Hallo Ronnie,

weil das alles so kompliziert ist, suche ich einen möglichst simplen Test der die Lagegenauigkeit von GPS-Koordinaten misst.

Ich gehe davon aus, dass GPS-Tracks
anderen systematischen Fehlern unterliegen als Luftbilder.

Ist nicht unwahrscheinlich. Weisst Du Genaueres?

Eine Mittelung ueber beide ist somit besser als beide Originale.

Vermutlich ist eine solche Mittelung bei unsereem Crowdsourcing /nicht/ wahrscheinlich. Der Mapper hat /ein/ Luftbild, und idealerweise mehrere Tracks. Die Daten werden vermutlich eher mehrmals hin und her geschoben, je nachdem ob grad ein Luftbild oder ein Track im Hintergrund liegt bzw was der Mapper favorisiert - und der jeweils letzte Edit "gewinnt".

Was m.E. beim CrowdSourcing bei der Lageberichtigung wirklich hilft, ist die *relative Lage* verschiedener Objekte zueinander und die *Form* von Linien und Flächen - bzw. die intuitiv-iterative Angleichung zwischen Wahrnehmung der "Wirklichkeit" draussen, dem Abbild im Editor, sowie dem Vergleich zu Tracks und Luftbildern. Ich vermute, dass so bei einer jeweiligen Ungenauigkeit von 10..15m - bei genügender Datendichte - eine gemittelte Lagegenauigkeit von wenigen Metern oder besser resultiert.

Schluessel ist der Abgleich mit moeglichst vielen .gpx Tracks

dann mitteln sich einige Störparameter - aber nicht alle.

 Tracks sind hinlaenglich divers, um durch eine
Mittelung eine Qualitaetsverbesserung zu erlangen.

Ja.
Aber das trifft für unterschiedliche Parameter in unterschiedlichem Masse zu.

Es bleiben nicht nur stochastische Ungenauigkeiten,
sondern auch systematische Fehler,
die sich prinzipbedingt nicht herausmitteln lassen.

Ja.

Reflektionen zum Beispiel betreffen alle Geraete.
Zwar mehr oder weniger stark, aber immer in der selben Richtung.
Man wird sich hier durch Mittelung dem
wahren Wert nie annaehern koennen.

Mir geht es darum, Fehlerursachen zu erkennen und deren Ausmass abzuschätzen, um sie bei der Lagebeurteilung berücksichtigen zu können.

Könnte auch vorbeugend zu Kaufempfehlungen und Messempfehlungen führen.

Eine gerade Strasse ist eben gerade, auch wenn hundert Tracks
einen Bogen vor der grossen Hochhausfassade machen.

Ja, Formgenauigkeit plus relative Lagegenauigkeit
kann die absolute Lagegenauigkeit deutlich verbessern.

Genau das ist das Problem:
- für viele Geräte gibt es kein Datenblatt
- die meisten "Datenblätter" sind eher Werbebroschüren
- die Daten beziehen sich nicht auf eine Seriennummer/Version

Da EGNOS ein Vorteil ist, wird es manchmal auch in Werbebroschueren erwaehnt.

Siehe oben.

Ansonsten kann man nur bei Hersteller anfragen

Und mit den Ergebnissen machen wir dann eine Gerätedatenbank, in der wir festhalten, welches Gerät mit welchem Typ und welcher Seriennummer in welchem Produktionszeitraum EGNOS in der Koordinate berücksichtigt. (ich vermute selbst bei Garmin wird man die dafür notwendige Information nicht in der erforderlichen Tiefe erfahren)

Wenn diese Daten dann auch auf dem Gerät verlässlich angegeben wären, könnte man beim Kauf gezielt danach fragen ;-)

Einen zuverlaessigen
'Test' am eigenen Geraet kann ich mir nicht vorstellen.

Vielleicht hat ja jemand eine pfiffige Idee?

PS: philosophische Gedanken

;-)

Gruss, Markus

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