"Schmitt, Martin (Dregis SX)" schrieb:
> 
> Mahlzeit!
> 
> Gestern abend habe ich endlich den Logical Volume Manger[1] zum laufen
> bewegt. Ich hatte mir vorgenommen, mir nie wieder dieses Gekrampfe mit den
> Partitionen zu geben, es mußte also sein. ;-)
> 
> Die LVM-Binarys, die den Distros beiliegen, sind meiner Meinung nach
> vollständig unbrauchbar und völlig veraltet. Debian Woody kommt mit LVM 0.8,
> aktuell ist 0.91b5.
> 
> Man muß also die aktuelle LVM-Software runterladen, übersetzen, on-the-fly
> einen Kernelpatch generieren(!), den Kernel damit patchen, ihn mit
> aktiviertem LVM-Support übersetzen (ich habe LVM als Kernelmodul im 2.4.2er
> laufen), fertig.
> 
> Es ist also nicht wirklich trivial, aber IMHO noch immer sehr viel simpler,
> als z.B. ein Apache/PHP-Konglomerat zu übersetzen. Das README, das mitkommt,
> ist übrigens Schrott, was das ganze zu einem spannenden Textadventure werden
> läßt. ;-)
> 
> Danach kann man Partitionen (eine Partition über die ganze Platte ist auch
> okay, sind bei mir 30 GB) auf der Festplatte anlegen, Partitionstyp 8E, die
> man als Physical Volumes ansprechen kann. Die Logical Volumes, die man
> später anlegt, sind als /dev/<VolumeGroup>/<LogicalVolume> ansprechbar, man
> legt ganz normal ein Filesystem drauf an, und mountet das LV dann mit diesem
> Devicenamen.
> 
> Das Verkleinern und Vergrößern von Filesystemen geschieht über den Befehl
> "e2fsadm" aus den LVM-Tools. Dieser paßt in einem Aufwasch das LV an und
> vergrößert das ext2-Dateisystem. Beim Verkleinern natürlich umgekehrt.
> Einziger Nachteil: Das FS darf beim Vergrößern oder Verkleinern nicht
> gemountet sein. Ist also nicht so richtig reif für die Showbühne.

Also bei einem gemounteten Dateisystem den Superblock ändern (da steht
doch wohl die Größe von's Janze drin) -ich weis nicht, ob ich den Mut
bewundern oder mich über den Leichtsinn wundern soll. Eine kleine
Partition (ohne X und alles), die man zusätzlich als Notsystem hat (um
zum Beispiel auch eine defekte und Mist produzierende fstab erreichen zu
können -oder total verhunzte Boot-Scripte) wäre da wohl der bessere Weg.
Mit allem Drum und Dran sollten da 300 MB dicke reichen (bei 30 GB
-wow!- sicher kein Drama). Die normale Distri ist da allerdings
überfordert -wollen einem da zuviel Zeug, das man in Wahrheit für diesen
Zweck gar nicht braucht, aufschwatzen (Stichwort: Abhängigkeiten). Aber,
was man nicht will, lässt man eben, wir sind ja eben nicht bei Windoof. 
> 
> Die Befehle haben alle etwas ungewohnte Namen. Was mit LVs, PVs und VGs zu
> tun hat, fängt jeweils mit "lv", "pv" oder "vg" an. Das hat aber
> andererseits den Vorteil, daß man, wenn man was mit einem LV machen will,
> einfach "lv<tab>" tippen kann um zu sehen, was es alles an Befehlen gibt.
> 
> Das Root-Filesystem habe ich auf einer normalen primären Partition gelassen,
> es ist aber ein Tool beim LVM dabei, mit dem man ein Ramdisk-Image
> generieren kann, wenn man geduldiger ist, als ich es bin.
> 
> Einfach eine _geile_ Sache.

Klasse, das Ganze. Werd' mir "das rahmen". 
> 
> -martin
> 
> [1] http://www.sistina.com/lvm/doc/lvm_howto/index.html
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> PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org
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