Am 30.08.2010 14:33, schrieb Frederik Ramm:
Hallo,

Sven Geggus wrote:
Über diesen Unfug darfst Du Dich gerne mal mit Nop unterhalten, der
Aufgrund
der CC-by-SA derzeit keine Wanderkarte aus einem layer machen kann.

Das hab ich dem Felix des langen und des breiten und mit einer
Engelsgeduld im Forum erklaert, aber ich glaube, er will das einfach
nicht verstehen.

Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass es bei gewissen Leuten einfach irgendwie "en vogue" ist, Gegner der Lizenzumstellung als etwas zurückgeblieben darzustellen. Ein unfeiner Zug.

Welche "Unternehmen" denn? Ich finde es wie gesagt gut, dass der
Künstler,
der kreatives mit OSM Daten machen möchte nicht dazu gezwungen wird es
unter
CC-by-SA zu stellen. Er könnte zum Beispiel in Zukunft auch CC-by-NC-SA
verwenden. Das würde zum Beispiel den Machern der Garminkarten effektiv
ermöglichen den Vertrieb ihrer Karten zu Mondpreisen bei Ebay zu
verhindern.

Demnächst schnitzt sich dann halt jemand selber eine (qualitativ minderwertige) Karte mit eigenem Style zusammen und verkauft diese dann zu Mondpreisen bei eBay - was haben wir dabei (außer einem potentiell schlechten Ruf) gewonnen?

Summa Summarum steht die Lizenz IMO eher freien Projekten im Weg als
kommerzieller Verwertung. Schon heute hätte zum Beispiel die Firma
Mapquest
nicht ihre Stylefiles freigeben müssen (auch wenn sie das getan haben)
sondern nur die Ergebniskacheln.

Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass es bei gewissen Leuten einfach
irgendwie "en vogue" ist, auf nicht naeher benannte (weil nicht naeher
benennbare) kommerzielle Interessen zu schimpfen - nach dem Motto: Wenn
ich schon keine vernuenftigen Argumente gegen die neue Lizenz habe, dann
kann ich wenigstens ein bisschen Unsicherheit verbreiten, indem ich
andeute, kommerzielle (=natuerlich boese!) Interessen seien im Spiel.

Du wirst hoffentlich zugeben, daß zumindest als ein wichtiger Grund für die Lizenzumstellung häufiger die "rechtssichere Verwendung" von OSM Daten (u.a im kommerziellen Bereich) genannt wurde "sonst kann meine Firma ja potentiell jeder einzelne der 200000 Mapper verklagen".

Ob das letztlich gut oder böse ist werden wir erst in ein paar Jahren wissen :-)

Ganz ehrlich, wenn ich in den USA (und dort sind mit Bing, Mapquest und
Cloudmade unsere mit Abstand groessten kommerziellen Nutzer)
kommerzielle Interessen haette, dann waere das beste, was mir passieren
kann, dass die alte Lizenz beibehalten wird, denn (a) fuer mich ist das
so wie PD, und zu allem Ueberfluss schalte ich damit noch (b) meine
Konkurrenz in den Laendern aus, in denen die Lizenz ansatzweise
funktioniert.

Das stimmt doch nicht. Wenn mein Konkurrent in diesen Ländern seine Karten nicht verkaufen kann, kann ich das auch nicht.

Gruß, ULFL

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