Am Don, 2002-06-20 um 18.31 schrieb Martin Schmitt:
> * Patrick Glanz wrote/schrieb:
> 
> > Lustig, als ich die Meldung bei Heise gelesen habe, hab' ich gesehen,
> > da� sich unser Webserver die Updates aus dem RedHat Network bereits
> > gezogen hat, installiert hat und httpd neu gestartet hat ;-)
> 
> Naja, wenn's automatisch ist, ist es schon von Haus aus Schei�e. Ansonsten 
> haben sich das RedHat und SuSE sch�n bei Debian abgeschaut, denn da geht 
> sowas ja schon seit Jahren.  

> Mir geht es aber um was anderes (und ich predige das - unverstanden - schon
> seit Wochen): Diese tollen Update-Mechanismen funktionieren n�mlich nur so
> lange, wie man sich an die Regeln der Distribution h�lt. Insbesondere wird
> der Distributor eines Tages ein Zwangs-Upgrade des Gesamtsystems verlangen, 
> wenn man weiter neue Fixes beziehen will. Das ist sogar gerechtfertigt, denn 
> er kann nicht Versionen bis zur�ck ins Mittelalter unterst�tzen. 

Es hat hier noch nie, ich wiederhole, noch nie Probleme mit
automatischen Updates gegeben, im Gegenteil: Das System reagiert
schneller als ich, und das Wichtigste: Es reagiert, wenn ich gerade
keine Chance habe, reinzuschauen, weil ich z. B. im Urlaub bin.
Unglaublich und sch�n zu sehen: Sogar neue Kernel-Packages werden
gelutscht und installiert, nur rebooten mu� man in diesem Fall noch
selbst. Ich kann's jedoch nicht lassen und guck mir immer noch mal
/etc/lilo.conf an;-) 60 wohlinvestierte Dollar f�r diesen Service!
 
> Wenn man aber nicht upgraden will (und Hand aufs Herz, ich habe noch nie
> ein funktionierendes Upgrade von irgendwas gesehen), dann ist man 
> angeschmiert und kann sehen, wie man seine durchs Upgrade verzogene Kiste 
> wieder rund hinkriegt. Ich w��te nicht, von welchem Ende ich das bei der 
> besagten FreeBSD-Kiste anpacken sollte. Bind, OpenSSH und Apache sind
> aktuell, alles andere ist Nebensache, also warum soll ich mir Arbeit mit
> einem mehr schlecht als recht funktionierenden und langwierigen Upgrade
> aufhalsen? 

Wie gesagt, Du hast anscheinend den RedHat-Kram noch nicht in �ktschn
gesehn. Selbst ein 6.2er RH Apache-Server kann innerhalb von 1 Stunde
auf RH 7.3 hochgepeitscht werden, mit marginalen �nderungen. Ich
wiederhole, es hat noch nie Probleme gegeben. Warum hat Sun sowas
eigentlich nicht?
 
> Hans wird jetzt wieder einspringen und sagen, da� ich halt keine h�ndischen
> Modifikationen an meinem Betriebssystem und den darauf laufenden
> Applikationen machen soll. Aber wenn ich das nicht tun darf bzw. kann, dann
> kann ich auch gleich zu Microsoft gehen und mich dort verschaukeln lassen.

Sagt ja keiner, da� man sich verschaukeln lassen mu�. Eine Ausnahme
f�llt mir allerdings ein: Ximian Gnome st�rt die Integrit�t der RedHat
RPM/Update-Datenbank massiv. Aber das braucht man ja eh nicht, da RH 7.3
ja schon mit den ganzen Ximian-Schmankerln kommt.
Dann, das habe ich in den letzten Jahren gelernt: Zuhause wird
gebastelt, auf den Produktionssystemen wird auf Bew�hrtes
zur�ckgegriffen. Will sagen: Ich mache keine Kernelkompilierexperimente,
wenn's Flugticket zum Server mehr kostet als die Serverhardware;-)))


Patrick

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