VAART-bericht van: Franziskus Schramm <[email protected]>

Sehr geehrte Partikuliere,

mit Wohlwollen entnehme ich den Kommentaren zu den Frachtpreismeldungen, dass offensichtlich ganz langsam ein Umdenken stattfindent. Weg von den Niedrigstfrachtpreisen hin zu
auskömmlichen Frachtpreisen.

Im wesentlichen benötigen wir keine neue Gründungen von Verbänden, Foren etc., die Marktbeobachtung könnt Ihr selbst durch die tägliche Teilnahme durchführen.

Wenn hier die Befrachter von Krise reden, so ist zu hinterfragen, weshalb im Geschäftsjahr 2009 annähernd soviel transportiert worden ist, wie 2006. Und 2006 war kein schlechtes Jahr. Ein Frachtpreisabschlag von mehr als 50 %, wie wir es seit vergangenes Jahr erleben, ist also nicht akzeptabel und ist meiner Meinung nach sittenwidrig.

Ebenso sittenwidrig ist das "Schnellball- und Vertriebssystem" mit den Neubauten gewesen, die in sehr häufigen Fällen, nur mit auf dem Papier, dargestelltem Eigenkapital auf den Markt geworden worden sind. Zu teuer, im Aussehen super, in der Qualität nicht unbedingt premium.

Grundsätzlich ist in diesem Gewerbe, um überhaupt bei hohem Kapitaleinsatz noch etwas Geld verdienen zu können, ein Verschuldungsgrad von max. dem 1,5 fachen des Jahresumsatzes eines Schiffes verkraftbar gewesen. Und heute ...., 5- 6 Millionen € bei einem Umsatz von 1 Million € vielleicht!?

Meiner Meinung nach sind die 2 Tilgungs-und Zinsfreie Zeit von den NL-Banken nur zur Überbrückung eingeräumt worden, damit die Hypothekennehmer nicht gleich wieder von den Schiffen abhauen, und in Hinterzimmer wird mit eben jenen Chines verhandelt, die Darlehen, die nicht bedient werden können, zu übernehmen, mit der Konsequenz, dass die Hypothekenmillionäre auf ihren Schulden sitzen bleiben und als Setzschiffer ein Leben lang weiterarbeiten, ohnen jemals Eigentum erwerben zu können.

Ein Traum wird  so zum Albtraum und zur Seifenblase.

Dieses Gewerbe hat Zukunft, aber nur, wenn wir alle das eingesetzte Kapital zurückverdienen können und nicht wie seit Monaten, nur noch auf Verschleiß, auf "ereignisorientierter Wartung" fahren.
Das heißt, solange fahren bis nichts mehr geht.

Bei einem eingesetzen Kapital von 5 - 6 Millionen € braucht man normalerweise nicht mehr selbst zu fahren, aber wir verhalten uns in diesem Zusammenhang wie unternehmerische Neantertaler und nicht wie Menschen, vor denen man (Befrachter und Banken) Respekt haben sollte, bei der Verantwortung, die wir tragen.

Um alle Aspkete zu beleuchten ist der Platz zu eng, deshalb kann ich nur noch empfehlen, setzt Euch in Eurer Kämmerlein und überlegt, wie wir schnellstens wieder zu auskömmlichen Frachtpreisen kommen können, um nach Abzug aller Kosten noch einen adäquaten Gewinn zu erwirtschaften, um am Ende des beruflichen Lebens nicht auf Hartz IV zu enden.

MfG

f. schram


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