Am 4. Oktober 2012 16:35 schrieb Frederik Ramm <[email protected]>: > Hallo, > > das ist schon 2 Monate alt, aber ich hab es jetzt erst gesehen: Ein > englischsprachiger Vortrag darueber, dass OpenStreetMap ja "gender-biased" > sei (genauer genommen Frauen benachteiligend). Als wesentliche Beweisstuecke > werden die Anzahl von getaggten Bordellen ins Feld gefuehrt und die > Tatsache, dass eine Wiki-Abstimmung zu "amenity=childcare" mit 15 > Abstimmenden nicht die erforderliche Beteiligung erreichte.
Das Proposal wurde mit 9 zu 5 Stimmen abgelehnt (also nicht wegen Verfehlens des Quorums, was sie im Vortrag aber auch nicht behauptet), weil es in Details nicht gut war und der oder die Vorschlagende sich aber nicht davon überzeugen ließ, die Kritikpunkte noch vor dem Voting anzugehen. Normalerweise werden bei uns die allermeisten Proposals angenommen, und wenn es beim ersten Mal nicht klappt muss man eben nochmal was ändern. Oder einfach mit einem "schlechten" Schema taggen und sich nicht drum scheren. So ganz Unrecht hat sie mit einem ja nicht: wir sind wirklich (zumindest auf den SotMs und der Liste hier) mehr Männer als Frauen, und wie gut unsere Features ausdefiniert sind hängt vor allem davon ab, wieviele Leute jeweils ein Interesse daran haben. D.h. zum einen sind wir in Bereichen die eher Frauen interessieren weniger detailliert und facettiert, zum anderen sind wir auch bei der Auswahl der Features in der Hauptkarte eher "männlich" tendierend. Ich sage nur pubs in Zoom 16 ;-). Schaut Euch mal an, welche POIs im Fokus stehen: http://www.openstreetmap.org/?lat=51.51231&lon=-0.13113&zoom=16&layers=M Mehr Mapperinnen wären für unsere Karten sicherlich ein Gewinn. Dass nur 13% der Wikipedia-Editoren Frauen sind, kann man aber doch kaum den Männern vorwerfen? Was die social_facility angeht, so finde ich das schon ein bisschen so einen Ansatz, für "den Rest", also Frauen, Alte, Kinder, Gebrechliche, Invaliden und andere Randgruppen eine Kategorie zu bilden. Wenn man so vorginge wie OSM bisher vor allem funktioniert (mit aussagekräftigen Werten im amenity-Bereich) dann hätte man stattdessen vermutlich eher passende Werte füŕ die jeweiligen Einrichtungen. Naja, hat beides Vor- und Nachteile (jetziges System ist vielfältiger, der Mapper braucht nur ein Schema zu lernen und kann dann auch tags für seltenere Objekte zusammenkombinieren, aber andererseits kann z.B. das mapnik-Stil-team so wie das jetzt getaggt wird nur noch sehen, dass da irgendeine soziale Einrichtung ist, weil sie keinen Zugriff auf die Schlüssel haben, was dort gemacht wird, und wer die "Kunden" sind, also ob das eine Beratungsstelle für Drogenabhängige oder ein Seniorenheim oder betreutes Wohnen, oder ein Schülerhort oder so ist). Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

