Hallo Matthias,
[...]
> Es ist mir absolut nicht
> einsichtig, warum Dinge, die früher ganz einfach funktionierten
> nun auf einmal wenig transparent und kompliziert sein müssen.
> Das ist für mich kein Fortschritt.

dafür konntest Du aber früher auch nicht so viel mit einem „Geräte“ (z. 
B. elektronische Schreibmaschine) machen. Etwas Mühe musst Du Dir schon 
geben, bei einem Programm das Prinzip zu verstehen. Du hast nun mal eine 
Maschine vor Dir. ;-)
[...]
> Für mich ist das Programm damit nur bedingt geeignet.
> Und Dein Kommentar deutet mir an, daß ich mich und andere
> besser nach einer Alternative umsehen sollen.

Das kommt doch ganz darauf an, was Du machen willst. Ich stelle in der 
Firma Globaldokumente aus ca. 40-50 Teildokumenten zusammen. Mit 
Grafiken, Tabellen und Diagrammen. Mit Inhaltsverzeichnis, Kopf- und 
Fußzeilen. Mit linken und rechten Seiten, sichtbaren und unsichtbarem 
oder bedingtem Text. Privat schreibe ich Briefe oder meine Tochter ihren 
Praktikumsbericht. Und da sind dann wieder ganz andere Anforderungen wie 
Rahmen oder Spalten im Text. Und ich wette, dass ich nicht einmal 50% der 
Funktionalitäten des Writers mit meinen „Aktionen“ auslaste.
[...]
> Mit Word 5 konnte ich rascher Fließtext schreiben als
> heute mit OOo. In der Zeit bis OOo auf einer alten
> Maschine öffnet kann ich mit Word 5 öffnen schreiben
> und wieder schließen. Mit der Tastaturkürzeln war ich
> schneller als mit den dussligen Pull Down Menüs, die ab
> Word 2 den Arbeitsfortschritt behinderten.

Ich hab mit WORD6 ein ca. 20MB großes Dokument bearbeiten müssen – als 
ich lud und mein Chef saß mal ca. 10 Minuten neben mir ohne dass etwas 
auf dem Bildschirm erschien, fragte er mich:“Warum dauert das so lange?“ 
Deine Texte scheinen nicht so vollgepackt zu sein wie meine, sonst würde 
es bei Dir sehr wahrscheinlich auch länger dauern.
Und übrigens: Was kann WORD5.0 – und was kann Ooo2.0.1? Über die 
Funktionalitäten eines jeden Programms lohnt sich doch nachzudenken, 
oder?!
[...]
> Ich habe es also so begriffen:

Anscheinend doch nicht...

> Ich starte mit OOo um meinen Text als Fließtext einzutippen.
> Wenn ich Bilder einfügen will, oder Seitenumbrüche mit
> Bildern, dann gehe ich sofort zu Scribus.

Ist doch Quatsch. Siehe oben was ich geschrieben habe, was ich alles mit 
dem Writer mache.

> Ist das so korrekt?

Nein.

> Stimmen dem alle Experten hier so zu?

Bin zwar kein Experte, stimme Dir aber schon mal nicht zu!
[...]
> Aus meiner Sicht sollte der Alltagsnutzer die Zielgruppe sein.
> Denn diese Gruppe ist irgendwann die größte.

Ich bin Alltagsnutzer. Du sicher auch. Nur willst Du etwas Spezielleres 
mit Texten machen. Dann nimm doch die Vorschläge an, die bereits gekommen 
sind. Schreib Deine Text, formatier und gestalte sie nach Deinen 
Vorstellungen und wenn Du merkst, dass die Arbeit in Richtung Layout 
geht, übernimm den Text in das Layoutprogramm und mach ihn dort fertig.
[...]
> Der Laie kann mit dieser
> Sichtweise wenig anfangen. Er will und muss rasch etwas
> schaffen können. Produktivität ist gefragt. Es ist einfach
> nicht so toll, wenn meine Tante mehrfach einen Kurs an der VHS
> buchen muss, um dann zu können, was sie früher mit der
> Schreibmaschine schaffte.

Moment mal, schließlich sind auf der Schreibmaschine alle Buchstaben zu 
sehen, auch das „F“ für Fett oder andere KLEINE Funktiönchen, falls diese 
überhaupt vorhanden sind, sind deutlich gekennzeichnet. Für das Löschen 
von fehlerhaften Textstellen hat diese Schreibmaschine hoffentlich schon 
ein Korrekturband, wenn nicht, nimmt man Tipp-Ex oder wie das sonst 
heißt. Speichern kann man den Text auf der Schreibmaschine nicht (es sein 
denn, es ist eine elektrische, dann kann man wenigstens eine Zeile 
speichern vor dem Drucken). Der Vergleich mit der Schreibmaschine hinkt 
doch sehr, denn in Bezug auf ein Textverarbeitungsprogramm ist eine 
Schreibmaschine doch sehr spartanisch mit Funktionen bestückt.

> Frust mit der Programmbedienung ist ein ungünstiger Faktor,
> der vermieden werden sollte.

Sicher, nur das liegt doch beim Anwender. Und wer mit verschiedenen 
Textverarbeitungsprogrammen gearbeitet hat, findet im Endeffekt doch 
meist auch, was er braucht. Und wenn nicht, gibt es die Hilfe im 
Programm, in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft oder im Internet oder 
auch so etwas wie diese Listen hier.
[...]
> Und beim Fließtext kommt es
> offenbar immer wieder vor, daß eben Dinge passieren,
> _die nicht gewünscht sind_. 

Und Du hast ganz sicher verstanden, wie welche Formatierungen wirken? 
Sicher gibt es Fehler und Bugs, aber manchmal muss man sich in die 
Wirkungsweise rein denken. Mir ging es so mit dem „Verankern an der 
Seite“. Ich hab es auch in einem Dokument ausprobiert und schließlich 
aufgegeben und am ersten Absatz einer Seite verankert. Seit den Emails in 
den letzten Tagen verstehe ich auch, warum ich so ein Heck-Meck hatte.

> Und wenn dies dann passiert, so
> soll der User eben zu DTP greifen . . .

Nur wenn Du mit Deinem Text „Layouts“ machen willst.

> Diese Logik erschließt sich mir nicht.

Schade.

Gruß
Kornelia






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