Hallo,
Wolfgang wrote:
Beispiel: Wird eine Straße umgebaut oder eine Tankstelle abgerissen, bekommen
das die Mapper recht schnell mit. Wechselt ein Restaurant von chinesisch auf
griechisch, ist das auch recht schnell den örtlichen Mappern bekannt.
Schon da irrst Du vermutlich; zumindest hier vor meiner Haustuer gibt es
doch eine Menge Sachen dieses Kalibers, die sich unbemerkt aendern.
Das hat ein Stueck weit vermutlich mit Mapping-Tourismus zu tun. Wenn
jeder nur seine unmittelbare Wohnumgebung mappt, dann stimmt das, das
man Dinge einfach mitkriegt. Aber das Restaurant, das ich im letzten
Urlaub erfasst habe, koennte laengst schon ein Friseursalon sein...
Das ganze ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema, das uns immer mehr
beschaeftigen wird. Gerade vor ein paar Tagen hat Tom Chance, ein Mapper
in London, das hier geposted:
http://tom.acrewoods.net/2010/09/09/are-points-of-interest-poisonous/
Darin beschreibt er, dass er viele Laeden, die er mal getaggt hat, jetzt
wieder loescht - weil er es fuer unrealistisch haelt, die Information
auf dem neusten Stand zu halten, und weil er "keine POIs" fuer besser
haelt als "falsche POIs". Die Idee hat natuerlich fuer einigen
Widerspruch gesorgt (siehe Kommentare).
Ein einfaches "last checked"-Tag kann ein Anfang sein, aber ich sehe da
ein paar Probleme. Ueber kurz oder lang haben wir hier bei einem
Supermarkt getaggt, welche Karten er nimmt, wann er offen hat, wem er
gehoert, von welchem Lieferanten er sein Fleisch bekommt und welche
Pfandflaschen er annimmt. Telefonnummer sowieso. All das sind Dinge, die
zu ueberpruefen selbst dem, der taeglich dort einkauft, Arbeit machen.
Dass der Supermarkt, in dem ich immer einkaufe, ein Edeka ist und bis
20h auf hat, das kann ich gerade noch so von meinem Sofa aus
bestaetigen. Wenn ich aber die anderen Details bestaetigen soll, ist das
echte Arbeit -> ich mache es nicht, zumindest nicht einfach mal so
"nebenher".
Da muss sicher noch viel Gehirnschmalz reinfliessen. Ich koennte mir
auch vorstellen, dass man unter einer Karte einen grossen Butten "hier
stimmt was nicht" hat, gar nicht mal mit OpenStreetBugs dahinter,
sondern ein Button, der nur speichert: dieser Ausschnitt wurde angesehen
und fuer mangelhaft befunden. Ausserdem wuerde man alle Ausschnitte, die
sonst so angesehen werden, mit einem kleinen Positiv-Score vermerken
(Annahme: wer eine Karte anschaut und darauf einen Fehler sieht, wird
mit 0.0x% Wahrscheinlichkeit auf den Fehlerbutton klicken). Auf die
Weise koennte man spaeter auch Karten zeichnen, auf denen Gegenden, die
oft angeschaut und wenig bemaengelt werden, dick gruen sind, und andere,
die vielleicht schon alt sind und nie angeschaut werden, eher so in
fragwuerdigem Gelb gezeichnet sind. - Damit erfasst man natuerlich nur
das, was auf der Karte sichtbar ist.
Bye
Frederik
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