Am Freitag, 17. August 2007 07:07 schrieb Claudia Drechsle:
> Hi Michael
>
> > Ich sehe das als Feature.
>
> Inwiefern? Ich schätze es es umgekehrt ein: die Fälle, in denen man -
> ohne es zu merken - eine 0 als Argument in einer Formel haben möchte,
> halte ich für die selteneren als die, bei denen man automatisch
> merken möchte, dass mit einem Argument etwas nicht stimmt.

Ich bin ja eher der Theoretiker... 
Eine Zelle hat ja ohnehin mehrere Eigenschaften, die man grob in Format 
und Inhalt unterteilen kann. Zum Format gehören dann Rahmen, Farbe, 
Zeichenformat,... Der Inhalt dagegen aus Zeichenkette oder Zahlenwert, 
die wiederum das Ergebnis einer Formel sein können.

Wenn ich nun in A1 die zahl 123 stehen hätte und in A2 die Formel 
="Test"&A1, so erhalte ich das Ergebnis "Test123". Der _Zahlen_inhalt 
wird also automatisch zum _Zeichenketten_inhalt "123", weil ich eine 
Text-Formel angewendet habe. Dabei wäre ja auch die leere Zeichenkette 
als Interpretation möglich gewesen, da die Zelle ja keinen Textinhalt 
hat. Wenn ich nun umgekehrt die Zeichenkette "ABC" in A1 hätte und in 
A2 die Formel =A1+1, dann sollte umgekehrt auch der Inhalt von A1 
als "zur Rechnung brauchbarer" Wert interpretiert werden, das wäre dann 
die Null. Diese Symmetrie finde ich passender, als den Wert der 
Zeichenkette mit FEHLER zu interpretieren. Bei der expliziten 
Aufforderung, die enthaltene Zeichenkette als Zahl zu interpretieren, 
(=WERT(A1)) wird dann auch folgerichtig ein Fehler ausgegeben.

Ich stelle mir den Zellinhalt in drei Schichten vor:

Eingetippt:       ABCD       1234      =A1+A2
Zeichenkette:     "ABCD"     "1234"    "1"
Zahlenwert:       0          1234      1
Formel:           ="ABCD"    =1234     =A1+A2


Das würde ich aber nur für das Zellformat "Standard" wollen (Im Sinne 
von: "Hey Calc, mach was draus!") Es wäre interessant, wenn die 
explizite Wahl eines Zellformates dann die Interpretation beeinflussen 
würde:

Beim Inhalt "ABC" und dem Format Zahl, müsste dann konsequenterweise 
eine Null angezeigt werden, dann würde man auch sehen, welcher Wert in 
einer Formel verbraten wird.

Wie gesagt: Eine sehr theoretische Sichtweise ;-)


> > Du könntest mit folgender Formal arbeiten (C1 soll Summe von A1 und
> > B1 sein):
> > C1=WENN(UND(ISTZAHL(A1);ISTZAHL(B1));A1+B1;FALSCH())
>
> Bei Formeln mit wenigen Argumenten denkbar, aber wenn Du große
> Tabellen bekommst, evtl. als Import, die Du selbst gar nicht erstellt
> hast, und musst die mit längeren Formeln bearbeiten, sieht das eher
> übel aus und die Gefahr, dass Du die Prüfung für eines der Argumente
> vergisst, ist relativ gross - ganz abgesehen von der Lesbarkeit.

Will ich gar nicht bestreiten. Möglicherweise hilft es, die 
WERT()-Funktion zu verwenden. Bei größeren Tabellen, die eine große 
Wertetabelle beinhalten, habe ich früher immer zusätzliche Spalten mit 
einer Prüfung eingebaut. Angenommen in den Spalten A-C stehen die 
importierten Werte, dann folgen in den Spalten D-F 
die "Eingangsprüfungen" (z.B. =ISTZAHL()). So kann man fehlerhafte 
Werte schnell aufspüren. Zur besseren Übersicht, kann man diese Spalten 
dann auch wieder ausblenden.  


> Als echtes Feature würde ich die Variante bezeichnen, bei der man das
> Verhalten per Option im Bereich "Berechnen" selbst festlegen könnte.

Das wäre natürlich besser!

Gruß,
Michael

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