Hallo,
das die Staaten auf dem Weg nach rechts sind, ist mir schon lange klar. Ich weis nur
noch nicht so recht, wo sie da schon angekommen sind (wirkt aus hiesiger Sicht ein
bsischen unklar). Beim Copyright sind sie allerdings schon ziemlich am Anschlag
angekommen -da ist ja fast alles verboten. Das man �ber Sicherheitsprobleme nicht
einmal mehr reden darf, ist nat�rlich sicher nicht im Sinne des Erfinders gewesen -den
Firmen aber ist es sehr recht, kann man doch in Zukunft Microsoft und Co. nicht einmal
mehr auf ihre Sicherheitsl�cher hinweisen -dann m�ssen die sie auch nicht stopfen. Die
Geschichte mit dem Russen zeigt aber auch, dass die Ami's inzwischen auch ihre
Gesetze �berall auf der Welt anwenden -wenn aber die Deutschen das tun (die globale
Zust�ndigkeit deutscher Gerichte -allerdings nur f�r von Deutschen ver�bte Taten),
gelten die als arrogant. Rechtsstaat? Ich habe da so meine Bedenken! Immerhin geh�rt
zum Rechststaat auch, dass man niemanden wegen eines Verbrechens bestrafen kann,
von dem er gar nicht wissen konnte (nicht wusste reicht nicht, aber nicht wissen
konnte),
dass es eine Straftat ist. Und das gilt ja wohl f�r einen Russen, der in seinem Land
arbeitet. Allenfalls der Export der betreffenden Software in die Staaten h�tte dann
ein
Verbrechen sein d�rfen.
Dem armen Russen d�rfte jetzt auch noch seine Herkunft und das amerikanische
Rechtssystem in die Quere kommen. Denn die Geschworenen sind Amerikaner und
nach meinem Kenntnisstand bestehen da immer noch starke Ressontiments gegen
Russen (fr�her immerhin die Leute aus "dem Reich des B�sen" laut Reagan). Der eine
oder andere Geschworene wird sich sicher auch davon beeinflussen lassen (und wer
sagt, dass das der Staatsanwalt nicht sogar ausschlachtet -f�r die z�hlt doch nur das
Gewinnen; so hat man wenigstens aus Filmen, auch solchen, die nach wahren
Begebenheiten gedreht sein sollen, den Eindruck).
Auf jeden Fall muss man sich doch sehr �berlegen, was man macht. Ach ja, und Big
Brother ist bei denen offenbar auch sehr weit: Die Software, um die es geht, ist von
einer russischen Firma (der Name des Verhafteten steht also nicht alleine auf/an der
Software). Der Mann ist zu einem Kongress eingereist. Trotzdem hat das FBI sofort
gemerkt, wer da eingereist ist und dass er was mit dieser Software zu tun hat. Das
gibt
einem doch zu denken.
Tsch��
Manfred
From: Martin Schmitt <[EMAIL PROTECTED]>
To: [EMAIL PROTECTED]
Subject: [PUG] Fwd: US : Linux 2.4.20 : Verstehen verboten
Send reply to: [EMAIL PROTECTED]
<mailto:[EMAIL PROTECTED]?subject=subscribe>
<mailto:[EMAIL PROTECTED]?subject=unsubscribe>
Date sent: Sat, 30 Nov 2002 08:35:24 +0100
> 2.4.20 ist da.
>
> Ich pers�nlich bin ja fest davon �berzeugt, da� dieser Copyright-Faschokram das
> Potential hat, uns innerhalb von ein paar Jahren in die informations-
> technische Steinzeit zur�ckzuwerfen. :-(
>
> -martin
>
> ----- Forwarded message from q/depesche <[EMAIL PROTECTED]> -----
>
> From: "q/depesche" <[EMAIL PROTECTED]>
> To: [EMAIL PROTECTED]
> Date: Sat, 30 Nov 2002 08:00:15 +0100
> Subject: US : Linux 2.4.20 : Verstehen verboten
>
>
> q/depesche 2002-11-30T07:55:10
>
> US : Linux 2.4.20 : Verstehen verboten
>
> Der neue Linux-Kernel 2.4.20 ist da. Er enth�lt unter Anderem Security
> Patches, die US-Amerikanern per Gesetz nicht erkl�rt werden d�rfen.
>
> -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
> Zu den Neuerungen des 2.4.20-Kernels geh�ren unter anderem beschleunigte
> SCSI-Verwaltung, Bugfixes im ISDN-System und Unterst�tzung f�r neuere
> Nvidia nForce-Karten. Hier das komplette Changelog :
>
> http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4/ChangeLog-2.4.20
>
> Der Kernel kann hier heruntergeladen werden :
>
> http://www.kernel.org/mirrors/
>
> Er enth�lt auch mehrere Security Pachtes, darunter einen der Firma Red Hat, der
> durch die Tatsache, da� man seine Funktionsweise US-Amerikanern nicht erl�utern
> darf, fragliche Ber�hmtheit erlangte.
>
> Der Grund daf�r ist der "Digital Millennium Copyright Act of 1998" (DMCA).
>
> "There is a relatively new U.S. law, called the DMCA, which among many
> other provisions makes it illegal to circumvent any access-restriction
> measure protecting a copyrighted work, to distribute any device which does so,
> or even to publicly discuss any known method for doing so."
>
> Red Hat selber erkl�rte dazu :
>
> "RHSA-2002-158 is an errata kernel which addresses certain security
> vulnerabilities. Quite simply, these vulnerabilities were discovered and
> documented by ppl outside of the US, and due to the Digital Millenium
> Copyright Act legislation in the US, it is potentially dangerous to
> disclose any information on security vulnerabilities, which may also be
> used in order to circumvent digital security - i.e. computer security. For this
> reason, RH cannot publish this security information, as it is not available
> from the community in the first instance. The www.thefreeworld.net site allows
> for accessing this information, but requires you agree to terms which protect
> the author and documenter of the patches from being accusations that they
> themselves have breached DMCA."
>
> http://www.theregus.com/content/4/26656.html
>
> Der DMCA kam erstmals durch die Open Source-Gemeinde unter Beschu�, nachdem
> Dmitry Sklyarov, ein russischer Programmierer, aufgrund dieses Gesetzes auf
> einer Konferenz in Las Vegas vom FBI verhaftet wurde, weil er f�r seinen
> Arbeitgeber in Russland ein Programm entwickelt hatte, mit dem man den
> Kopierschutz von Adobe E-Books umgehen kann, welches dort vollkommen legal ist,
> solange es nicht zum Erstellen von Raubkopien verwendet wird.
>
> "Sklyarov was arrested on July 16 in Las Vegas, Nevada, where he was
> speaking to a computer security conference on the techniques Adobe uses in
> their e-books. As is usual practice for the computer security profession, his
> lecture was delivered from the perspective of exposing flaws in Adobe's
> access-restriction technology. He was arrested in response to a prior complaint
> by Adobe, who wanted to have the software's distribution ended. He is currently
> awaiting trial in Northern California."
>
> "Because of his association with the software his company makes, the FBI
> took the opportunity of his presence in the U.S. to have him arrested for
> trafficking in a circumvention device under the statutes of the DMCA. This
> crime has a maximum penalty of 5 years and a $500,000 fine for a first
> offence."
>
> http://ukcdr.org/issues/sklyarov/
>
> Die EU hat eine eigene Variante des DMCA entwickelt, die "European Union
> Copyright Directive" (EUCD), welche bis zum 22. Dezember 2002 von allen
> Mitgliedsl�ndern in die lokale Gesetzgebung integriert werden mu�.
>
> "If it goes through unmodified, the EUCD would make it a criminal offence
> to break or attempt to break the copy protection or Digital Rights
> Management systems on digital content such as music, software or eBooks. As it
> stands, the EUCD may lead to a rerun of Dmitri Sklyarov's prosecution, prevent
> teachers copying materials for their students or other legitimate uses of
> copyright material, opponents believe."
>
> http://www.theregister.co.uk/content/4/25088.html
>
> -- ---
>
> Would you like to know more?
>
> www.loc.gov/copyright/legislation/dmca.pdf
> http://anti-dmca.org/
> http://ukcdr.org/issues/eucd/
> http://www.redhat.com/
>
>
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> relayed by kingmob
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