Hallo Frederik,
F.D. schrieb:
Da fällt mir ein: Man könnte ja ein Makro schreiben, das eine zusätzliche
Menüleiste mit Auswahllisten für die Styles hinzufügt - dort könnte man
dann auch die Kurzbeschreibung unterbringen.
Allerdings bin ich nicht sicher, ob ich das hinkriege - habe noch nie
größere Makros für OOo geschrieben...
Der Weg über Makros ist in der Dokumentvorlage der HU benutzt worden. Ob
man zusätzlich Tooltips generieren kann, weiß ich nicht.
Und da wir gerade dabei sind: Bestünde Interesse an einer solchen Vorlage
für wissenschaftliche Dokumente? Das Ganze würde wohl einige Zeit dauern
(ich müsste mir zunächst mal überlegen, was man alles beachten muss, um
nachträgliche Änderungen am Grundkonzept zu vermeiden), und ich bin nicht
sicher, ob's über meine Zwecke hinaus verwendbar wäre - aber für
Vorschläge, Hinweise oder vielleicht sogar Mitarbeit wäre ich durchaus
empfänglich...
Der Zweck sollte allerdings klar sein. Es macht einen Unterschied, ob
man die Dokumente in eigenes XML-Format konvertieren will und deshalb
bestimmte Vorlagen vorschreibt oder ob man die in OOo vorhanden
Konvertierungsmöglichkeiten nach XHTML, Doc-Book, PDF unterstützen will.
Ich bin mir bewusst, dass die Berliner Humboldt-Uni eine OOo-Vorlage
für
Dissertationen[1] bereitstellt, aber damit kam ich nie wirklich gut
zurecht.
Ich halte die Dokumentvorlage auch für verbesserungswürdig.
Kannst du das an einigen konkreten Punkten festmachen? Dann könnte ich das
ja ggf. berücksichtigen...
Ich habe mal aufgeschrieben, was mich so alles stört; ist ziemlich lang
geworden:
(1) Die Vorlage benutzt Makros. Das verringert die Akzeptanz einer
solchen Dokumentvorlage.
(2) Das Makro fügt zwei zusätzliche Symbolleisten ein und schränkt
dadurch den vertikalen Platz ein.
(3) Das Makro verändert die Leiste für Textformatierungen. Es
funktioniert in OOo2 nicht wie gewünscht.
(3) Die Vorlage enthält keine Lösung für Deckblatt, Verzeichnisse und
Anhang. Die Seitenvorlage „Deckblatt“ ist zwar vorhanden, aber man weiß
nicht, welche Teile enthalten sein müssen und wie sie anzuordnen sind.
Das ist bei StarOffice besser gelöst.
(4) Die Nummerierungsvorlagen berücksichtigen keinen Abstand zwischen
Nummerierungszeichen und Text. Besonders die Vorlagen „römisch“ sind
gestalterisch falsch. Schreib mal eine Liste von I bis X, dann wird es
deutlich. Die Ebenen werden weder eingerückt noch mit mehrgliederigen
Nummern versehen, wodurch mehrstufige Listen schwer lesbar sind. Ganz
abgesehen davon, dass große Buchstaben und römische Zahlen nach DIN 1421
nicht vorgesehen sind.
(5) Es werden zahlreiche Zeichenvorlagen für Literaturangaben definiert.
Diese werden aber in den Format-Einstellungen des
Literaturverzeichnisses überhaupt nicht benutzt. Soll denn jeder Eintrag
von Hand formatiert werden?
(7) Die Seitenränder sind typographisch falsch.
(8) Es werden zahlreiche Zeichenvorlagen mit Farben eingeführt, deren
Zweck sich jedoch nicht erschließt.
(9) Die eingestellte Schriftgröße und die Wahl der Ränder erzeugt viel
zu lange Zeilen. Die Lesbarkeit wird durch Arial noch weiter verschlechtert.
(10) Es werden unnötig eigene Vorlagen definiert, wo schon geeignete
Vorlagen existieren. Das macht nur bei einer automatischen Umwandlung zu
eigenem XML-Format Sinn, verhindert aber die schon in OOo vorhanden
Konvertierungen.
(11) Die Vorlagen, die wohl für englische Texte vorgesehen sind wie
„eigene Keywords (en)“ und „Head Abstract-Englisch“, haben Englisch
nicht als Sprache eingestellt.
(12) Die Absatzvorlage „Standard“ soll wohl als Absatzvorlage benutzt
werden. Wenn dies so ist, müsste die Hurenkind-Schusterjungen-Regel
eingeschaltet sein. Die Vorlage enthält den Vermerk
„Registerhaltigkeit“, eine solche ist aber in der Seitenvorlage nicht
eingeschaltet.
(13) Bei längeren Texten ist es üblich, in der Kopfzeile die Kapitel-
oder Abschnittüberschrift anzuzeigen; das fehlt hier.
(14) Das Inhaltsverzeichnis hat keine Links.
Ich denke, dass eine allgemeine, sehr sorgfältige, viele Möglichkeiten
abdeckende Dokumentvorlage unheimlich viel Arbeit bedeutet. Eine solche
Vorlage ist dann ohne eine Dokumentation nicht zu gebrauchen, denn der
Nutzer wird sie im Einzelfall immer an die Wünsche der eigenen Fakultät
anpassen müssen.
mfG
Regina
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