Hallo,
genau das ist doch der Punkt.
So denkt ein durchschnittlicher Mapper:
Ich habe keinerlei Bonus. Das Board zu wählen ist auch nicht gerade "wichtig". Was macht denn das Board schon? Den Beitrag als Spende sehen: Schön und gut, aber dann kann ich auch direkt Spenden und zwar einen Betrag, den ich mir aussuchen kann. Von dem "Like-Button" hab ich ja auch nur was, wenn andere sehen, dass ich ihn "gedrückt" habe.

Ich denke den SOTM eintritt kann man bei den meisten auch in den Skat drücken. Es ist halt schwer für einen Verein Mitgleider zu sammeln, wenn er seine Aufgabe darin sieht sich im Hintergrund zu halten. Letzteres ist so gewollt und auch in Ordnung. Nur bedeutet das gleichzeitig eben auch, dass ich nicht Mitglied sein muss um über das für den Mapper wesentliche zu entscheiden.

Viele Grüße,
Henning

Am 14.09.2012 10:34, schrieb Falk Zscheile:
Am 14. September 2012 10:05 schrieb Manuel Reimer <[email protected]>:
aighes <osm <at> aighes.de> writes:
Dafür braucht es halt Wissen in der Community, was einem so eine
Mitgliedschaft bringt. Worüber kann ich mitbestimmen?
Genau das ist die Frage aller Fragen.

Ich denke das Mitentscheiden sollte nicht das ausschlaggebende
Kriterium sein, um beizutreten. Die Einflussmöglichkeiten der OSMF
wird sich gegenüber der Community immer in grenzen halten (müssen), da
ein Projekt wie OSM mit Regeln von "oben" grundsätzlich Probleme hat.

Zudem ist Mitentscheiden, ob in der OSMF oder nur auf einer
Mailingliste immer mit Zeitaufwand verbunden. Man muss sich
durchlesen, was andere wollen, sich eine eigene Meinung bilden, diese
auch vertreten, versuchen sie argumentativ durchzusetzen und nach
Kompromissen suchen. Wem das hier auf der Liste Spaß macht, der hat
daran sicher auch in einem Verein Spaß. Alle anderen sollten sich nach
einem anderen Grund für einen Beitritt umsehen.
Eine Mitgliedschaft ist nicht teuer und da OSM mehr oder weniger eines meiner
Hobbies ist, tendiere ich dazu, auch beizutreten.

So halte ich es bei meinen anderen Hobbys auch. Meist unterstütze ich
sie durch einen Vereinsbeitritt.

Frage ist aber: Was habe ich davon? Was bekomme ich, was ich ohne Mitgliedschaft
nicht habe? Ist alles, was ich bei Zahlung bekomme, eine knappe E-Mail, die mich
als OSMF-Mitglied begrüßt?
Wie oben bereits dargelegt, sehe ich die Mitbestimmung (häufig eh
klein-klein) nicht als vordergründige Motivation an, einem Verein
beizutreten. Für mich ist es eher ein kostenpflichtiger "Like Button".
Was bekomme ich nun (bestenfalls) dafür? Leute, die sich in ihrer
Freizeit nicht nur dem Mappen widmen, sondern sich um sonstigen
Krimskrams kümmern -- Außendarstellung, Kontaktpflege, Serverbetrieb
und Verwaltung von Spendengeldern. Die Spendengelder wollen dann auch
wieder sinnvoll angelegt sein. Habe ich in einem so großen Projekt den
Überblick und die Geldmittel, um etwas direkt zu fördern? Nein! Schön,
dass es da jemanden gibt, der das Organisiert und sich damit
auseinandersetzt, ob einer Förderung lohnt und sich die ganzen
Diskussionen antut.

Bei OSM kommt als Unterschied zu vielen anderen Vereinen aber hinzu,
dass hier schon die Meisten durch die Erfassung von Geodaten beitragen
und sich natürlich berechtigterweise die Frage stellen, warum sie dann
auch noch für die Sache Geld ausgeben sollen, die sie schon durch ihre
Mitarbeit fördern ... Vielleicht aus einem der oben genannten Gründe.

Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, das es an einem echten local
chapter für Deutschland fehlt. Einen deutschen Verein kennt jeder aus
(mehr oder weniger guter) Erfahrung und weiß worauf er sich einlässt.
Aber bei  einer Foundation nach englischen Recht? Und auch nicht jeder
kann oder möchte auf englisch in einer Vereinigung mitwirken ...

Gruß, Falk

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