Falk Zscheile <[email protected]> wrote: > Bauern, Förstern oder Jägern
Mir fallen da noch örtlich aktive Wikipedianer, Heimatforscher und -vereine, kommunale Mitarbeiter und Ratsmitglieder ein. >Und jeder, der auf einem Dorf groß geworden ist kann sicher auch noch >den einen oder anderen Flurnamen einfach so aus dem Gedächtnis >nachtragen ... Ich habe in der damals noch so benannten "Volksschule" im Fach "Heimatkunde" die Namen und Grenzen von Fluren des Ortes gelernt. Sie waren in der täglichen Kommunikation auch bei Erwachsenen präsent. So konnten die Mannschaften im Sportunterricht nach den Fluren benannt "Tamsbroich" oder "Holzkamp" heißen. Als noch relativ immobile und outdoor-sozialisierte Dorfkinder kannte man weniger von den umliegenden Orten, die fußläufig erreichbaren Winkel im eigenen dagegen wie seine Westentasche. Es ist also durchaus nicht ausgeschlossen, dass ältere Mapper Flure und Grenzen auch dort kennen, wo man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. Deutsche Kommunen sind amtlicherseits in Gemarkungen, Gemarkungen in Flure und Flure in Flurstücke aufgeteilt. Letztere sind beispielsweise in Wohngebieten in der Regel die einzelnen Grundstücke, die im Falle von Eigenheimsiedlungen auf Luftbildern gut erkennbar und somit in Ihren Grenzen erfassbar wären. In freier Natur sind die einzelnen Einheiten meist größer und dort beispielsweise an Wald- und Ackergrenzen oder in wasserreichen Gegenden auch an Entwässerungsgräben angepasst. Auf jeden Fall hat jede dieser Einheiten eine Nummer, manchmal auch Namen, die bei den Kommunen oder Katasterämtern bzw. bei deren Nachfolgern geführt werden. Diese Namen sind häufig überliefert und deren Ursprung heute oft nicht mehr bekannt. Gemarkungen waren früher nicht selten Ortsgrenzen und stimmen dann heute in Folge von Eingemeindungen mit Ortsteilen überein. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

