H�tten die Websitebesitzer unter Euch auch Interesse ein oder mehrere Banner 
auf ihren Sites zu presentieren?!

Gruss
Thomas

http://www.ccc.de/campaigns/music/?language=en
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CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf

   Nach der Klage der IFPI gegen einzelne TauschbÃrsennutzer fordert der Chaos
   Computer Club zum Boykott der von der IFPI vertretenen Musikverlage auf.
   Die Branche solle nicht den Nutzern die Schuld geben, wenn sie selber den
   Beginn des Informationszeitalters verschlafen und es versÃumt hat, ihr
   GeschÃftsmodell an die digitale Welt anzupassen.

Informationsfreiheit ist kein Verbrechen

   Der CCC hÃlt die [1] Klagen des Bundesverband Phono / der IFPI fÃr stark
   zweifelhaft. Es kann nicht sein, dass die Musikindustrie ihre Ziele dadurch
   erreicht, in dem sie eine massive Panik vor immensen
   Schadensersatzforderungen schÃrt. Solche sind in Deutschland auch gar nicht
   durchsetzbar. Es geht vielmehr darum, die Nutzer von TauschbÃrsen
   einzuschÃchtern. Dies zeigt sich auch bei der Kampagne der Gesellschaft zur
   Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) [2] "Raubkopierer sind
   Verbrecher". Auch hier werden bewusst juristische Falschaussagen Ãber die
   Strafbarkeit von Urheberrechtsverletzungen gestreut, um den TauschbÃrsen
   das Wasser abzugraben.

   Das [3] Urheberrecht ist kein Naturrecht, sondern ein Ausgleich dafÃr, dass
   der Urheber sein Werk der Ãffentlichkeit zur VerfÃgung stellt. In erster
   Linie ist das Urheberrecht hierbei ein Ausfluà des PersÃnlichkeitsrechtes.
   Auch die wirtschaftlichen Verwertungsrechte werden dem Urheber zur
   Sicherung seiner wirtschaftlichen Existenz verliehen. Hierbei bestehen
   jedoch immanente Schranken. So darf das Werk fÃr die private Verwendung
   frei kopiert werden. Diese auch als "fair use" bezeichnete Begrenzung ist
   eine AusprÃgung der Informationsfreiheit und somit ein Grundrecht.

   Diesen Umstand versucht die Musikindustrie durch pausenlose Kampagnen zu
   unterminieren. Sie stellt die Privatkopie auf die selbe Stufe wie
   KinderschÃnder und Rechtsradikale. So [4] forderte der Vorstandsvorsitzende
   der GEMA auf der Popkomm, nach erfolgreichen ErmittlungsmaÃnahmen im
   Bereich von Kinderpornographie und Nazipropaganda eine Ausweitung dieser
   MaÃnahmen auf TauschbÃrsennutzer. So werden die Kunden auf infame Weise
   verunglimpft..

   Die volkswirtschaftlich eher unbedeutende Urheberrechtsindustrie will aber
   noch weiter gehen. Mit der neuen [5] Richtlinie Ãber die MaÃnahmen und
   Verfahren zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum des Rats der
   EuropÃischen Union will sie das Recht erhalten, Hausdurchsuchungen ohne
   richterlichen Beschluss und auch bei alltÃglichen VerstÃssen durchzufÃhren.
   Industriespionage und Missbrauch werden hier TÃr und Tor geÃffnet.

   So fragt sich ein Clubmitglied zu Recht: "Soll jetzt die BevÃlkerung
   kriminalisiert werden, weil der Markt es nicht schafft, das Angebot fÃr die
   Nachfrage zu liefern? Gesetzliche Sicherheit gegen Marktversagen auf Kosten
   der Freiheit? Wie kommt es, dass man mit KlingeltÃnen mehr Geld macht als
   mit Musik?"

   Doch weshalb sind Peer-to-Peer (P2P) TauschbÃrsen so beliebt? Als einige
   Argumente sind zu nennen

     * Die QualitÃt der Musik auf dem Markt ist gesunken. FÃr Musik,
       die nur einen noch besseren Umsatz der Musikindustrie beschert, kurze
       Zeit in den Charts zu hÃren, aber nicht von Dauer ist, lohnt sich nicht
       fÃr teures Geld zu kaufen. In wenigen Jahren erinnert sich sowieso
       niemand mehr an die damaligen StÃcke.
     * Der Preis fÃr eine CD ist zu hoch. Zumindest fÃr die hart
       umworbene Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.  Wie
       Studien ergaben, kaufen sich diejenigen CDs, die auch ein Einkommen
       haben, sprich die Gruppe der ab 40jÃhrigen.
     * Der CD-Kopierschutz hindert HÃrer daran CDs auf aktuellen
       CD-Playern abzuspielen. Selbst etliche Auto-CD-Spieler kÃnnen die
       gekaufte CD nicht mehr abspielen. So bleibt fÃr viele HÃrer nur der Weg
       in TauschbÃrsen, um sich diese CD in digitaler Form herunter zu laden
       und auf eine CD zu brennen, die sich Ãberall abspielen lÃsst.
     * Die Auswahl in den MusiklÃden ist begrenzt. FÃr RaritÃten sind
       TauschbÃrsen eine Fundgrube. Wer nicht in GroÃstÃdten wohnt oder die
       Zeit hat, etliche PlattenlÃden zu besuchen, kann sich daheim sein
       LieblingsstÃck von vor 20 Jahren runter laden. Ohne viel Suchen.
     * TauschbÃrsen haben sich als ein ideales Vertriebsmittel
       herausgestellt -- allein eine vernÃnftige Bezahlfunktion fehlt.  An der
       Musikindustrie ist der Zug des Internets vorbei gefahren.  Die
       MusikhÃrer haben ihre eigenen Vertriebswege fÃr aktuelle Technik
       gefunden, die ihre WÃnsche befriedigt. WÃhrenddessen hat sich die
       Musikindustrie weiter darum gekÃmmert ihre PfrÃnde zu wahren. Doch
       viele HÃrer sind bereit, KÃnstler fÃr ihr Werk zu entlohnen. Dazu
       mÃssen neue Wege geschaffen werden, um ihnen gerecht das Honorar
       zukommen zu lassen.

   Mit dem Klagen der Musikindustrie muss nun endlich Schluss sein! Der CCC
   fordert deshalb auf, die Musikindustrie dort zu treffen, wo sie am
   verwundbarsten ist. Entziehen wir ihnen den Umsatz! Dieser kann dann nicht
   mehr dazu verwendet werden, in groÃen Anzeigenserien die Kunden zu
   diffamieren.

   Der CCC hat zu dieser Kampagne [6] Banner zur freien Verwendung erstellt.
   TauschbÃrsennutzer kÃnnen so Ihrem Unmut Ausdruck verleihen, dass sie das
   Vorgehen der Musikindustrie nicht gut heiÃen. Kreative Pixelschubser sendet
   bitte Links zu euren VorschlÃgen an [7] [EMAIL PROTECTED] (keine Attachments).
   Wir bitten um die Einbindung auf mÃglichst vielen Webseiten.

   AbschlieÃend seien auf die Worte von Dirk Bach bei der diesjÃhrigen
   Echo-Verleihung verwiesen "Und ihr wundert euch, dass es euch schlecht
   geht?" [8]


References

  1. http://www.ifpi.de/news/news-380.htm
  2. http://www.hartabergerecht.de/index5255.html?id=9
  3. http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/
  4. http://www.heise.de/tp/deutsch/special/copy/17060/1.html
  5. http://register.consilium.eu.int/pdf/de/04/st06/st06376.de04.pdf
  6. http://www.ccc.de/campaigns/music?language=de
  7. mailto:[EMAIL PROTECTED]
  8. http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,289514,00.html

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