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Hallo Sebastian,


> Erlaube mir eine (vielleicht) ketzerische Frage: warum sollten die 
> Erwartungen, die man an kleine Vereine stellt, deren Charakteristika oft 
> auch kleineres Budget, geografische Nähe/Regionalität, geringfügiges 
> Spendenaufkommen und mitgliederzentrische Arbeit sind, auf einen Verein 
> übertragen können, der sich durch ein vergleichsweise großes Budget, 
> große geografische Verteilung, großes Spendenaufkommen und einer 
> polyzentrischen Fokusierung übertragen können?

ob man das im Allgemeinen tatsächlich kann oder nicht weiß ich nicht.
Mir ist aber bewusst, dass WMDE mit Sicherheit Anstrengungen unternehmen
könnte, die eigenen Mitglieder stärker einzubinden -- durch die
genannten Möglichkeiten.

Mir ist es unbegreiflich, wie ein Vorstandsmitglied mit aller Stärke
gegen diesen Wunsch argumentieren kann.


> Einfacher (nicht weniger ketzerisch) gefragt: gibt es nicht Vereine 
> verschiedenen Typus, die sich gerade in diesen Faktoren unterscheiden 
> und bei denen die Beteiligung und Einbindung von Mitgliedern, aber auch 
> gerade die Zentrierung um die Mitglieder sehr unterschiedlich ausgeprägt 
> ist? Es gibt doch einen Unterschied, ob ich Mitglied beim lokalen 
> Sportverein, bei einem Heimatverein, beim BUND oder beim ADFC werde. Das 
> sind formal alles Vereine, die "Bedeutung" der Mitglieder für die 
> Vereinsarbeit unterscheidet sich aber rapide.

Richtig. Bei solchen Vereinen ist mir aber bekannt, dass ich als
Fördermitglied oder als sonstiges Mitglied auftrete, welches dann halt
nicht im klassischen Sinne an der Vereinsarbeit mitwirkt.

WMDE erweckte bei mir aber den Eindruck: "Wir sind eine Community. Jeder
der für die Verbreitung freien Wissens gemeinsam mit uns arbeiten
möchte, kann Mitglied werden."

WMDE sollte dann auf jeden Fall klarstellen, wie sie ihre Mitglieder
sieht und welchen Wert sie tatsächlich haben.

> Ich weiß nicht, was das für Wikimedia Deutschland im Detail bedeutet. 
> Sicher ist aber meiner Meinung nach, dass Wikimedia Deutschland kein 
> Verein ist und auch kein Verein sein kann, der sich um seine Mitglieder 
> dreht.

Also möchtest du mir als Vorstandsvorsitzender damit mitteilen:
(1) WMDE wird nichts an der Mitgliederkommunikation ändern, und selbst
wenn dann nur widerwillig.
(2) Als Mitglied werde ich überhaupt nicht gebraucht und mir wird auch
keine Möglichkeit geboten, im Sinne eines klassischen Vereins die
Geschicke des Vereins mitzubestimmen (außer zur jährlichen MV).
(3) Bestenfalls bin ich für euch ein Fördermitglied.
(4) Das einzige, was euch an mir interessiert, ist mein Geld, das ich
als Mitgliedsbeitrag an WMDE rüberwachsen lasse.

Sorry, damit habe ich sehr wohl ein Problem. Deine Äußerung wird zu
meinem Austritt aus dem WMDE führen (ich weiß, dass das für dich
unbedeutend ist, da ja noch genügend andere Schäfchen, die brav ihren
Mitgliedsbeitrag zahlen, vorhanden sind).

Für einen Vorstandsvorsitzenden erhoffte ich mir doch ein größeres
diplomatisches und menschliches Geschick bei der Mitgliederpflege.
- --


Mit freundlichen Grüßen


*B.Eng. René Schwarz*
[email protected]
http://www.rene-schwarz.com

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