lb Sebastian?
Du meinst länger als 2 Sätze? Und das mir, wo ich berüchtigt bin, nichts 
unter 20 Sätzen ausdrücken zu können :-)

Du schreibst: Es scheint jedenfalls ein tiefes, unbefriedigtes Bedürfnis 
zu geben, Wikipedia ans Zeug flicken zu müssen.

ich schrieb: "Wieso Wikipedia."

Ich bin Wikipedia. täglich. Ich fühle mir nicht ans Zeug geflickt. Es 
hat mit mir als Wikipedia nichts zu tun.  Ich weiß nicht inwieweit du 
Wikipedia und nicht Wikimedia bist, ich bin es täglich. Über mein 
direktes Editieren hinaus. Deutlich darüber. Eigentlich alles was ich 
mache, hat irgendwas mit Wikipedia zu tun - bestimmte Privatbereiche 
ausgenommen. Was immer ich sehe, tue, handle, inzwischen steht fast 
alles in Bezug zu Wikipedia. Also, ich bin Wikipedia. Gestern hat Karl 
Gruber und ich gemeinsam ein neues GLAM-Projekt in eine Vorprojektphase 
gebracht. So groß und umfangreich, dass mir bis heute noch schwindlig 
ist und ich es kaum in seinem Ausmaß überblicken kann, auch noch nicht 
die Bedeutung und die Auswirkung. (Bericht kommt, wenn wir es erfasst 
haben, es könnte aber das größte bisherige Glamprojekt überhaupt sein). 
Zwei Stunden später ein weiteres - aber deutlich Kleineres. Alles 
Zufall, aber auch wiederum nicht. Wir arbeiten im Grunde schon jahrelang 
daran, Zufall, dass es gerade jetzt in eine spruchfähige Phase kommt. Es 
hat damit zu tun, dass alles was wir tun, mit den Augen von Wikipedia 
sehen im Hinblick darauf: Wie können wir die erfahrene Realität in 
Wikipedia für andere verpacken. Sogar im Urlaub denken wir daran, was 
alles an Bildern wir für Commons mitbringen können.

Und da soll ich mir wegen eines so bemühten Versuches in der Zeit auch 
nur eine Minute Gedanken darüber machen? Dieser Artikel ist doch völlig 
unerheblich. Mir ist das auch wurscht, ob sich Achim da und dort etwas 
über ein Vortragshonorar finanzieren lässt. Mir ist es egal, ob er hier 
und dort einen Satz ändert, der halt mehr den Erwartungen seiner 
Klienten entspricht oder nicht. Wenn ich für einen Freund, der sich 
nicht traut, einen Artikel schreibe, er dann kommt und meint, das klänge 
aber so vielleicht besser, dann ist es nichts anderes. Auch wenn ich 
direkt kein Geld verlange, aber jede Handlung für jemanden bringt den 
einen in irgendeiner Form in die Schuld des anderen. Man kann es sofort 
ausgleichen - durch Rechnungslegung - oder später. Aber immer wird es 
früher oder später einen Ausgleich geben.

Ich fühle jedenfalls mir als Wikipedia nicht ans Zeug geflickt. Mich 
berührt der Artikel nicht im Geringsten. Weder negativ, noch positiv. 
Ich habe keinerlei Gefühle was Achim betrifft, ob er nun vorkommt oder 
nicht. Dass er öffentlicher sein will, das hat er ja schon viel früher 
für sich entschieden. Was mich berührt sind diese Kommentare im 
nachfolgenden Link. Die geben mir Mut und Bestätigung, zusätzlich zu 
einem, bereits unter Dach und Fach gebrachten Glam-Projekt noch zwei 
weitere anzufassen. Das einzige Problem was ich habe, ist, mindestens 
10, noch besser 20 Leute zusammenzubringen, die genausoviel Zeit und 
Lust haben, sich zumindest ein Jahr so einem Projekt zu widmen.

https://spenden.wikimedia.de/spenden//list.php?datum=2011-12-01

Da ist es mir doch völlig wurscht, was da ein journalistischer 
Unterläufel in der ZEIT schreibt.

Und Achim ist nicht Wikipedia. Und doch ist Achim Wikipedia. Wie jeder 
von uns Wikipedia ist. Und noch viele mehr. Ich schließe sogar Leser 
inzwischen mit ein. Ich jedenfalls habe einmal folgendes gehört, als ich 
mich einem intensiven Nur-Leser als aktiver Wikipedianer zu erkennen 
gab: "Ach du bist Wikipedia!"

h

lang genug, Sebastian?

Am 01.12.2011 20:12, schrieb Sebastian Wallroth:
>>> Am 01.12.2011 16:39, schrieb Sebastian Wallroth:
>>> Es scheint jedenfalls ein tiefes, unbefriedigtes Bedürfnis zu geben,
>>> der Wikipedia am Zeug zu flicken.
>> Am 1. Dezember 2011 18:45 schrieb Hubert<[email protected]>:
>> wieso Wikipedia? Ich fühle mich nicht angesprochen.
>
> Hallo Hubert,
>
> der Artikel enthält 1695 Wörter, davon 23 x Wikipedia, 16 x Raschka, 7
> x Achim, 4 x Nova-Institut, 2 x PR und 1 x Public Relations. Das erste
> Wort, ganz links oben, in der größte Schrifttype, ist: Wikipedia.
>
> Der Artikel ist sehr schlecht recherchiert und hat es vermutlich nur
> über den Bezug zur Wikipedia in die Zeitung geschafft.
>
> Würdest Du Deine zwei Sätze bitte etwas weiter ausführen? Es
> interessiert mich, warum Du in dem Artikel nicht den Versuch siehst,
> Wikipedia in Zusammenhang mit vorgeblich schlechten Absichten zu
> setzen. Was meinst Du damit, dass Du Dich nicht angesprochen fühlst?
>
> Mit freundlichen Grüßen,
> Sebastian Wallroth
>
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> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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