* Eduard Refinius ([EMAIL PROTECTED]) wrote/schrieb:
> Woher wei� man so was?
> Ich meine, es liegt nicht in meinem Interesse, euch wegen jedem auch
> so
> kleinem Problem zu begelligen (falls ihr es so empfindet).
> Und �berhaupt will ich mit der Zeit lernen, selber Probleme zu l�sen,
> vor allem
> wenn es sich um so mikrige handelt.
> Vielleicht sollte ich mir eure Buchtips zu Herzen nehmen.
Hi!
Vergi� es. Die ganzen B�cher "Linux f�r Einsteiger" bewegen sich nicht weit
�ber eine Beschreibung der Installation vielleicht mehrerer Distributionen
hinaus. Am Ende noch ein paar Kapitel �ber bis zum Kauf des Buchs
vollkommen veraltete Programmpakete, und das wars auch schon. Das ist auch
nicht erst seit Kurzem so, sondern ein Effekt, den ich schon vor Jahren
beobachtet habe, als ja angeblich alles noch viel besser war. ;-)
Alles, was "man" braucht, ist viel Zeit, Geduld, und der Wille, einen
Hilfetext auch mal zu lesen, bzw. herumzuprobieren. Irgendwann kommt dann
die Erfahrung.
Also nochmal: Lesen ist okay. Allerdings darf es sich durchaus schonmal um
die von einem Programm mitgelieferte Anleitung handeln, bzw. wie in Deinem
Fall um den von "make" ausgegebenen Hilfetext handeln. B�cher, die
mitunter am Flie�band von den Autoren heruntergerasselt werden, sind nur
selten hilfreich, wenn man ein so spezielles Problem wie Du hat.
Wenn Worte wie "Einsteiger", "Umfassend", "Definitiv", "Training", "Kann
ich", "Lerne ich", "F�r Dummies", "In 24 Stunden" oder "Kompendium"
daraufstehen: Finger weg. Den N�rnberger Trichter gibt es nicht, und wer
behauptet, da� Du mit seinem Buch all Deine Probleme in kurzer Zeit ganz
toll l�sen k�nnen wirst, l�gt ganz einfach.
Ich pers�nlich habe mich darauf eingeschossen, die Finger von B�chern zu
lassen, bei denen man viele Seiten f�r wenig Geld bekommt. Wenn ein
Fachbuch mehr als 1000 Seiten hat, und weniger als 50 Mark kostet, m�ssen
alle Alarmglocken klingeln. Was billig produziert wurde, wird oft aus der
Original-Doku abgeschrieben und irgendwie aufgeblasen worden sein. Wenn
dann erstmal Tippfehler in den im Buch aufgef�hrten Beispielen stecken,
�rgert man sich �ber jede eingesparte Mark.
Oft sind die unscheinbaren, etwas zu d�nnen, und viel zu teuren B�cher die
besseren. Beispiel: "Programmieren in C" von Kernighan/Ritchie, d�nn,
Cover im 70er-Jahre-Design, teuer.
Im Zweifelsfall solltest Du EDV-B�cher nie bei Amazon bestellen, sondern
sie im Laden mit viel Geduld durchbl�ttern. Buchh�ndler freuen sich, wenn
sie den Laden voll mit bl�tternden Leuten haben. Die sind noch nicht einmal
sauer, wenn man sich freundlich verabschiedet, ohne was zu kaufen. Sollten
alle B�cher eingeschwei�t sein, und man will Dir keins aufmachen, lauf weg,
so schnell Du kannst.
Au�erdem solltest Du immer schauen, ob es im Internet eine Doku f�r Dein
Problem gibt. Die interaktive Doku zu PHP auf der PHP-Homepage ist z.B. so
gut, da� man auf jedes Buch verzichten kann.
Zum Erwerben von Grundlagen sind B�cher okay; beim L�sen komplexer
Probleme mu� man aber lernen, sich selbst zu helfen.
Sie lasen das Wort zum Sonntag.
Wer sagt da, ich w�re abgeschweift? Frechheit!
Ciao,
-martin
--
"The software empire that was built on a C:\ prompt, Microsoft, has
done for software what McDonald's did for the hamburger."
-PC MAGAZINE, June 1997
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