Hallo Jörg,
irgendwie sprichst Du mir aus der Seele.
Jörg Schmidt wrote:
Hallo,
Dr. Matthias Weisser schrieb:
es ist mir schon klar, daß html etwas völlig anderes ist.
Ich schätze html sehr, weil ich den Code lesen und verstehen kann,
ihn schlank halten kann und ggf. Fehler darin korrigieren kann.
Die Möglichkeit besteht doch bei OOo-Dokumenten uneingeschränkt, Du
kannst die XML-Dateien im Archiv per Hand editieren. Alles völlig
transparent. Beim *.doc-Format kannst Du das nicht.
eben.
Daher schätze ich ja auch den Ansatz des neuen offenen Formats. :-)
Ich würde es schätzen, wenn Firmen in Zukunft mehr darauf achten würden,
daß nur noch Programme mit solchen offenen Standards ins Haus
kommen. Dann würde manches vielleicht besser.
Ja, also irgendwie ist da dann OOo schon besser, ich kritisiere hier
auch garnicht das Du möglicherweise an OOo höhere Maßstäbe anlegen
möchtest als an Word, nur was Du verlangst geht bereits, geht nicht nur
im Sinne einer Marketingbehauptung sondern auch praktisch...
da hast Du ja vollkommen recht.
Und wer sagt das jetzt mal den Beschaffern in den Firmen?
Ich muss in der Firma mit Bill arbeiten, weil dies eben so angeschafft
worden ist.
Ich werde auch nicht gefragt, ob ich lieber Office 2000 behalten
möchte. Nein - es wird einfach 2003 installiert. Und wenn die Kiste
dann drucken soll, so reicht der Speicher nicht mehr und ich muss
neu booten.
Aber so ist eben die Realität.
Der Export nach html und das erneute Öffnen des html-Textes
rettete mir in Word so manche Datei.
Insofern kann so etwas schon interessant und wichtig sein.
Ja, die Möglichkeit besteht bei OOo ohne Einschränkung weil Du die
XML-Dateien auch ohne Konvertierung im Klartext einsehen kannst. Das ist
an der Stelle (Dokumentrettung) doch besser als jeder Filter (der immer
fehlerhaft sein kann) ... es sei denn Dir wäre der Unterschied zwischen
HTML und XML zu groß...
ich habe bisher noch kein xml-Programm genutzt um den
Code wirklich anzusehen. Kann vielleicht jemand aus der Liste
ein solches Programm mit getrennten Code/WYSIWYG-Fenstern
empfehlen?
Ich persönlich würde es sehr schätzen, wenn es so eine Option
zum optionalen Ansehen/Ändern geben würde.
Es klingt recht kompliziert, wenn man dazu ein Extra Werkzeug braucht.
braucht man nicht, man _kann_ sowas benutzen
man kann schon. Es ist aber Mehraufwand.
Ich kann die Leute verstehen, die heute noch Tech nutzen,
weil dabei eben die Transparenz da ist, die sonst fehlt.
Wer mit Word Diplomarbeit geschrieben hat und Text verlor, der
weiß, was ich meine. Mit Tech wäre das nicht passiert.
Ja, deshalb gibt es verschiedene Programme. Man sollte immer das
passende Nutzen. Du sagst doch Du liebst es mit effektiven Werkzeugen zu
arbeiten, universelle Werkzeuge sind niemals so effektiv wie eine
Zusammenstellung von spezifischen Werkzeugen.
dem stimme ich nicht so ganz zu.
Ein abgespecktes Paket, das die meisten wichtigen Sachen kann
ist besser als ein überladenes Monstrum, was fast alles kann.
OOo ist eine Fließtext-Textverarbeitung, es ist kein Satzprogramm oder
DTP-Programm oder HTML-Editor oder ...
Vielleicht kann die gute Idee, die im Ansatz von Tech steckt
in OO mit umgesetzt werden?
Nein, das ist ein schlechter Weg. Alle wollen scheinbar das OOo eine
Umschaltoption für Fremdprogramme jeder Art hat die die Erscheinung von
OOo im Aussehen und Funktion dem Fremdprogramm gleich macht.
Ist denn wirklich niemandem einsichtig das ein Programm aus Code
besteht, der erstellt, gewartet und debugt werden muß? Ist nicht
irgendwie einsichtig das ich kein Fahrzeug bauen kann was Auto,
Flugzeug, Schiff und U-Boot in Einem ist? Ist niemandem klar wie
aufgebläht heutige Office-Pakete schon sind und wie schwer es ist die
fehlerfrei zu halten?
das ist mir sonnenklar.
Das pure Gegenteil ist der Fall: werfe 30% der heutigen Optionen aus OOo
raus und kaum jemand vermißt sie ernsthaft, nur das Paket wäre besser
wartbar und Entwicklungskapazitäten könnten auf vollständige
Fehlerfreiheit konzentriert werden statt auf ständig neue Optionen der
Option.
genau das. Es gibt kleine Programme, wie unter Linux das
Abiword. Das lädt meinen Wordkram ratzfatz ein und
kann wohl das meiste, was man so braucht.
Ich sah sogar mal ein Word, das nur 4MB brauchte als Freeware.
Es ist aus meiner Sicht ein Irrweg zu meinen, daß ein
Programm Millionen von Codezeilen haben muss.
Wenn ich daran denke, was der alte Mac mit seinen
128kB Haupspeicher und 2 schlichten Diskettenlaufwerken
- ganz ohne Festplatte - zustande brachte.
Da zeigt doch, daß auch mit wenig Code gute Ergebnisse
erzielt werden können.
Wer Eagle kennt als schematischen Editor und zum
Erstellen von Leiterplatten - mit Autorouter -
und das für PC und Linux, der weiß wie klein und gut
leistungsfähige Programme sein können.
Ich habe das nur mal geschrieben um die Situation zu verdeutlichen, denn
eigentlich täte es sehr gut wenn der "Marktkampf" anhand von Regeln
geführt würde die insbesondere offene Standards beinhalten. Dann wäre
die Möglichkeit gegeben auch für spezielle Programme die dann auch
besonders gut und effektiv sein können.
da bin ich ganz Deiner Meinung.
Es gäbe dann die Möglichkeit für
Einzelprogramme die nur Textverarbeitung können oder nur
Tabellenkalkulation oder ... das aber auf sehr hohem Niveau. Das geht
aber nur mit offenen Standards und solange das Hauptkampfmittel
künstlich erzeugte Inkompatibilitäten und properitäre Standards wird das
wohl nichts werden. Solange Featureritis vorherrscht und die schiere
Anzahl von (sinnlosen) Optionen als Stärke eines Programms
herausgestellt wird, wird das wohl auch nichts werden.
Ich bin überzeugt das wird sich eines Tages ändern, weil die User nicht
mehr immer neuen Heilsversprechungen der großen (und durch die Größe
arrogant gewordenen) Softwareriesen glauben.
Die User glauben heute, daß die Probleme kleiner sind, wenn alles
aus einer Hand ist. Zum Teil mögen sie damit ja recht haben.
Ich bin überzeugt weil ich
mich noch sehr gut an den MHz-Kampf bei Prozessoren vor einigen Jahren
erinnern kann, aber niemand wird doch heute behaupten wollen der
Unterschied ein OOo auf einem PIII-800 oder einem PIV-3660 zu betreiben
sei größer als der Unterschied zwischen der Menge der erzeugten Warmluft
beider Systeme...
Hoffen wir also auf Besserung . . .
Gruss
Matthias
--
Dr. Matthias Weisser
Lackenschusterweg 2
82024 Taufkirchen
Tel. 089/6126977
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http://www.gesundohnepillen.de