Hallo Eduard.
>
> Ich habe es mit make linux-3dnow versucht:
>
> root@erde:/opt/mp3/mpg123-0.59r > make linux-3dnow
[Ausgaben des Compilers]
> mpg123.c:480: warning: initialization makes integer from pointer without
> a cast
Das ist eine Fehlermeldung - anscheinend hat der Programmierer Mist
gebaut.
[noch viel mehr Fehlermeldungen, wahrscheinlich als Folge davon]
> make[2]: *** [dct64_3dnow.o] Error 1
> make[2]: Leaving directory `/opt/mp3/mpg123-0.59r'
> make[1]: *** [mpg123-make] Error 2
> make[1]: Leaving directory `/opt/mp3/mpg123-0.59r'
> make: *** [linux-3dnow] Error 2
> root@erde:/opt/mp3/mpg123-0.59r >
OK, war wohl nix. Nimm die Standardversion.
>
> Wie l��t sich feststellen, was �berfl�ssig ist, was ich �berhaupt
> nicht brauche? Ich wei� ja nicht, was die einzelnen Zeilen
Oh, diese Zeilen sind nicht an sich �berfl�ssig, sie haben blo� nix mit
deinem Problem zu tun.
> in /etc/modules.conf f�r eine Bedeutung haben.
> Was sind zum Beispiel die ganzen "alias char-major-xx"-Zeilen?
Unter UNIX ist alles eine Datei. Auch ein "Ger�t". Und Ger�te sind
entweder Blockorintiert oder Zeichenorientiert. Und sie haben alle eine
interne Nummer. Und damit man nicht immer mit dubiosen Nummern hantieren
mu� (so wie der Computer das will) und statt dessen Aussagekr�ftige Namen
verwenden kann macht man eine alias. Also: T�ne ausgeben ist f�r deinen
Computer nichts anderes als Zeichen an das zeichenorientierte Ausgabeger�t
zu schicken; wie das genau geht, das �berl�sst er einem Modul, dessen
Namen du hier angibst.
> USB brauche ich zum Beispiel nicht.
> In /etc/modules.conf wird wohl die Zeile
> alias char-major-240 usb-serial
> f�r die Aktivierung von USB zust�ndig sein. Oder nicht?
Nein, damit wird diesem Ger�t nur ein bestimmtes Modul zugewiesen, das
dann erst bei Bedarf geladen wird. Wenn Du also kein USB benutzt, wird
auch kein Modul geladen. Hier steht nur als Info f�r Linux: Wenn irgendwie
eine Anforderung f�r USB kommt, welches Modul nachgeladen werden mu�.
> Wenn ich die Zeile mit # deaktiviere, dann wird USB nicht
> mehr gehen wahrscheinlich. Damit soll es aber nicht getan
> sein.
Warum willst Du, da� USB nicht mehr funktioniert?????
> "alias char-major-240 usb-serial" bezieht sich wahrscheinlich
> auf ein Modul, Library oder so. Wenn ich USB nicht brauche, dann
> kann ich doch gleich die f�r USB zust�ndigen Komponenten aus dem
> System entfernen, und nicht nur ein # vor die oben erw�hnte Zeile
> setzen. Ist doch nur unn�tiger Ballast.
Naja, wenn Dir die paar kB Festplattenplatz sooo wichtig sind, dann kannst
Du das machen. Ich glaube jedoch, du denkst immer noch in Windows-Bahnen,
wo am Anfang (und nur da) alle Treiber erstmal in den Arbeitsspeicher
gem�llt werden, das ist mitnichten so. Gib mal lsmod ein, dann siehst Du,
welche Treiber zur Zeit aktiv sind. Spa�es halber kannst Du auch mal yast2
starten, die Hardwareerkennung laufen lassen, und dann auf einer anderen
Konsole mal lsmod eingeben... das wird eine ziemlich lange Liste.
> Selbstverst�ndlich soll es nach dem Entfernen der USB-Unterst�tzung
> immer noch die M�glichkeit geben, USB wieder problemlos
> in das System einzubinden, falls ich das mal brauche.
>
Dazu l��t du die Zeilen einfach stehen.
> Aber nehmen wir mal an ich will ein Paket A (nur vorstellen)
> installieren.
> Ich wei� nicht, ob es schon installiert ist.
> Bisher kenne ich nur eine M�glichkeit zu �berpr�fen, ob schon was
> installiert ist, n�mlich "rpm -q PAKETNAME".
> In diesem Fall gebe ich dann "rpm -q A" ein.
> Das geht aber doch nur bei rpm-Paketen, stimmts?
> Wenn aber das Paket A aus einem tar-Paket installiert war
> (./configure make make install und so),
> dann zeigt ein "rpm -q PAKETNAME" keine Wirkung.
> Wie l��t es sich nun �berpr�fen, ob das Paket A schon
> installiert ist, wenn es aus einem tar-Paket installiert
> wurde?
Eigentlich gar nicht. Diese fehlende M�glichhkeit einer wirklich
effizienten Kontrolle (was, wenn jemand was woanders hininstalliert?) war
ja der Grund f�r die Entwicklung von Paketmanagern. Aber das stimmt nicht
ganz, denn igentlich ist es ganz einfach: Du h�ltst Dich bei der
Installation von Software streng an den FHS, und dann landet von dir
nachinstallierte Software fast immer unter /usr/local/<Paketname>; die
ausf�hrbaren Dateien aus diesen Paketen unter /usr/local/bin und die
Libraries unter /usr/local/lib. (usw.) Also: Du schaust einfach nach, ob
es das Verzeichnis /usr/local/A gibt... Und am besten schreibst Du dir
eine Liste, was Du alles installiert hast.
> Mu� man ein Linux-Guru sein,
> um so was zu k�nnen? Mu� man mit Linux schon mindestens f�nf Jahre
> zu tun gehabt haben, um so ein Problem zu ergr�nden und zu
> beheben? Mu� man f�nf Jahre Informatik studiert haben?
>
Nein, ich bin kein Linux-Guru, ich benutze es auch erst seit einem, naja
seit anderthalb Jahren und ich studiere kein Informatik. Ich lese nur eine
gute Computerzeitschrift, und die ist nicht wirklich Linux-spezifisch.
Wenn Du erstmal herausgefunden hast, wie das so alles ungef�hr ist, kannst
Du dir dann jederzeit selbst helfen und im Notfall immer noch eine Frage
an die nette und hilfsbereit Linux-Gemeinde stellen. ;-)
Gru�,
Matthias.
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