Hallo Herr Ruhland,
H-D.Ruhland schrieb:
Folgende Anfrage zu einem Download-Vorgang:
Auf der Suche nach "OpenOffice" bin ich über GOOGLE auf die Seite
"*OpenOffice*.org - COMPUTER BILD ist DIE kostenlose Alternative zum
Office-Paket von Microsoft" gestoßen.
Der gefundene Treffer ist - oder besser gesagt - war - eine
Werbeanzeige. Ich habe letzte Woche noch die Anzeige angezeigt bekommen,
als ich, nachdem das Thema auf dieser Liste bereits schon einmal
angesprochen wurde, mir das ganze mal angeschaut. Die Suche nach "Open
Office" zeigte neben den üblichen Treffern eine Werbeanzeige, die über
den Treffern, also an erster Stelle, angezeigt wurde.
Heute ist die Werbeanzeige plötzlich nicht mehr da. Offenbar hat Google
auf Beschwerden reagiert?
Unter der Adresse openoffice.download-archiv.info führt heute der Link
"Download" auch seltsamerweise nicht mehr auf eine Anmeldeseite, sondern
auf download.openoffice.org.
Ist es möglich, das sich vor dem anschließenden Download
"mega-downloads.net" (Eine Seite, die sich jetzt nicht mehr auffinden
lässt!), vorgeschaltet hat?
Kommunikation mit dieser "Firma" besteht nur über.
"Mega-Downloads.net<[EMAIL PROTECTED]>"
Nicht vorgeschaltet, sondern der Link der Werbeanzeige führt auf eine
sogenannte Subdomain ("Unteradresse") von "download-archiv.info".
>Es wurde vor dem Download eine Seite angezeigt mit der Adresse:
"http.//www.openoffice.download-archiv.info"
Genau auf diese Seite verwies die Werbeanzeige.
Das dortige Impressum:
Victor Vitti
Nezhukhiv 1212
82431 Stryj / Lviv
Ukraine
das sollte einen schonmal stutzig machen...
Im Nachvollzug habe ich allerdings nur die im Anhang befindliche
Darstellung gefunden.
Im Unterschied zu dieser Seite war linksseitig ein Fenster mit der
Option für persönliche Angaben angeordnet.
Darunter sehr klein gedruckt mit Links zu AGB, Datenschutz und
Widerrufsrecht, welche sich allerdings nicht öffnen ließen. Weiterhin
ein Häkchen-Feld, welches sich sofort aktivierte, wenn auf einen der
drei nicht funktionierenden Links geklickt wurde.
Besagte Firma "mega-downloads.net" fordert von mir nun einen Betrag
von 96,- € als Vorrauszahlung für einen nach ihrer Meinung "gültig
eingegangenen" Jahresvertrag, mit dem ich angeblich weitere "Dienste"
in Anspruch nehmen könnte.
Es handelt sich um ein (offenbar lohnendes, da viele aus Angst einfach
zahlen) Abzock-Modell.
Der Firmensitz ist in den vereinigten arabischen Emiraten, in Wien sitzt
wohl nur ein Callcenter.
** ACHTUNG! Das Nachfolgende ist keine Rechtsberatung! **
In diversen Internetforen wird empfohlen, per Einschreibebrief und
parallel per Fax der Forderung zu widersprechen. Auf weitere Schreiben
von Mega-Downloads.net dann nicht weiter reagieren, ebenso Schreiben von
Inkassounternehmen, die das Geld eintreiben wollen, ignorieren.
Erst wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt, muss diesem
widersprochen werden.
Spätestens dann sollte Ruhe sein, denn es ist wohl noch kein Fall
vorgekommen, in dem diese dubiose Firma ihre Forderungen durchsetzen
konnte. Wenn eine Rechtschutzversicherung vorhanden ist, bietet es sich
an, diese in Anspruch zu nehmen, und einen Anwalt ein Schreiben
verfassen zu lassen.
Mit "mega-downloads.net" hatte meine Freundin auch schon zu tun gehabt.
Angeblich soll sie sich angemeldet haben, was jedoch nicht stimmt.
Offenbar wurden ihre persönlichen Daten ausgespäht, denn der Straßenname
war falsch geschrieben, genauso wie bei einer Bestellung bei einem
Schuhändler, die sie einige Tage vorher getätigt hatte.
Meine Freundin hat ihren Anwalt ein entsprechendes Schreiben an die
angegebene Wiener Adresse geschickt, damit war der Spuk vorbei.
Allerdings blieb sie auf den Anwaltskosten von ca. 50 Euro sitzen :-(
Gruß,
Patrick Hollerbach
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