Christian Lohmaier schrieb:

>> Nur nochmal der Vollständigkeit halber inhaltlich zu Deinem Kommentar:
>> Meiner Einschätzung nach kommen in aller Regel mehr Absatzvorlagen als
>> Zeichenvorlagen in Standarddokumenten zum Einsatz.
> 
> So? Wieviele Absatzvorlagen hast Du denn in Deinem Dokument?
> Überschriften, Textkörper, evtl. Zitat und was noch?

Für Standarddokumente halte ich noch folgende Absatzvorlagen für
nützlich:
Aufzählung1, Nummerierung1, Tabellenüberschrift, Tabelleninhalt,
Abbildung

> Es geht ja auch nicht in erster Linie um die Anzahl, sondern das wobei
> man häufiger umschalten muß. Die Überschriften gehen bequem per
> Tastaturshortcut, die anderen über das Dropdownfeld.

Ich halte dagegen:
Tastaturshortcuts werden (leider) kaum genutzt.
Das Dropdownfeld ist alles andere als bequem im Vergleich zu einer
ständig sichtbaren Text-Schaltfläche in einer personalisierten Toolbar
oder auch in einer personalisierten Liste des Stylisten.

> Zeichenvorlagen verwendet man zwar auch nicht viele (evt. betont,
> inline-Zitat,..) aber man hat dafür i.d.R. auch keinen Shortcut. Auch
> ist es leichter einen kompletten Absatz nachträglich zu formatieren als
> am Ende die einzelnen Wörter zu suchen die man mit der Zeichenvorlage
> formatieren will.

Was ist die Schlussfolgerung daraus?

Wie wird das Zuweisen von Zeichenvorlagen für Anwender attraktiv(er)
und mühelos(er)?

Durch das Einblenden des flächeverzehrenden Stylisten nur dafür (denn
in Deinem Beispiel werden ja Absatzvorlagen per Dropdown und Shortcuts
zugewiesen)?
Trägt die Vielzahl der Einträge in der Zeichenvorlagenliste zur
Übersicht bei, wenn der Anwender doch nur eine Handvoll
Zeichenvorlagen regelmäßig nutzt?
(Ja, ich erinnere mich an den "Trick" mit den Vorlagen in der
Fußleiste einer unsichtbaren Seitenvorlage, gebe dieser Variante aber
für "Normal"-Nutzer keine Chance)       

>> Das Dropdownfeld erfüllt das wesentliche Kriterium "alle häufig
>> genutzten Funktionen sind auf einen Blick sichtbar und in einem
>> einzigen Schritt erreichbar" nicht.
> 
> Aber es erfüllt den Punkt: Nimmt nicht ständig Platz weg wenn es nicht
> gebraucht wird.

Wir bewerten den Rang der ständigen Sichtbarkeit von sehr häufig
benutzten Vorlagen und ihre Erreichbarkeit in einem statt in zwei
Schritten unterschiedlich.
Ich bin sehr sicher, dass die ständige Sichtbarkeit des oben erwähnten
halben Dutzends Absatzvorlagen die Häufigkeit ihrer Nutzung erhöht -
gegenüber dem Dropdownfeld.

>>>> Von dem Doppelgemoppel - Dropdownfeld plus Stylist - halte und hielt
>>>> ich noch nie etwas. Das führt nur zu der eben erwähnten
>>>> "Überladenheit".
>>> 
>>> Aber das was Du willst ist doch Doppelgemoppel³ 
>>                                                 ^
>> Hhmm. Die Fußnote sehe ich hier im Posting nicht.
> 
> Ist auch keine Fußnote, sondern ein "hoch drei"

Ach so :)

>> Vielleicht verstehst Du meine Idee noch miss.
> 
> Glaube ich nicht. Ich halte sie nur nicht für wünschenswert. Ich würde
> sie jedenfalls nicht verwenden.
> 
>> In der von mir vorgeschlagenen Möglichkeit kommt der Anwender mit
>> einer einzigen Toolbar für Standardaufgaben aus. Darauf ist nichts
>> doppelt.
> 
> Du sagst: das Dropdown-Feld ist schon doppelt gemoppelt. Du willst
> zusätzlich zum Stylisten und dem Dropdownfeld noch eine komplette
> Toolbar. Wenn das nicht doppelt gemoppelt ist.

Redest Du von Optionen oder vom gleichzeitigen Einblenden dieser
Optionen?

Ich rede, wie gesagt, von einer personalisierten Toolbar mit genau
/einer/ Variante der Zuweisung.
Du magst meine Variante für nicht wünschenswert halten, nur
doppelgemoppelt ist daran nichts.

Erst wenn keine Standardaufgaben mehr erfüllt werden, kämen weitere
Toolbars oder der Stylist ins Spiel.

>>>> [...]
>>>> Ob es wirklich zu keinerlei unerwünschten Nebenwirkungen führt, wenn
>>>> man nicht die "Standard-Vorlagen" verwendet, habe ich noch nicht
>>>> überprüft.
>>> 
>>> Welche sollten das denn sein? Einziges Problem könnte sein daß man beim
>>> Erstellen der Vorlagen nicht die Hierarchie beachtet - das liegt aber
>>> dann nicht am Prinzip, sondern am Nutzer...
>> 
>> Wenn der Nutzer "schuld ist", handelt es sich meist um ein Synonym für
>> "die Software ist noch verbesserungsfähig" ;)
>> 
>> Das von Dir vorgeschlagene Verfahren bürdet dem Anwender einige
>> zusätzliche Mühe auf.
> 
> Eine einmalige Mühe.
> Du bürdest dem Nutzer genauso zusätzliche Mühe auf. Er muß schließlich
> die Toolbar auch erst konfigurieren.

Was die Mühe angeht, gebe ich Dir Recht. Das wird sich wohl die Waage
halten.

Mir behagt das Ersetzen von Standard-Absatzvorlagen durch
Selbstgestrickte absolut nicht.
Wie bewertest Du die Auswirkung einer solchen Praxis auf das Arbeiten
an einem Dokument mit mehreren Autoren?
Wie bewertest Du die Konvertierbarkeit solcher Dokumente in andere
Formate, z.B. in HTML?

>> Beim Erzeugen der Verknüpfungen und beim automatischen Nummerieren von
>> Überschriften mit Hilfe von "Extras > Kapitelnummerierung >
>> Reiterkarte Nummerierung > Feld Absatzvorlage" gleich ein zweites Mal.
> 
> Wiegesagt: einmalig. Aber es sei natürlich auch hinzugefügt das diese
> Lösung nur für die Leute ein Vorschlag ist die sowas (ähnliches) haben
> wollen wie deine Mehode.
> 
>> An dieser Stelle - da ich es für die Version 2.0 noch nicht geprüft
>> habe: Ist es eigentlich nun möglich den Absatzvorlagen "Überschrift n"
>> folgende Nummerierung ohne harte Formatierung über 
>> "Extras > Kapitelnummerierung" zuzuweisen?
> 
> Hä? Was ist da hart formatiert? Das unten geht doch schon immer.

Dann täuscht mich meine Erinnerung. Ich hatte mir gemerkt, dass in
gewissen Situationen der Weg über Kapitelnummerierung nötig war.
Umso besser, wenn dies nicht so ist.
(Ein kurzer Test zeigt, das das Verknüpfen einer Nummerierungsvorlage
mit entsprechender Einstellung auf der Reiterkarte "Optionen" im Feld
"Vollständig" mit einer Absatzvorlage prima funktioniert)

>> Das stelle ich bei den aktuellen Displaygrößen in Frage.
>> BTW bin ich nicht der Überzeugung, dass /jedes/ Icon schlechter
>> verstanden wird, als seine Entsprechung als Text.
> 
> Ich sage: Bei nur Text ist es deutlich schwieriger die Schaltfläche als
> die gewünschte zu identifizieren. Es ist nicht damit getan daß man bei
> der einzelnen Schaltfläche auf den ersten Blick versteht was sie tut.
> Man muß wissen wo man diese Schaltfläche findet. Bei nur Text ist das
> deutchlich schwieriger als bei eiem Icon.
> 
> Ich bestreite nicht daß ein Text-Schaltfläche besser verständlich ist
> als ein Icon. Ich sage: das ist irrelevant (scheißegal). Auch mit
> Textschaltflächen  läuft es darauf hinaus daß man nach einer Weile weiß
> /wohin/ man klicken muß.

OK, lassen wir es so stehen.
Sollten mir mal Studien unterkommen, die Deine Aussagen untermauerern
oder widerlegen werde ich Dir mailen.

>> [bunt hinterlegte Bereiche in der Toolbar] 
>> Das würde uns "Memory-GUI-Freunden" aber doch gefallen, oder?
> 
> Nee, glaube ich nicht. Das würde nur ablenken und ich glaube mit der
> Zeit würde mir das auf die Nerven gehen.

Die Wollmilchsau mit farbtherapeutischen Ambitionen würde sogleich
vollautomagisch eine beruhigende Färbung über die ganze GUI legen. 
Dazu aus den Lautsprechern eine beschwörend-betörende Stimme aus dem
Off: "Sie sollten sich anders kleiden. OOo führt jetzt eine eingehende
Farbtypanalyse an Ihnen durch. Verhalten Sie sich jetzt ruhig, sonst
setzt es Stromschläge!"

Andreas
-- 
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