Auch hallo,

jetzt muß ich als in meinen Augen sehr versierte PC-Userin meinen Senf dazugeben.

Zur Debatte "Wie anhnunglos darf jemand sein, der OOo installiert"
möchte ich folgendes beitragen:
Wenn der Computer eine Werkzeugkiste ist, dann sind die
Office-Programme der Steckschlüsselsatz. Soll heißen: Der Einstieg in
die Verwendung von Office-Programme (also auch OOo) darf nur
geringfügig schwieriger sein, als "drei mal Ja klicken um ein Spiel zu
installieren". Warum dem Anwender so "entgegen kommen"?: Weil die
meinsten Leute, die sich einen PC anschaffen und nicht nur spielen
wollen, als nächstes an Briefe, Schreibmaschinenersatz, usw. denken.
Wenn es dann hier zu "Schwierigkeiten" mit OpenSource-Software kommt,
wird daraus schnell die Einstellung "OpenSource taugt nichts" oder
"OpenSource ist zu kompliziert".
100% Zustimmung.

Ein Lösungsvorschlag:
Den Unpacker und Installer so einrichten, dass die
Installationsdateinen sich standardmäßig in einen Unterordner des
Programmverzeichnises installieren (z.B.
x:\Programme\OpenOffice2\Installationfiles).
200% Zustimmung
Damit verstopfen sie nicht den Desktop (wo sie IMO noch weniger zu
suchen habe als im Programmverzeichnis), unerfahrene User sind nicht
irretiert und Profis können ja immernoch ihr Lieblingsverzeichnis
angeben. Im Gegensatz zum mehrheitlich vertretenen
Versuch-und-Irrtum-User, kann man von den Profis auch erwarten, dass
sie Handbücher lesen und verstehen können.

Ebenfalls 200% Zustimmung.

Ich habe genau diese Erfahrungen mit PC-Neulingen und Gelegenheitsbenutzern gemacht. Es ist eher selten, daß solche Windows-User außer den Icons auf dem Desktop und vielleicht noch "Start->alle Programme" etwas von ihrem PC kennen. Aber das, was auf dem Desktop liegt, muß was erkennbares machen. Wenn Otto Normalverbraucher sich dann sogar traut, ein Programm zu installieren und anschließend ein neues Icon auf dem Desktop liegt, geht er zu 99,9% zuerst mal davon aus, er muß nur dort Doppelklicken und das Programm startet. Was daraus wird, sehen wir ja immer wieder.

Ich kämpfe spätestens seit Windows 95 darum, daß die Leute, die vor dem PC sitzen, sich ihrer eigenen Fähigkeiten des Lesens und Denkens nicht ganz entledigen, wenn die Finger an die Tastatur oder Maus gehen. Das ist ein schwieriges, manchmal fast unmögliches Unterfangen, vor allem, wenn zu der Angst vor dem PC, die fast immer unterschwellig da ist, auch noch die Angst vor der Fremdsprache Englisch dazukommt.

Deshalb meine Bitte: wenn etwas auf den Desktop soll, dann die Icons für Writer, Calc und deren Geschwister, aber bitte bitte keine Installationsdateien.

Liebe Grüße

Romana

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