Am 18.11.2010 11:24, schrieb Felix Hartmann:
Es wird nicht funktionierem jemanden zu erklären wie er etwas taggen
soll, wenn er das Thema an sich nicht versteht. Sprich wer (so gut wie)
noch nie auf einem Klettersteig war, sollte es auch unterlassen hier
eine Schwierigkeit zu taggen.

Das fasst das Problem in deiner Sichtweise ganz gut zusammen.

Ich widerspreche dir z.B. ausdrücklich, das es kaum technische Schwierigkeits-Unterschiede bei Wanderwegen im Mittelgebirge oder im Flachland gibt, nur die Schwierigkeitsskala an sich ist halt eher geringer angelegt als bei sac_scale. Z.B. gibt es Wanderwege auf der man zur Not mit dem Rollstuhl fahren kann und welche, die so steil und rutschig sind wo ich nur mit gut geeignetem Schuhwerk laufen sollte.

Das sowas in sac_scale nicht wirklich gut reinpaßt ist (mir) klar. Das Mapper in Ermangelung von Alternativen jetzt sac_scale verwenden um sowas irgendwie eintragen zu können kann ich aber nachvollziehen. Vielen wird vielleicht die Problematik nicht einmal bewußt sein. Die Frage muß dann aber lauten: Wie kann man bewirken, das die Leute nicht auf die falsche "sac_scale Fährte" kommen?

Wenn es z.B. sowohl eine hiking_scale[1] als auch eine sac_scale gäbe, ist die Wahrscheinlichkeit das jemand einen Wanderweg mit einem "falschen" sac_scale einträgt schonmal wesentlich geringer: "hmmm, hiking habe ich gemacht, sac kenne ich nicht, also trage ich mal was bei hiking_scale ein". Ganz verhindern kann man sowas bei OSM natürlich nie.

Wenn du die Mapper nicht dazu befähigst die Sachen so einzutragen wie du dir das denkst, werden sie es auch nicht tun. Mit dem Ansatz "die verstehen das eh nicht" oder "das müssen die unterlassen" wirst du bei OSM erfahrungsgemäß nicht weit kommen ...

Gruß, ULFL

[1] Die genaue Definition von hiking_scale (oder hiking_difficulty oder so) überlasse ich jetzt mal den Wandervögeln bei OSM ;-)

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