Am 16.11.2012 09:56, schrieb Ronnie Soak:
Am 15. November 2012 22:04 schrieb Robert S. <[email protected]>:
Bauliche Richtlinien gibt es bestimmt, aber bestimmte Werte als default
anzusetzen ist in OSM immer ganz schwierig. Denn es gibt in OSM immer noch
den Status "nicht erfasst".
Wie willst du also die Aussage "hier gilt der Defaultwert" von der Aussage
"Hier wurde noch nicht erfasst, ob der Defaultwert gilt" unterscheiden?
Wie immer steht es natürlich den Datenauswertern (hier: lightmap)
frei, eigene defaults
anzunehmen. Vielleicht hilft also eine Email an diese Adresse.

Das löst nicht nur das Problem mit dem nicht erkennbaren Status der Erfassung,
sondern auch dass über defaults bei OSM wegen ihrer
Allgemeingültigkeit immer erst ewig diskutiert werden müsste.
Wenn ich lit=* irgendwo auswerten würde (ich hab mit der lightmap nichts zu tun), dann wäre mein angenommener default-Wert abhängig davon, wofür ich es benutze. Wenn meine Anwendung sich um Sicherheit drehen würde (wie komme ich nach hause, ohne durch den DUNKLEN Park zu laufen?), dann würde ich lit=no annehmen und außerdem dazu motivieren, lit einzutragen. Wenn meine Anwendung aber den Stromverbrauch einer Stadt für den Beleuchtungsbereich abschätzen und dabei eher überschätzen sollte, würde ich lit=yes annehmen oder statistisch eine Straße, zu der ich nichts weiß, als zu vielleicht 60% beleuchtet kalkulieren.

Ich weiß nicht, ob irgendein default-wert in OSM für alle Anwendungen der entsprechenden Eigenschaft sinnvoll ist, sobald der Mapper sich auf diesen default-Wert verlässt. Defaults auf Programmiererseite anzunehmen ist eine andere Sache. Der gesunde Menschenverstand lässt in manchen Fällen sicher solche Fälle eindeutig erkennen: shop=no gehört sicher nicht an einen highway=*, obwohl das sicher meist korrekt wäre (bei Basaren etc. könnte man sich sogar darüber möglicherweise streiten).

Ich will damit jetzt nicht anregen, alles mit jedem nur möglichen Tag zu versehen. Das großflächige Eintragen von Eigenschaften unter der Annahme dass das meist schon stimmen dürfte (wurde hier im Thread glaub ich angesprochen: "innerorts sind aber doch alle Straßen beleuchtet"), ist natürlich Mist. Wenn diese Annahme stimmt, dann wird der Entwickler (vielleicht nicht idealerweise auch der Mapper) diesen default annehmen, solange der Tag fehlt. Aber der Unsicherheitsfaktor, den eine Anwendung mit berücksichtigen kann, wenn eben kein Tag da ist, fehlt dann.

Wenn ich aber vor Ort gewesen bin und deshalb ohne zu vermuten wissend lit=yes eintrage, ist das richtig und ein Mehrwert für den Auswerter des lit-Tags. Bevor hier jetzt das Argument der Datenbank-Größe ankommt: Ja, das ist ein Problem, dass die OSM-Datenbank größer wird. Ich rede hier aber von manuellem Hinzufügen von kontrollierten Tags. Wenn das die Grenze der Software sprengt, ist das letztendlich ein Problem, dem wir auf Seiten von Softwarearchitekturen und Bibliotheken begegnen müssen und nicht, indem wir Mapper beschränken.

Gruß
Peter

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