Am 5. Juli 2012 08:42 schrieb Rainer Kluge <[email protected]>: > Mit steigender Zahl der Abrufe verlängern sich also die > Wartezeiten, die Akzeptanz sinkt, die Nutzerzahl stagniert oder geht zurück.
Wir können nicht mehr Nutzer bedienen, als wir Kapazität haben. Da ist halt irgend wann Schluss. Das ist unabhängig vom Konzept. Das ist eine Finanzierungsfrage. Ja, wir haben weniger Kapazität, wenn war alles von unserem Server bedienen lassen als von 10+ Einzelleuten mit ihren Heimrechner, aber was nutzt es (den Usern), wenn deren Karten nicht gefunden werden. Ausserdem haben wir mit der Aktualisierungsrate, Abdeckung und dem Cache ein paar gute Schrauben, an denen wir zur Auslastungsoptimierung drehen können. > > Was man aus meiner Sicht braucht, sind eine Handvoll Kartentypen, > tagesaktuelle Karten für die wichtigsten Länder, wochenaktuelle Karten für > die Hauptreiseländer und für den Rest der Welt Karten on Demand mit > Wochencache. Ausschneiden und Mergen kann jeder selbst machen. 1. Meiner Meinung nach kann dass Mergen und Ausschneiden nicht jeder selber machen. 2. Du willst also die Anzahl der verfügbaren Styles beschränken, dafür fixe Aktualisierungsintervalle festlegen und auch Kleintupfistan vorrechnen (wenn auch selten)? Bist du sicher dass das die richtige Richtung ist, in die du optimierst? Bei on demand musst du die Anzahl der Styles nicht beschränken, kannst die Aktualisierungsintervalle je nach Serverlast anpassen und Kleintupfistan erst dann berechnen, wenn da auch wirklich jemand in den Urlaub hin will. Bei einer statischen Lösung musst du immer eine Konfiguration finden, mit der du deinen Server optimal auslastest und hast dann keine Möglichkeit mehr, etwas hinzuzunehmen. Die Last ist 95%, egal, wer wann welche Karte haben will. Nimmst du bei on demand dieselbe Aktualisierungshäufigkeit, Abdeckung und Styleangebot an, hast du schonmal garantiert weniger Last, weil zum Beispiel in dem Monat keiner sich für Grönland interessiert. Die frei gewordene Zeit kannst du dann z.B. in einen neuen Style oder in eine aktuellere Deutschlandkarte stecken. Und der Rechenaufwand zur Erstellung der Karte ist bei beiden Varianten die selbe. On demand heisst ja auch nicht, dass wir die Karten häufiger aktualisieren. Den einzigen Nachteil den ich sehe: Bei vorgerechneten Karten ist es minimal einfacher, dass uns jemand 'Rechenzeit spendet', in dem er uns eine fertige Karte von seinem Server spiegeln lässt. Bei on demand muss die sehr genau zu unserem Anfrageverfahren passen, damit wir die in den Cache übernehmen können. > Damit deckt man sicher weit mehr als 90% des Bedarfs der Normalnutzer ab. > Für die Power-User, Aktualitätsfreaks und User mit ausgeprägtem Spieltrieb > kann man ja einen OnDemand-Dienst einrichten. Aber die sind hier doch nicht > das Thema. > Und nochmal: wo ist der Unterschied? Die Systeme unterscheiden sich nicht in Aktualisierungshäufigkeit, Abdeckung oder Styleangebot. (Ich beziehe mich jetzt mal auf eine Variante, die nur die bestehenden Styles zusammenfasst, und keine detailierte Stylekonfiguration zulässt.) Zum Thema Style-Verarmung: Ja, die Leute werden das als 'Die OSM-Garmin-Karte' wahrnehmen. Aber genau das suchen sie ja auch. Und ich bin dafür, dort so viele der bestehenden Styles wie möglich zu integrieren. Das kommt natürlich darauf an, ob die Originalanbieter sie mit uns teilen oder nicht. Wer 'Geheimtipp' bleiben möchte, dem ist das sein gutes Recht. Auch wird die Liste der externen Anbieter nicht verschwinden. Vielleicht wird die eine oder andere Spezialkarte sogar besser, weil bei uns vielleicht häufiger aktualisiert oder für mehr Länder verfügbar. Ich seh das hauptsächlich als Gewinn. Gruss, Stefan PS: Ich halte 'Wartezeit' immernoch für die Größe, bei der die Nutzer die meisten Kompromisse einzugehen bereit sind. Wenn sie dafür einen zentralen Anlaufpunkt und ein (fast) 1-Kilck System bis zur Karte bekommen. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

