Am Sonntag, 11. November 2007 14:21 schrieb Dieter Schütze: > Denny Schierz schrieb: > > Martin Schmitt schrieb: > >> Und _das_ halte ich nicht für besonders weit hergeholt. > > > > 11.11.07: > > > > Ort: Darmstadt, Zuhause. > > > > "Hmm, soll ich die Vollmacht per normaler Post versenden? Ach, wird > > schon nichts passieren. Schließlich muss man seine Stimme erheben, > > und wenn dies durch eine Klage geschieht" > > > > 24.03.11: > > > > Ort: Passkontrolle FFm Flughafen. > > > > Beamter: > > > > "Ah, Sie sind also Herr Schierz? Tut mir sehr leid Herr Schierz, > > wir können Ihnen die Einreise in die Bundesrepublik nicht > > erlauben." > > > > Me: > > > > "Achso? Und was ist der Grund für die Verweigerung der Einreise?" > > > > Beamter: > > > > "Nun, die dürfen wir Ihnen leider nicht mitteilen. Die unterliegt > > der Geheimhaltung. Wir müssen Sie nun bitten den nächsten Flug in > > ihr neues Heimatland zurück zunehmen. Schönen Tag noch. Der Nächste > > bitte!" > > > > ... > > Was soll jetzt das schon wieder. > Ich finde das nicht gut sich über so ein wichtiges Thema lustig zu > machen denn etwas anderes ist diese science fiction jetzt nicht. > Das ist nichts weiter wie erstmal eine unwahre Behauptung kurzum eine > Lüge. Damit setzt Du Dich ins gleiche Boot wie die Politiker die > solche Gesetze fordern denn auch die arbeiten ausschließlich mit > Unwahrheiten oder Halbwahrheiten. > Ergo Du begibst Dich auf das gleiche Niveau und willst somit das > gleiche was die wollen, Gesetze auf der Basis von Lügen. > > Dieter
Cool down, baby! Was Denny Schierz sagen wollte (sorry, Denny, es ist sicher eine demütigende Erfahrung, wenn Andere zu Hilfe kommen müssen, um einen eigenen Witz oder Analogie erklären zu müssen) war: es ist zu befürchten, dass im erfundenen Fall einer späteren Einreise man in irgendeiner Datenbank nachgucken wird - die Analogie zu dem, was heute schon in den USA passiert und was Schäuble im Moment gerade anstrebt, ist ja evident. Mit der Vorratsdatenspeicherung hat das nur insofern zu tun als es sich um eine weitere (!) Verschärfung handelt. Aus dem ,,deutschen Herbst'' ist mir noch folgender Fall in Erinnerung: da sollte Jemand nicht Lehrer werden dürfen und klagte dagegen. Vor Gericht wurde seine Zugehörigkeit zu einer verfassungsfeindlichen Gruppe damit bewiesen, dass ein Foto vorgelegt wurde, wonach er an genau dem Tag, an welchen eine linke Demo in der fraglichen Stadt stattfand, sein Auto in der Nähe geparkt hatte. Und das ging durch! Du, Martin, scheinst Dieter eine affirmative Einstellung zu unterstellen. Ich glaube er meint etwas Anderes: er geht davon aus, dass Ernst außer hier auf der Liste zu schreiben sonst nichts tun (!) würde und stellt heraus, dass diese Liste keine Aktionsform sein kann, die zählt. Ich halte das für verkürzt. Bei politischen Vorgängen ist jeder (!) Versuch, die öffentliche Meinung so zu beeinflussen, dass die Verursacher eines Problems einen möglichst hohen politischen Preis dafür zahlen müssen, mittelbar relevant. OHne mich selber da ganz ausnehmen zu wollen finde ich, dass hier auf der Liste der Ton manchmal zu leicht ins Rutschen kommt. Gruß, Michael Bischof
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