Hallo Johannes,

-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Thu, 24 Nov 2011 10:25:38 +0100
> Von: Johannes Rohr <[email protected]>
> An: "Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia 
>         Deutschland e. V." <[email protected]>
> Betreff: Re: [VereinDE-l]     Richtlinien und Bedingungen für 
> Fotografenakkreditierend

> 
> Danke für Feedback, Kritik & Lob! Ich sehe selbst bei diesem Vorstoß,
> der
> erst einmal ein spontaner Schnellschuss ist, noch zwei offene Fragen, die
> sich hoffentlich mit "ja" beantworten lassen:
> 
> 1. Ist der Aufwand gerechtfertigt, den eine solche Initiative bedeutet?
> Ist
> das, wie es so schön heißt "darstellbar"? Andersherum gefragt: Sind die
> verbliebenen Uneinigkeiten nicht so marginal, dass man die auch auf dieser
> Mailingliste lösen kann? (Konkret fallen mir gerade nur zwei Punkte ein:
> Bapperl, wo wir unentschieden sind, und Mehrfachlizensierung, wogegen wir
> keine grundsätzlichen Einwände haben. Lohnt es, sich ein ganzes
> Wochenende
> lang über Bapperl zu unterhalten? Oder gibt es weitere wesentliche
> Streitpunkte?)

Natürlich ist das nicht ganz trivial - sonst gäbe es keine ständigen 
Diskussionen und unterschiedliche Interpretationen. Der derzeitige Stand: Eine 
Gruppe (mich einschließlich) möchte gerne eine eindeutige Positionierung zum 
Freien Wissen und eine klar benennbare Lizenz, unter der die Ergebnisse 
veröffentlicht werden müssen - derzeit ist dafür die CC-by-sa 3.0 
offensichtlich WM-Linie und damit imho die Mindestvorraussetzung (über de kann 
man dann sicher auch noch trefflich streiten). Die Gegenposition: Der Fotograf 
entscheidet frei und wird von dem Geldgeber nicht eingeschränkt. 

Im Moment sehe ich beide Positionen grundsätzlich nicht vereinbar, entsprechend 
erwarte ich von der GS klare Regelungen für alle Ergebnisse von geförderten 
Projekten - und zwar klare Regelungen zugunsten des Freien Wissen incl. der 
freien Nutzung ohne Ausnahme (auch kommerziell und hürdenfrei).

Zu den Userboxen: Wenn diese die Bedingungen entsprechend der Lizenz CC-by-sa 
3.0 darstellen (Namensnennung, Lizenznennung) sollten sie kein Problem sein - 
schwierig sind zusätzliche Forderungen durch die Hintertür (grundsätzlich beim 
Bild, Mitabdruck der Lizenz, nur kleine Version verfügbar, größere erst nach 
Rücksprache, keine kommerzielle Nutzung, keine Veränderung).

Zur Doppellizensierung: Wenn die CC-by-sa als Standard festgelegt und vorhanden 
ist, sind mir persönlich weitere Lizenzen schnuppe - und sei es die 
selbstgebastelte GFDL-1.2-only (die es rechtlich nie gegeben hat), die FAL (die 
vielliecht doch nicht so böse ist - nur wissen wir nichts, weil es keine 
Übersetzung gibt) oder whatever.

> 2. Lässt sich sicherstellen, dass wir hinterher auch ein substanzielles
> Ergebnis haben - eines was hier ein- für allemal Klarheit schafft?
> 

Gute Frage - ich erinnere dich daran, dass du hier im 
Wikipedia-/Wikimedia-Universum arbeitest und grundsätzlich jeder Konsens 
irgendwann auch wieder gekippt werden kann. Ein- für allemal ist also 
grundsätzlich bei jeder Frage illusorisch ...

Gruß,
Achim

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