktisch darzustellen. Ich denke mal, das wäre viel effektiver und würde mehr Leute dazu animieren, teilzunehmen. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte. Zur Bearbeitung eines komplexen Themas, wie den Linienbündeln, kann man nun einen Ausschnitt der Originalkarte in den Miniplaneten kopieren und beginnt, Teile davon, nach einem erarbeiteten Konzept zu taggen. Hierbei wird sich zeigen, ob das Konzept Alles meistert und ob es auch in der Lage ist, einen Übergang zu den Straßen zu meistern, die nicht als Linienbündel getaggt sind. Das muss auch an echten Kreuzungen gebündelt/ungebündelt funktionieren. Man kann auch schon ein erstes Mal den Renderer drüber laufen lassen. Nachdem das Konzept (von mehreren) geprüft und optimiert wurde, muss natürlich noch das Editor Plugin geschrieben werden. Eventuell muss man auch mit einem Renderer Programmierer Kontakt aufnehmen, um das Konzept auch durch solche Anwendungen auf Schwächen zu prüfen. Am schwierigsten dürfte der Eingriff in die Datenbank sein. Ich habe keine Ahnung, inwieweit da jeder dran drehen darf. Insgesamt eine Menge Arbeit. Ich sehe den Miniplaneten als erste Voraussetzung. Da dieser aber auch ohne Linienbündel jede Menge positive Anwendungen hätte, könnte er unabhängig davon geschaffen werden. Das Problem dabei ist bloß, jemanden zu finden, der das realisiert. Vielleicht sollte man das eigenständig thematisieren. Aber derzeit überschattet die Lizenzdiskussion alles Andere - vielleicht ein schlechter Moment, ein weiteres Großthema zu platzieren. >Beachtet, dass das Konzept nicht vorsieht, andere Wegarten zu gruppieren, >sondern nur jeweils Fahrspuren innerhalb einer Wegart. Es kann also kein >cycleway-Spur zusammen mit den highway-Fahrspuren gruppiert werden. Radwege >werden nach wie vor an der äußersten Fahrspur getaggt, wie bisher auch - nur >ohne dann unnötige Richtungsangabe. Fahradwege können Zweirichtungsverkehr zulassen, auch wenn sie auf beiden Seiten angeordnet sind - z.B. dann, wenn Kinder auf dem Schulweg eine stark befahrene Straße mehrmals queren müssten, obwohl sie sich schon auf der Seite der Schule befinden. Beim Bündel nicht solche Straßen vergessen, die von einer echten Eisenbahn (nicht Stadtbahn) begleitet werden und diese sich nicht zwingend am Rande des Bündels aufhält. >Diese Abbstände könnte man in JOSM als Profil für jede Straßenart festlegen, >was den gesetzlichen Vorgabender jeweiligen Fahrspurbreite entspräche. Für >andere Länder muss man das entsprechende Landesprofil laden oder festlegen. Mit solch grundsätzlichen Festlegungen haben die meisten hier große Probleme (z.B. maxspeed=de:urban). Alles am Objekt in menschenlesbarer Form hat recht hohe Priorirität, auch wenn es redundant ist und jedesmal wiederholt werden muss. (maxspeed=50; source:maxspeed=de:urban) Abschließend: Könntest Du vielleicht versuchen, den fehlenden Zeilenumbruch funktionstüchtig zu machen? _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

